Neun Gemeinden in Toledo dürfen zurückkehren, während sich die Brandfront im Tiétar-Tal auf 200 Meter nähert
Bewohner von neun der elf seit Samstag aufgrund des Waldbrands in Burgohondo evakuierten Gemeinden in Toledo können nach Hause zurückkehren, teilten die Behörden am Montag mit, während die Brandfront im Tiétar-Tal nur noch 200 Meter von der vollständigen Eindämmung entfernt ist.
Brandstatus
Am Montagmorgen war die Front des Waldbrands, der in Burgohondo (Ávila) ausgebrochen war, in Toledo nur noch 200 Meter von der vollständigen Eindämmung entfernt, so José Pablo Sabrido, der Delegierte der Zentralregierung in Kastilien-La Mancha. Der Abschnitt zwischen La Iglesuela del Tiétar und La Adrada sei bis auf diesen kleinen Sektor „konsolidiert und eingegrenzt“. Der Brand sei jedoch „keineswegs unter Kontrolle“, warnte Sabrido, da die Behörden falsche Erwartungen vermeiden wollten. Die Verbesserung erlaubte es der Einsatzleitung, Einheiten aus Andalusien und Murcia für andere Brände freizustellen, sodass das Gebiet nun vom Infocam-Dienst Kastilien-La Manchas und der Militärischen Notfalleinheit (UME) abgedeckt wird.
Wir sind einigermaßen zufrieden.
Evakuierungen aufgehoben
Bis Montagabend genehmigte das Integrierte Operative Koordinationszentrum (CECOD) die Rückkehr der Bewohner in neun der elf seit Samstag evakuierten Gemeinden in Toledo. Die freigegebenen Orte sind Buenaventura, Navamorcuende, El Real de San Vicente, Hinojosa de San Vicente, Castillo de Bayuela, Garciotum, Nuño Gómez, Almedral de la Cañada und Pelahustán. Beschränkungen bleiben für La Iglesuela del Tiétar, Sartajada und Almendral de la Cañada bestehen, die drei der Brandfront am nächsten gelegenen Gemeinden. Alle Straßensperrungen wurden aufgehoben, mit Ausnahme der CM-5006 und TO-1358.
Situation der Evakuierten
Rund 2.000 Menschen aus Toledo und Ávila haben in Talavera de la Reina Zuflucht gefunden, etwa 1.300 von ihnen sind in den Messehallen der Stadt untergebracht. Sie sind seit Samstag dort. Talaveras Bürgermeister José Julián Gregorio lobte die Solidarität der Stadt. Ein Evakuierter, David aus Santa María del Tiétar, beschrieb die Lage als „verheerend“, äußerte aber Hoffnung.
Offizielle Reaktionen
Sabrido betonte, dass die Entscheidung zur Rückkehr ausschließlich auf Sicherheitsbewertungen der UME und der Einsatzleitung beruhe.
An erster Stelle steht die Sicherheit der Menschen, und wir wollen dort kein Risiko eingehen.
Der Präsident Kastilien-La Manchas, Emiliano García-Page, der den vorgeschobenen Einsatzleitposten in La Iglesuela besuchte, stellte fest, dass zwar viel Land verbrannt sei, „Menschenleben und der Großteil der Bevölkerung jedoch sehr gut geschützt werden“. Er deutete an, dass in den kommenden Stunden weitere Familien zurückkehren könnten, wenn die Bedingungen es zuließen.
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Nächste Schritte
Feuerwehrleute arbeiten daran, den Perimeter zu sichern, bevor am Mittwoch eine neue Hitzewelle eintrifft, die die Flammen neu entfachen könnte. Die UME hat den Sektor Almorox aufgrund einer erwarteten Winddrehung verstärkt. Sabrido rief die evakuierten Bewohner zur Geduld und zum Vertrauen in die Fachleute auf.


