
EU legt Plan zur Eindämmung der Ärmelkanal-Überfahrten vor und unterstützt Rückführungszentren außerhalb ihrer Grenzen
Die Europäische Kommission hat am Dienstag einen Plan zur Bekämpfung illegaler Überfahrten über den Ärmelkanal vorgestellt, begleitet von einer ministeriellen Einigung, die EU-Mittel für Migranten-Rückführungszentren außerhalb ihres Hoheitsgebiets vorsehen könnte.
Plan zur Eindämmung der Ärmelkanal-Überfahrten
Die Europäische Kommission hat einen Plan vorgestellt, um den Kampf gegen die illegale Migration über den Ärmelkanal zu verstärken. Zu den Maßnahmen gehören eine bessere Identifizierung von Schleusernetzwerken, der Einsatz von Frontex-Personal und -Ausrüstung sowie die Unterstützung des Anti-Menschenhandelszentrums von Europol.
Die Exekutive beabsichtigt, eine „Migrationsdiplomatie“ mit Herkunfts- und Transitländern zu betreiben.
Der Plan wird auch von EU-Staaten und dem Vereinigten Königreich entwickelte Aufklärungskampagnen unterstützen, die sich an Migranten richten.
Einigung über Rückführungszentren
Separat dazu haben die EU-Innenminister einen Text gebilligt, der die Verwendung von EU-Mitteln für Migranten-Rückführungszentren außerhalb der Unionsgrenzen erlaubt. Dieser Schritt markiert eine weitere Verschärfung der Migrationspolitik des Blocks, auch wenn Details zum Standort und Betrieb der Zentren weiterhin unbestimmt bleiben.
Migrationsdruck
Die Behörden verzeichneten im vergangenen Jahr fast 64.000 versuchte Ärmelkanal-Überfahrten, ein leichter Rückgang gegenüber den Zahlen von 2024. Die Überfahrten mit kleinen Booten bleiben ein sensibles bilaterales Thema zwischen Frankreich und dem Vereinigten Königreich, und die neuen EU-Maßnahmen sollen eine zusätzliche Kontrollebene schaffen.


