Regierung · Badajoz und Madrid

Richterin Biedma bittet Pedraz, Cintia Rocho wegen eines angeblichen Plans gegen sie vorzuladen

Die Richterin aus Badajoz, Beatriz Biedma, hat den Richter der Audiencia Nacional, Santiago Pedraz, gebeten, die Clan-Chefin Cintia Rocho anzuhören. Rocho hatte den UCO-Ermittlern gesagt, der frühere Richter Luis Sáenz de Tejada habe von der Beseitigung Biedmas gesprochen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von eldiario.es, europa press, El Periódico und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Badajoz, Madrid · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 6.10.UCO-Bericht an das Gericht übersandt, auf den sich Biedmas Schriftsatz stützt
  2. 9.10.Erste Anzeige eines der beiden im UCO-Bericht genannten Männer bei der Polizei in Badajoz gegen Joaquín Parra
  3. 14.10.Zweite Anzeige des anderen Mannes bei der Polizei in Badajoz gegen Joaquín Parra
  4. 3.11.Biedma bittet Pedraz, Cintia Rocho als Zeugin zu laden

Ein neuer Schriftsatz im Fall Díez

Beatriz Biedma, die Richterin aus Badajoz, die gegen David Sánchez ermittelte, den Bruder von Ministerpräsident Pedro Sánchez, hat bei dem Richter der Audiencia Nacional, Santiago Pedraz, einen Schriftsatz eingereicht. Pedraz untersucht ein mutmaßliches Netzwerk zur Behinderung von Gerichtsverfahren, die die Sozialistische Partei (PSOE) betreffen; geführt haben soll es der frühere Organisationssekretär der PSOE, Santos Cerdán, koordiniert das frühere Parteimitglied Leire Díez. In dem auf Dienstag, 3. November, datierten Schriftsatz argumentiert Biedma, es gebe hinreichende Verdachtsgründe, dass der frühere Richter Luis Sáenz de Tejada dieser kriminellen Vereinigung angehörte und voll in deren Aktivitäten eingebunden war. Die Gruppe habe darauf gezielt, das Verfahren gegen David Sánchez zu destabilisieren, das mit einer Verurteilung wegen Rechtsbeugung und Amtsenthebung endete.

Der Antrag, Cintia Rocho anzuhören

Biedma bittet Pedraz, Cintia Rocho, die Anführerin eines Clans in Badajoz, als Zeugin zu laden und sie anzuhören, bevor über die Position Sáenz de Tejadas in dem Verfahren entschieden wird. Laut einem am 6. Oktober an das Gericht übersandten UCO-Bericht sagte Rocho den Ermittlern, Sáenz de Tejada habe sie angerufen und gesagt, Biedma müsse beseitigt werden. Rocho verstand seine Äußerungen als Absicht, der Richterin körperlichen Schaden zuzufügen. Pedraz hatte eine Befragung Rochos rund drei Wochen vor diesem Schriftsatz abgelehnt und darauf verwiesen, dass er Sáenz de Tejada bereits als Beschuldigten geladen habe. In seiner eigenen Aussage vor Gericht bestritt Sáenz de Tejada, Rocho kontaktiert zu haben, um einen Anschlag auf Biedma vorzuschlagen; Biedma erklärte, sie habe Angst empfunden, diese habe aber ihre Entscheidungen im Fall David Sánchez nicht beeinflusst.

Nachrichten in der Gruppe „Vacaciones y viajes“

Die Richterin stützt sich auf einen UCO-Bericht, der eine WhatsApp-Gruppe namens „Vacaciones y viajes“ ins Zentrum der Koordination rückt. Der Gruppe gehörten die Unternehmer Joaquín Parra und Javier Pérez Dolset sowie Díez und Sáenz de Tejada an; ihre Mitglieder tauschten 476 Nachrichten aus. Die Ermittler beschrieben sie als den wichtigsten Kommunikationskanal dieser Vorgehensweise, während der frühere Richter und Díez im direkten Austausch 176 Nachrichten wechselten. Biedma argumentiert, dieses Volumen zeige einen fortlaufenden Kontakt zur Umsetzung der Strategie, das Verfahren gegen David Sánchez zu zerstören, und der Zeitraum falle mit dem Höhepunkt der Ermittlungen zusammen. Sie schreibt:

„Es gibt Hinweise auf ein abgestimmtes Vorgehen, das darauf gerichtet war, Informationen zu sammeln, sie zu diskreditieren, unter Druck zu setzen und ihre Entfernung aus dem Verfahren zu erreichen.“

Beatriz Biedma

Biedma argumentiert zudem, die bei Díez, Sáenz de Tejada und Pérez Dolset sichergestellten Nachrichten zeigten, dass Dritte Díez' Strategie überwachten, sie aus dem Verfahren zu drängen.

WhatsApp-Nachrichten in dem mutmaßlichen NetzwerkNachrichten
Gruppe „Vacaciones y viajes“
476 Nachrichten
Sáenz de Tejada und Díez, direkt
176 Nachrichten

Daten aus dem Artikeltext

Dementis und Anzeigen in Badajoz

Sáenz de Tejada hat jede Verbindung zu einer Facebook-Gruppe namens „Independencia Judicial de Badajoz“ bestritten, über die Biedma zufolge Rocho an sie herangetreten ist. Er erklärt, Biedma habe gewusst, dass er keine solche Verbindung habe, weil sie diese Gruppe in ihrem eigenen Gericht untersucht habe. Zwei Männer, die in dem UCO-Bericht als Überwacher Biedmas im Auftrag des Ex-Richters genannt werden, bestreiten die Vorwürfe gegen sie. Ihre Anzeigen, die am 9. und 14. Oktober bei der Polizei in Badajoz eingingen, richten sich gegen den Unternehmer Joaquín Parra, der sie in seiner Polizeiaussage benannt hatte. Pedraz verwies diese Anzeigen nach Badajoz zurück mit der Begründung, die Audiencia Nacional sei nicht die zuständige Stelle.

Chronologie der Schriftsätze

Der UCO-Bericht, auf den sich Biedmas Schriftsatz stützt, wurde am 6. Oktober übersandt. Die erste Anzeige eines der beiden Männer ging am 9. Oktober bei der Polizei in Badajoz ein, die zweite am 14. Oktober. Biedmas neuer Schriftsatz folgte am 3. November, rund drei Wochen nachdem Pedraz ihren Antrag auf Ladung Rochos abgelehnt hatte. Eingereicht wurde er von ihrer Schwester, der Anwältin Manuela Biedma. Er beantragt zudem, den Versuch Sáenz de Tejadas, dem Verfahren als Partei beizutreten, zu den Akten zu nehmen.

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