- 8.10.Biedma sagt als Geschädigte vor der Audiencia Nacional aus
- 8.10.Nach seiner Darstellung beginnt Sáenz de Tejadas Videoaufnahme im Haus seiner Schwester in Uceda
- 8.10.Mutmaßliche Beschattung von Biedmas Auto bei Badajoz, wie in ihrer Anzeige angegeben
- 28.10.Sáenz de Tejada soll als Beschuldigter vor Richter Pedraz aussagen
Die Anzeige gegen Sáenz de Tejada
Der frühere Richter Luis José Sáenz de Tejada, gegen den im Fall Leire Díez förmlich ermittelt wird, hat bestritten, am 8. Oktober mit dem Auto hinter Richterin Beatriz Biedma hergefahren zu sein. Biedma hatte gegen David Sánchez ermittelt, den Bruder von Ministerpräsident Pedro Sánchez, und am selben Tag als Geschädigte vor der Audiencia Nacional ausgesagt. In ihrer Anzeige bei der Nationalpolizei in Extremadura erklärte sie, ein weißes Auto sei auf der Straße vom Flughafen zu ihrem Haus in Badajoz neben ihr Fahrzeug gefahren, und eine ihrer Töchter habe es bemerkt. Sie sagte, Sáenz de Tejada habe in dem Wagen gesessen, und sie befürchte, an ihrem Fahrzeug sei ein Peilsender angebracht worden. Die Anzeige datiert den Vorfall auf etwa 19:15 Uhr am 8. Oktober.
Seine schriftliche Verteidigung
In einer schriftlichen Stellungnahme an Richter Santiago Pedraz erklärt Sáenz de Tejada, er habe den gesamten 8. Oktober im Haus seiner Schwester in Uceda in der Provinz Guadalajara verbracht, rund 450 Kilometer entfernt. Er gibt an, drei Zeugen – seine Schwester, deren Ehemann und deren Nichte – seien an diesem Tag bei ihm gewesen, und seine Telefone und sein Laptop ließen sich an dieser Adresse orten. Er verweist auf ein Video, das in einem Raum des Hauses aufgenommen wurde und nach seinen Angaben um 17:46 Uhr begann und 23 Minuten und 36 Sekunden lief; dazu hat er Screenshots vorgelegt, die den Standort zeigen. Er bezeichnet die Anzeige als neue falsche Beschuldigung und argumentiert, die Identifizierung sei von einer Minderjährigen vorgenommen worden, die weder das Kennzeichen notieren noch eine andere Person im Wagen erkennen konnte.
„Es liegt auf der Hand, dass ich den in der Anzeige genannten Ort nicht erreicht haben kann.“
Er verweist zudem auf eine aus seiner Sicht langjährige Feindschaft Biedmas, die er auf das Jahr 2015 datiert, als er sie in seinem eigenen Verfahren als Richterin ablehnte.
Hintergrund und rechtliche Lage
Richter Pedraz ermittelt förmlich gegen Sáenz de Tejada wegen mutmaßlicher krimineller Vereinigung, Verleumdung und Vergehen gegen die moralische Integrität, da er verdächtigt wird, gehandelt zu haben, um die Richterin einzuschüchtern. Die Guardia Civil bringt ihn mit dem im Fall Leire Díez untersuchten mutmaßlichen Netzwerk in Verbindung. Er wurde nach einer Verurteilung wegen geschlechtsspezifischer Gewalt gegen eine frühere Partnerin aus dem Richteramt entfernt; die Strafe wurde mit knapp drei Jahren Haft angegeben. Er erhebt seit Langem Korruptionsvorwürfe gegen Richter in Badajoz und stellt die Anzeige gegen ihn als Vergeltung für diese Vorwürfe dar.
Zeitlicher Ablauf und nächste Schritte
Der Streit dreht sich um einen einzigen Tag. Biedma sagte am 8. Oktober vor der Audiencia Nacional aus – an demselben Tag, an dem ihre Anzeige die Beschattung verortet. Sáenz de Tejada gibt an, sein Video habe um 17:46 Uhr begonnen und er habe die Aufnahme nach 18:00 Uhr beendet, während die Anzeige den Vorfall auf etwa 19:15 Uhr datiert. Die Anzeige beschreibt das Auto als weiß und gibt an, das Kennzeichen habe nicht gelesen werden können.
Sáenz de Tejada soll am 28. Oktober als Beschuldigter vor Pedraz aussagen. Das Innenministerium hat Biedma eine Polizeieskorte zugewiesen, nachdem sie erklärt hatte, sie fürchte um ihre eigene Sicherheit und die ihrer Töchter. Biedma schrieb, sie wisse nicht, wie der Mann erfahren habe, dass sie diese Fahrt zu diesem Zeitpunkt unternehmen würde. Er hat angeboten, seine Geräte orten zu lassen, um seine Darstellung zu überprüfen.