Wohnen · Brüssel, Barcelona und Madrid

Europäische Kommission stellt bezahlbares Wohnungsbaugesetz mit Regeln für Touristenvermietungen vor

Die Europäische Kommission hat am 9. September 2026 das bezahlbare Wohnungsbaugesetz vorgelegt, das Städten rechtlichen Schutz bietet, um Ferienvermietungen und Zweitwohnungen in teuren Gebieten einzuschränken.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von eldiario.es, LaVanguardia, europa press und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Brüssel, Barcelona, Madrid, Santa Cruz de Tenerife · Belgien, Spanien

Europäische Kommission stellt Wohnungspaket vor

Am 9. September 2026 stellten die Exekutiv-Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Teresa Ribera, und der Wohnungskommissar Dan Jørgensen das bezahlbare Wohnungsbaugesetz vor. Der Gesetzesvorschlag schafft einen verbindlichen Rechtsrahmen, der lokale Behörden schützen soll, wenn sie Beschränkungen für kurzfristige Touristenvermietungen und den Kauf von Zweitwohnungen in stark belasteten Wohngebieten einführen. Neben der verbindlichen Verordnung veröffentlichte die Kommission unverbindliche Empfehlungen, die die Mitgliedstaaten auffordern, Steuern auf leerstehende Immobilien zu erheben, die Umwandlung von Gewerbebüros in Wohnraum zu erleichtern und eine Bearbeitungsfrist von 60 Tagen für einfache Baugenehmigungen festzulegen.

Ribera stellte das Paket während einer Ausschusssitzung im Europäischen Parlament vor und erläuterte die Begründung für staatliche Eingriffe in private Märkte.

„Wenn der Markt etwas so Grundlegendes wie ein bezahlbares Zuhause nicht bereitstellt, haben die öffentlichen Behörden die Verantwortung zu handeln.“

Teresa Ribera, Exekutiv-Vizepräsidentin

Schwellenwerte für belastete Zonen und lokale Auswirkungen

Nach dem Kommissionsvorschlag gilt ein Gebiet als belastete Wohnungszone, wenn der durchschnittliche Kaufpreis eines Hauses mindestens acht Jahren des lokalen Durchschnittseinkommens entspricht, sofern sich dieses Verhältnis im vorangegangenen Jahrzehnt verschlechtert hat. Gebiete, in denen der Kauf eines Hauses zehn oder mehr Jahre des Durchschnittseinkommens erfordert, qualifizieren sich automatisch, unabhängig von früheren Trends. Daten von Notariats- und nationalen Statistikämtern zeigen, dass 26 der 30 bevölkerungsreichsten Gemeinden der Kanarischen Inseln diese Kriterien auf der Grundlage der Zahlen von 2023 erfüllen.

Erforderliche Jahre des Durchschnittseinkommens für den Hauskauf auf den Kanarischen InselnJahre
Adeje
24.57 Jahre
Guía de Isora
24.32 Jahre
San Miguel de Abona
18.02 Jahre
Mogán
17.28 Jahre
Tías
17.27 Jahre
La Laguna
12.55 Jahre
Santa Cruz de Tenerife
12.32 Jahre
Las Palmas de Gran Canaria
10.75 Jahre
Telde
10.46 Jahre
Ingenio
7.29 Jahre

Daten aus dem Artikeltext

In der südlichen Gemeinde Adeje auf Teneriffa waren für den Kauf eines Hauses im Jahr 2023 24,57 Jahre des Durchschnittsgehalts erforderlich, während Guía de Isora 24,32 Jahre benötigte. Auch große urbane Zentren überschreiten die automatische Qualifikationsmarke, mit Santa Cruz de Tenerife bei 12,32 Jahren und Las Palmas de Gran Canaria bei 10,75 Jahren. Gemeinden wie Ingenio liegen mit 7,29 Jahren unter dem Schwellenwert, während Arucas, Agüimes und Arrecife ausgeschlossen wurden, weil die lokalen Einkommen zwischen 2015 und 2023 schneller wuchsen als die Immobilienpreise.

Politische Reaktionen und lokale Umsetzungsstreitigkeiten

In Spanien erklärte Wohnungsbauministerin Isabel Rodríguez, dass der europäische Vorschlag mit den nationalen politischen Prioritäten übereinstimme. Barcelonas Bürgermeister Jaume Collboni begrüßte den Entwurf als Unterstützung für seinen kommunalen Plan, bis 2028 10.000 Touristenwohnungslizenzen zu streichen, und argumentierte, dass die öffentlichen Behörden Instrumente benötigen, um zu verhindern, dass Wohnraum ausschließlich als Finanzanlage fungiert. Auch die Stadträtin von Barcelona, Gemma Tarafa von Barcelona en Comú, befürwortete Markteingriffe und forderte sofortige Beschränkungen für saisonale Vermietungen, spekulative Käufe und Coliving-Einheiten.

Der kommunale Oppositionsführer Daniel Sirera von der Partido Popular argumentierte jedoch, dass der europäische Text keine pauschalen Verbote befürworte. Sirera erklärte, Brüssel erlaube Beschränkungen nur, wenn sie mit Verhältnismäßigkeitsprüfungen, gebietsspezifischen Begründungen und einer Höchstdauer von fünf Jahren einhergehen, was Collbonis Ziel für 2028 in Frage stelle.

Widerstand der Branche und gesetzgeberische Hürden

Verbände von Immobilienentwicklern und Vermietern äußerten sich ablehnend gegenüber der regulatorischen Spaltung im Entwurf. Der Verband der Bauherren und Bauunternehmer Spaniens (APCEspaña) argumentierte durch seinen Präsidenten Xavier Vilajoana, dass verbindliche Beschränkungen den Bau bestrafen würden, während wichtige angebotsseitige Anreize unverbindliche Empfehlungen blieben. Der Vermieterverband ASVAL stellte fest, dass der EU-Text strenge Beweisanforderungen festlegt, die lokale Regierungen dazu zwingen, objektiv Marktbelastungen und einen Kausalzusammenhang nachzuweisen, bevor sie Aktivitäten begrenzen.

Der Europaabgeordnete Borja Giménez Larraz von der Europäischen Volkspartei bezeichnete die gesetzgeberischen Beschränkungen als Eingriff in den EU-Binnenmarkt und den freien Wettbewerb. Der Vorschlag geht nun in die Verhandlungen zwischen dem Europäischen Parlament und dem Rat der Europäischen Union.

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