Diplomatie · Brüssel, Kyjiw und Chișinău
EU nimmt Beitrittsgespräche mit Ukraine und Moldau am Montag wieder auf, nachdem Ungarn sein Veto aufgehoben hat
Die Europäische Union wird am Montag die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau formell wieder aufnehmen, beginnend mit dem ersten von sechs „Clustern“ zu den Grundwerten, nachdem Budapest sein Veto nach der Wahl des Oppositionsführers Péter Magyar fallen ließ.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Ouest France, France 24, Mediapart und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Mitgliedstaaten einigten sich darauf, die Verhandlungen über den ersten von sechs Clustern zu den Grundwerten mit der Ukraine und Moldau am 15. Juni zu beginnen.
Die Wahl des Oppositionsführers Péter Magyar im April veranlasste Budapest, sein langjähriges Veto fallen zu lassen und die Gespräche zu entblocken.
Der ukrainische Präsident bezeichnete die Eröffnung des ersten Clusters als bedeutende politische und moralische Rückendeckung.
Selenskyj unterzeichnete ein Gesetz, das den Schutz des Russischen aufhebt, mit Verweis auf die Notwendigkeit, den ukrainischen Sprachraum zu verteidigen und EU-Verpflichtungen zu erfüllen.
Selbst nach erfolgreichen Verhandlungen erfordert die Mitgliedschaft die einstimmige EU-Zustimmung und die Ratifizierung durch jeden Mitgliedstaat.
- 3.06.EU-Botschafter geben vorläufiges grünes Licht für ersten Cluster
- 12.06.Rat und Kommission kündigen Eröffnung des ersten Clusters an
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Der Neustart
Am Freitag, den 12. Juni, einigten sich die EU-Mitgliedstaaten darauf, den ersten Verhandlungskomplex mit der Ukraine und Moldau am Montag, den 15. Juni, zu eröffnen. Die Ankündigung erfolgte gemeinsam durch den Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa, und die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen.
„Alle Mitgliedstaaten haben zugestimmt, den ersten 'Cluster' der Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau zu eröffnen. Dies ist eine Anerkennung der Entschlossenheit, des Mutes und der harten Arbeit, die beide Länder bei der Umsetzung von Reformen trotz immenser Herausforderungen gezeigt haben.“
Der erste Cluster betrifft die Grundwerte und Prinzipien, die beide Länder respektieren müssen, um der EU beizutreten. Insgesamt müssen sechs Cluster mit Dutzenden von Kapiteln verhandelt werden, damit Brüssel überprüfen kann, ob die Kandidaten den gesamten EU-Besitzstand übernommen haben, von Umwelt über Landwirtschaft bis zum Binnenmarkt.
Aufhebung des ungarischen Vetos
Der Prozess war monatelang durch ein ungarisches Veto blockiert. Die Regierung von Viktor Orbán lehnte den Beitritt der Ukraine ab und hatte die Gespräche gestoppt, die 2024, kurz nach der groß angelegten Invasion Russlands, offiziell begannen. Die Blockade löste sich nach der Wahl von Orbáns Hauptgegner Péter Magyar im April, was Budapest dazu veranlasste, sein Veto aufzuheben.
Obwohl Moldau nicht direkt vom ungarischen Veto betroffen war, waren seine Beitrittsgespräche mit denen der Ukraine gebündelt, sodass auch für Chișinău der Fortschritt eingefroren war. Die Wiederaufnahme eröffnet nun den Weg für beide Länder.
Reaktionen aus Kyjiw und Chișinău
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj begrüßte den Schritt als bedeutende politische und moralische Unterstützung für sein Land.
„Wie wir gesagt haben, tut die Ukraine das Notwendige, und es ist wichtig, dass die EU ebenfalls ihr Wort hält. Die Eröffnung des ersten Clusters stellt eine bedeutende politische und moralische Unterstützung für unseren Staat und unser Volk dar.“
Die moldauische Präsidentin Maia Sandu erklärte, Moldau sei bereit, alle Verhandlungskapitel zu eröffnen, und werde die Reformen weiter umsetzen.
Sprachengesetz in der Ukraine
In einem separaten, aber damit zusammenhängenden Schritt unterzeichnete Präsident Selenskyj am Freitag ein Gesetz, das den Status des Russischen als geschützte Sprache in der Ukraine aufhebt. Parlamentssprecher Ruslan Stefantschuk sagte, das Gesetz schütze den ukrainischen Sprachraum und erfülle europäische Verpflichtungen.
„Die Sprache eines Aggressorstaates kann nicht von Schutzinstrumenten profitieren, die dazu dienen, die Sprachen indigener Völker und nationaler Gemeinschaften zu unterstützen.“
Russisch bleibt legal, aber der Staat ist nicht mehr verpflichtet, öffentliche Dienstleistungen auf Russisch anzubieten und kann den Unterricht in dieser Sprache einschränken. Vor dem Krieg hatte fast ein Drittel der ukrainischen Bevölkerung Russisch als Muttersprache.
Ein langer Weg
Selbst wenn die Verhandlungen erfolgreich sind, bleibt der Beitritt der Ukraine Jahre entfernt. Er erfordert die einstimmige Zustimmung aller 27 Mitgliedstaaten und die anschließende Ratifizierung durch jedes nationale Parlament oder Referendum. Die Wiederaufnahme der Gespräche ist daher ein wichtiger Schritt, aber der Weg zur Mitgliedschaft bleibt anspruchsvoll und an die Fortsetzung der Reformen geknüpft.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Ouest FranceGuerre en Ukraine : l'UE relance les négociations d'adhésion, Zelensky salue un soutien clé... Le point sur la nuit
- France 24L'Union européenne annonce la reprise, lundi, les négociations d'adhésion avec l'Ukraine
- MediapartL'UE relancera lundi les négociations d'adhésion avec l'Ukraine
- 20minutesL'UE va reprendre lundi les négociations sur l'adhésion de l'Ukraine
- Volodymyr Zelensky
- Präsident der Ukraine, begrüßte die Wiederaufnahme der EU-Beitrittsgespräche und unterzeichnete das Gesetz zur Aufhebung des Schutzstatus des Russischen.
- António Costa
- Präsident des Europäischen Rates, kündigte gemeinsam die Eröffnung des ersten Clusters der Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau an.
- Ursula von der Leyen
- Präsidentin der Europäischen Kommission, kündigte gemeinsam die Wiederaufnahme der Gespräche an und bezeichnete die Erweiterung als strategische Wahl.
- Maia Sandu
- Präsidentin Moldaus, erklärte, das Land sei bereit, alle Verhandlungskapitel zu eröffnen.
- Viktor Orbán
- Ministerpräsident Ungarns, dessen Regierung zuvor die Beitrittsverhandlungen der Ukraine blockiert hatte.
- Péter Magyar
- Oppositionsführer in Ungarn, im April gewählt, dessen Sieg zur Aufhebung des ungarischen Vetos führte.
- Ruslan Stefanchuk
- Sprecher des ukrainischen Parlaments, äußerte sich zur Unterzeichnung des Gesetzes zur Aufhebung des Schutzstatus des Russischen.
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