Konflikte · Brüssel, Kiew und Ottawa

EU überweist 3,3 Milliarden Euro an die Ukraine für Raketen und Drohnen, während Kanada über Kreditbeitritt verhandelt

Die Europäische Kommission hat am 18. September 2026 eine Tranche von 3,3 Milliarden Euro an Kiew überwiesen, im Rahmen ihres 90-Milliarden-Euro-Unterstützungspakets, das die Beschaffung von Drohnen und Raketen finanziert, während Kanada Gespräche über einen Beitritt zur Kreditfazilität führt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von G4Media.ro, Mediafax.ro, N-tv und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Brüssel, Kiew, Ottawa · Belgien, Ukraine, Kanada
Wie es dazu kam
  1. 11.09.Europäische Kommission bewilligt 6,1 Milliarden Euro für Luftverteidigung
  2. 17.09.Ursula von der Leyen kündigt Verteidigungstranche von 3,3 Milliarden Euro an
  3. 18.09.Ukraine erhält 3,3 Milliarden Euro für Raketen und Drohnen

Tranchenauszahlung und Kreditstruktur

Die Europäische Kommission hat am 18. September 2026 3,3 Milliarden Euro an die Ukraine ausgezahlt, um die Beschaffung von Drohnen, Raketen und Munition zu finanzieren. Die Überweisung ist die vierte Zahlung im Rahmen der Verteidigungskomponente des 90-Milliarden-Euro-Ukraine-Unterstützungskredits, der für den Zeitraum 2026–2027 vereinbart wurde. Mit dieser Tranche haben die gesamten EU-Auszahlungen an Kiew im Jahr 2026 fast 15 Milliarden Euro erreicht, verteilt auf Verteidigung und breitere Haushaltsunterstützung. Das gesamte Kreditpaket sieht 60 Milliarden Euro für militärische Bedürfnisse und 30 Milliarden Euro für Haushaltshilfe vor. Der ukrainische Ministerpräsident Sergii Koretskyi bestätigte den Eingang der Gelder auf Telegram und dankte den europäischen Partnern für die anhaltende Unterstützung.

„Wir haben eine weitere Tranche von 3,3 Milliarden Euro von der EU erhalten. Die Mittel werden für prioritäre Verteidigungsbedürfnisse verwendet, insbesondere für den Kauf von Raketen und Drohnen.“

Sergii Koretskyi, Ministerpräsident

Gemeinsame Luftverteidigung und das Freyja-System

Die jüngste Überweisung folgt auf eine Entscheidung vom 11. September 2026, als die Europäische Kommission 6,1 Milliarden Euro für die ukrainische Luft- und Raketenabwehr bewilligte, darunter PAC-3-Abfangjäger für Patriot-Systeme. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen stellte fest, dass die EU bereit ist, verbleibende Mittel aus dem Instrument „Security Action for Europe“ (SAFE) für gemeinsame Verteidigungsinitiativen einzusetzen. Diese Projekte konzentrieren sich auf die Entwicklung einer Luft- und Raketenabwehrarchitektur rund um das antiballistische System Freyja. Freyja integriert die ukrainische Abfangrakete Fire Point FP-7.X mit TRML-4D-Radarsystemen des deutschen Herstellers Hensoldt aus einem Vertrag vom Juni 2026 und verfolgt mehr als 1.500 Luftziele in Entfernungen von bis zu 250 Kilometern.

Kanada-Gespräche und Kreditfinanzierung

Beamte der Europäischen Kommission bestätigten, dass Kanada formelles Interesse an einem Beitritt zum 90-Milliarden-Euro-Kreditmechanismus bekundet hat. Technische Verhandlungen zwischen Brüssel und Ottawa laufen. Eine Teilnahme würde es der Ukraine ermöglichen, Rüstungsgüter direkt von kanadischen Verteidigungsherstellern zu beschaffen, ohne die üblichen „Made in Europe“-Beschaffungsregeln einhalten zu müssen. Im Gegenzug würde Kanada zu den jährlichen Zinskosten des Kredits von etwa 3 Milliarden Euro beitragen. Diese Zinsaufwendungen werden derzeit proportional von 24 EU-Mitgliedstaaten getragen, nachdem Ungarn, die Slowakei und Tschechien Ausnahmeregelungen von der Teilnahme erhalten haben. Kommissionssprecher wiesen darauf hin, dass eine breitere internationale Beteiligung, einschließlich einer möglichen Teilnahme des Vereinigten Königreichs, die Verfügbarkeit von Ausrüstung für die ukrainischen Streitkräfte verbessert.

Abfangjägerknappheit vor dem Winter

Der europäische Verteidigungskommissar Andrius Kubilius erklärte, die EU arbeite daran, die Lieferungen von Abfangraketen vor dem Winter zu beschleunigen, einschließlich Vereinbarungen, bei denen Partnerstaaten Raketen aus vorhandenen Beständen gegen spätere Ersatzlieferungen bereitstellen. Der Vorstoß erfolgt nach schwerwiegenden Engpässen bei der Luftverteidigung in Kiew. Die ukrainischen Behörden berichteten, dass die Luftabwehr am 5. August 2026 28 russische ballistische Raketen nicht abfangen konnte, da die Bestände an Patriot-PAC-2- und PAC-3-Abfangjägern erschöpft waren. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte am 13. August 2026, die Ukraine habe 2,5-mal weniger Abfangjäger als 2025, während die monatliche russische Produktion ballistischer Raketen sich verdoppelt habe. Die Ukraine erwartet 264 PAC-2- und PAC-3-Abfangjäger im Jahr 2026, verglichen mit 364 im Jahr 2025 und 675 im Jahr 2023.

Lieferungen von Patriot-PAC-2- und PAC-3-Abfangjägern an die Ukraine nach JahrenRaketen
2023
675 Raketen
2025
364 Raketen
2026 (geplant)
264 Raketen

Daten aus dem Artikeltext

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen