Gesundheit & Bildung · Rom, Bukarest und Luxemburg

Kinderimpfquoten sinken in 16 EU-Ländern nach jahrzehntelangen Fortschritten

Eine 44-Jahres-Studie in 27 EU-Staaten zeigt, dass die Impfquoten bei Kindern seit 2019 in 16 Mitgliedsstaaten sinken, trotz langfristiger globaler Erfolge.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von El Confidencial, Der Tagesspiegel, Le Monde.fr und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Rom, Bukarest, Lissabon · Italien, Rumänien, Luxemburg

Langfristige Erfolge stehen jüngsten Rückgängen gegenüber

Eine in The Lancet Regional Health-Europe veröffentlichte Studie untersucht die Kinderimpfquoten in allen 27 EU-Mitgliedsstaaten zwischen 1980 und 2024. Unter der Leitung von Luigi Russo und Leonardo Villani von der Università Cattolica del Sacro Cuore in Rom wertete das Forschungsteam Daten der Weltgesundheitsorganisation und von UNICEF zu sieben Routineimpfstoffen für Kinder aus. Während die Impfabdeckung über vier Jahrzehnte hinweg erheblich zunahm, dokumentieren die Ergebnisse einen Wendepunkt zwischen 2019 und 2022, an dem die Raten in den meisten Mitgliedsstaaten stagnierten oder fielen. Die Forscher wiesen darauf hin, dass routinemäßige Kinderimpfungen in den letzten 50 Jahren weltweit mehr als 154 Millionen Todesfälle verhindert haben, was die aktuellen Abwärtstrends zu einem Problem der öffentlichen Gesundheit macht. Der Hauptautor Luigi Russo beschrieb den Wandel in schriftlichen Kommentaren im Namen des Teams.

„Die Kernbotschaft ist nicht, dass die Kinderimpfung in Europa plötzlich zusammengebrochen ist, sondern dass sich der Trend in vielen Ländern geändert hat. Wir beobachten aktuelle Warnsignale, die sich über jahrzehntelange Erfolge im öffentlichen Gesundheitswesen legen. Es ist wichtig, dass eine hohe Abdeckung nicht zu Selbstzufriedenheit führt.“

Luigi Russo, Leitender Studienautor und Forscher an

Große Unterschiede bei der Impfabdeckung zwischen den Mitgliedsstaaten

Die Analyse identifizierte rückläufige Trends bei der Abdeckung in 16 der 27 EU-Mitgliedsstaaten für mindestens vier der sieben untersuchten Impfstoffe. Sechs Länder verzeichneten Rückgänge bei allen sieben erfassten Impfungen: Bulgarien, Zypern, Irland, die Niederlande, Rumänien und Schweden. Fünf weitere Länder verzeichneten Rückgänge bei sechs Impfstoffen, darunter Kroatien, die Tschechische Republik, Estland, Litauen und die Slowakei. Auch die absoluten Impfraten gingen bis 2024 zwischen den Ländern stark auseinander. Luxemburg und Portugal hielten bei allen sieben Impfstoffen eine Abdeckung von mindestens 95 % aufrecht, während Rumänien unter 80 % lag.

EU-Länder mit Rückgängen nach Anzahl der KinderimpfstoffeLänder
Alle 7 Impfstoffe rückläufig
6 Länder
6 Impfstoffe rückläufig
5 Länder
Mindestens 4 Impfstoffe rückläufig
16 Länder

Daten aus dem Artikeltext

Schwachstellen bei spezifischen Kinderimpfstoffen

Die stärksten jüngsten Rückgänge zeigten sich bei Impfungen gegen Polio und Haemophilus influenzae Typ b, mit sinkenden Raten in 20 Mitgliedsstaaten. Die Hepatitis-B-Impfquote sank in 18 Ländern, während die Raten für die dritte Dosis von Diphtherie, Tetanus und Pertussis in 17 Nationen zurückgingen. Im Vergleich dazu entwickelten sich die Erstimpfungen gegen Masern und Röteln auf dem Kontinent relativ günstiger. Die nationalen Trends zeigten unterschiedliche Muster unter den westeuropäischen Ländern. Deutschland und Spanien verzeichneten Rückgänge bei fünf von sieben Impfstoffen, wobei Deutschland nur bei Hepatitis B und der ersten Masernimpfung leichte Aufwärtstrends beibehielt. Frankreich und Italien verzeichneten bei vier Impfstoffen Zunahmen und bei dreien Rückgänge.

EU-Länder mit jüngsten Impfabdeckungsrückgängen nach ImpfstoffLänder
Polio
20 Länder
Haemophilus influenzae Typ b
20 Länder
Hepatitis B
18 Länder
DTP
17 Länder

Daten aus dem Artikeltext

Pandemiebedingte Störungen und internationale Parallelen

Die Abwärtstrends begannen überwiegend zwischen 2019 und 2022, zeitgleich mit der COVID-19-Pandemie und den damit verbundenen Belastungen für die Gesundheitssysteme. Die Studie stellt fest, dass Störungen der routinemäßigen pädiatrischen Versorgung zusammen mit zunehmender Impfskepsis und Fehlinformationen zu den beobachteten Rückgängen beigetragen haben. Ähnliche Muster zeigten sich in den Vereinigten Staaten, wo Daten der Centers for Disease Control and Prevention zeigten, dass die Impfquote für Vorschulkinder von 95 % im Schuljahr 2019–2020 auf 93 % bis 2022 fiel. Die Impfquoten in den USA lagen zwischen 92,7 % für Diphtherie, Tetanus und Pertussis und 93,1 % für Polio. Europäische Forscher warnten, dass anhaltende Rückgänge der Impfabdeckung das Wiederaufflammen vermeidbarer Infektionskrankheiten in der Region riskieren.

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