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Konflikte·vor 12 Std.

Massive Explosion in von Rebellen kontrolliertem Sprengstofflager im Nordosten Myanmars fordert mindestens 46 Tote und über 70 Verletzte

Eine gewaltige Explosion erschütterte am Sonntag ein Gebäude, in dem Bergbausprengstoffe im Dorf Kaung Tat im Nordosten Myanmars gelagert wurden, tötete Dutzende und verwüstete die Umgebung.

Was geschah

Eine verheerende Explosion ereignete sich am Sonntag gegen Mittag Ortszeit im Dorf Kaung Tat im Township Namhkam im nordöstlichen Shan-Staat Myanmars. Die Explosion ging von einem Gebäude aus, in dem kommerzielle Sprengstoffe für den Bergbau und Steinbruchbetrieb gelagert wurden. Rettungskräfte und lokale Medien berichteten, dass mindestens 46 Leichen geborgen wurden, darunter mindestens sechs Kinder, während andere Quellen die Zahl der Todesopfer auf bis zu 55 beziffern. Etwa 70 bis 74 Menschen wurden verletzt und rund 100 nahe gelegene Häuser schwer beschädigt oder zerstört.

Die Verwundeten brauchen dringend Blut. Die Explosion hat einen großen Teil des Dorfes zerstört. Die Menschen brauchen Unterkunft und Nahrung, und Bewohner aus den Nachbardörfern helfen den Betroffenen.

Die Folgen

Rettungskräfte suchten in den Stunden nach der Explosion weiter nach Überlebenden unter den Trümmern. Das Krankenhaus in der nahe gelegenen Stadt Namhkam meldete einen akuten Mangel an Blutkonserven für die Behandlung der Verletzten. Alle geborgenen Leichen wurden zur Einäscherung gebracht. Lokale Hilfsorganisationen und Behörden begannen mit der medizinischen Versorgung, der Bereitstellung von Nahrungsmitteln und der Unterstützung bei der Umsiedlung der betroffenen Bewohner.

Reines Glück hat mir das Leben gerettet. Ich saß in meinem Zimmer, aß Nudeln und schaute auf mein Handy. Wenn ich in der Küche gegessen hätte, wäre ich heute wahrscheinlich nicht mehr hier, um darüber zu sprechen.

Überlebender

Die Ursache

Nach Angaben der Ta'ang National Liberation Army (TNLA), der ethnischen bewaffneten Gruppe, die das Gebiet kontrolliert, war die Explosion ein Unfall. Die Gruppe erklärte auf ihrem Telegram-Kanal, dass Gelignit – ein Sprengstoff, der häufig im Bergbau und bei Gesteinsarbeiten verwendet wird und bei unsachgemäßer Lagerung sehr instabil werden kann – von ihrer Wirtschaftsabteilung für den Einsatz in Bergbau- und Steinbruchbetrieben im Gebäude gelagert worden sei. Die TNLA kündigte an, dass eine Untersuchung der genauen Ursache der Explosion im Gange sei und dass jeder, der dafür verantwortlich gemacht werde, zur Rechenschaft gezogen werde.

Die Palaung State Liberation Front/TNLA spricht den Familien derjenigen, die durch die Explosion ihr Leben verloren haben, verletzt wurden oder Schäden erlitten haben, ihr tiefstes Beileid aus.

Ta'ang National Liberation Army

Der Kontext

Das Dorf liegt etwa drei Kilometer südlich der chinesischen Grenze in einem von der TNLA kontrollierten Gebiet. Die Gruppe ist eine der mächtigsten bewaffneten Organisationen ethnischer Minderheiten Myanmars und Mitglied der Drei-Brüder-Allianz. Sie befindet sich in einem sporadischen Konflikt mit der Zentralregierung Myanmars, unterzeichnete jedoch nach von China vermittelten Gesprächen im Oktober 2025 einen Waffenstillstand mit der Militärjunta. Die Beziehungen zwischen den Parteien bleiben angespannt. Myanmar wird seit dem Militärputsch im Februar 2021, bei dem die gewählte Regierung von Aung San Suu Kyi gestürzt wurde, von einem Bürgerkrieg erschüttert.

Augenzeugenberichte

Die Bewohner schilderten Szenen der Verwüstung, des Chaos und der Trauer. Viele glaubten zunächst, die Explosion sei durch einen Luftangriff verursacht worden. Eine Frau, die mit einer leichten Beinverletzung überlebte, erzählte, wie ihr Haus zerstört wurde, während die Menschen um sie herum nach ihren Eltern riefen. „Es schien, als wäre die Welt untergegangen“, sagte sie. Der chinesische Staatsfernsehsender CCTV berichtete, dass die Explosion mehrere Tote und Verletzte verursacht und viele Wohnhäuser schwer beschädigt habe, nannte jedoch keine konkreten Zahlen.

Kaung Tat · Namhkam

8 Quellen

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