
Explosion in Gunvor-Anlage im Rotterdamer Hafen fordert einen Toten und sechs Verletzte
Eine Explosion an einem Gunvor-Energy-Lagertank im Rotterdamer Europoort hat am Donnerstagmorgen einen Menschen getötet und sechs verletzt, während Wartungsarbeiten eines Subunternehmer-Teams durchgeführt wurden. Die Polizei hat das Gebiet als Tatort abgesperrt, während die niederländische Arbeitsinspektion und der Untersuchungsrat für Sicherheit ermitteln.
Explosion im Europoort
Eine Explosion an einem Gunvor-Energy-Rotterdam-Lagertank im Europoort-Gebiet des Rotterdamer Hafens hat am Donnerstagmorgen einen Menschen getötet und sechs weitere verletzt. Die Detonation ereignete sich gegen 11:30 Uhr Ortszeit in der Anlage des Unternehmens an der Moezelweg, wie die Polizei Rotterdam mitteilte. Die Polizei informierte über den Vorfall in einem Beitrag auf der Social-Media-Plattform X. Gunvor Energy, die niederländische Tochtergesellschaft der Schweizer Gunvor Group, bestätigte die Opferzahlen. Rettungskräfte, darunter ein Traumahubschrauber und mehrere Krankenwagen, wurden kurz nach der Explosion zum Unfallort entsandt. Die Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht, es wurden jedoch keine Angaben zur Schwere ihrer Verletzungen gemacht.
Bei den Opfern handelte es sich um Mitglieder eines beauftragten Wartungsteams, das an Rohren eines Lagertanks arbeitete. Laut NOS war das Team dabei, Rohre zu trennen, als etwas schiefging, was möglicherweise die Explosion auslöste. De Volkskrant berichtete, dass die Opfer für Wartungsarbeiten an einem Lagertank an der Moezelweg angeheuert worden waren. Ein Sprecher von Gunvor Energy beschrieb, was passiert war.
Heute Morgen führte ein Subunternehmer Wartungsarbeiten in einem Tankbereich durch, und während dieser Arbeiten ereignete sich ein Vorfall.
Spuren der Explosion sind laut AFP an einem der Lagertanks sichtbar.
Ermittlungen laufen
Die Polizei hat das Gebiet als Tatort abgesperrt, um die Umstände der Explosion zu klären. Ein Polizeisprecher sagte gegenüber Reuters, es gebe keinen Grund, Sabotage zu vermuten, dies bleibe jedoch eines der untersuchten Szenarien. Die niederländische Arbeitsinspektion und der niederländische Untersuchungsrat für Sicherheit sind beide vor Ort und führen getrennte Untersuchungen durch. Gunvor Energy erklärte, es kooperiere vollständig mit den Behörden. Die Ursache der Explosion und was genau detonierte, ist weiterhin unbekannt.
- Tote
- 1 Personen
- Verletzte
- 6 Personen
Getrennte Vorfälle im Hafen
An anderer Stelle im Rotterdamer Hafengebiet traf am Donnerstagmorgen ein Stromausfall das Botlek-Gebiet und beeinträchtigte Anlagen der Esso-Raffinerie. Zudem brach ein Brand in einer Trafostation auf der Maasvlakte aus. Die Veiligheidsregio, die regionale Sicherheitsbehörde, bestätigte, dass der Stromausfall und der Brand miteinander zusammenhängen, wahrscheinlich verursacht durch eine Überspannung. Stedin, der Netzbetreiber, untersucht die Ursache des Ausfalls. Die Stromversorgung der betroffenen Unternehmen wurde schrittweise wiederhergestellt, und die beteiligten Betriebe nahmen ihre Tätigkeit wieder auf.
Ein Sprecher des Rotterdamer Hafens sagte gegenüber Reuters, es gebe keinen Zusammenhang zwischen diesen Vorfällen und der tödlichen Explosion. Die Moezelweg und die Botlekweg liegen etwa 7 Kilometer auseinander, und die Maasvlakte liegt mehr als 15 Kilometer westlich der Moezelweg.
- Stromausfall im Botlek-Gebiet, Raffinerie Esso betroffen
- Brand in einer Trafostation auf der Maasvlakte, laut Sicherheitsbehörde mit dem Stromausfall verbunden
- Explosion an einem Gunvor-Energy-Tanklager an der Moezelweg, Europoort
- Polizei, Arbeitsinspektion und Untersuchungsbehörde für Sicherheit treffen am Tatort ein
Gunvors Betrieb in Rotterdam
Die Rotterdam-Anlage der Gunvor Group, betrieben durch Gunvor Energy Rotterdam, produziert Flüssiggas (LPG), Benzin, Diesel und Kerosin. Der Europoort ist eines der größten chemischen und petrochemischen Industriegebiete der Welt. Rotterdam ist der größte Hafen Europas und belegt weltweit den 11. Platz. Das Unternehmen erklärte, es arbeite mit den Behörden zusammen, um die genauen Ursachen des Vorfalls zu ermitteln.


