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Sicherheit·vor 2 Std.

13-Jähriger in Volos um 370.000 Euro erpresst – 34-jähriger Tatverdächtiger festgenommen

Ein 13-jähriger Junge in Volos wurde über sechs Wochen hinweg von einem 34-jährigen Mann und vier Minderjährigen um 370.000 Euro erpresst. Die Täter drohten, ihn und seine Familie mit einem Feuerwerks-Vorfall in Verbindung zu bringen, wie die Polizei mitteilte.

Wie die Erpressung begann

Der 13-Jährige, Sohn eines örtlichen Geschäftsmanns mit Tankstellen und einem Transportunternehmen, hatte Mitte April Feuerwerk für den Geburtstag seiner Schwester besorgt. Ein 15-jähriger Mitschüler bat um etwas davon und behauptete dann, er habe es einem 34-Jährigen gegeben, der angeblich wegen des Besitzes festgenommen worden sei. Der Mitschüler und der 34-Jährige sagten dem Jungen, dass die Polizei ihn und seine Eltern verhaften würde, wenn er kein Geld für einen Anwalt zahle.

Mitte Mai bat mein Mann um das Geld, um es einzuzahlen. Ich zählte es und es fehlten 70.000 Euro. Ich fragte ihn, ob er es genommen habe, und er sagte nein. Am Mittwoch fragte er erneut nach dem Geld, und da war kein einziger Euro mehr da.

Mutter des 13-Jährigen

Sechs Wochen der Übergaben

Die Erpressung dauerte vom 2. Mai bis zum 14. Juni 2026. Die Forderungen begannen bei 500 und 1.000 Euro und stiegen dann auf 5.000 Euro und mehr. Der Junge nahm fast täglich Bargeld aus seinem Zuhause und übergab es in einem Park in Nea Ionia. Er überwies zunächst 70.000 Euro und etwa zwei Wochen später weitere 300.000 Euro.

Schlüsselereignisse im Erpressungsfall Volos
  1. Junge kauft Feuerwerk für den Geburtstag seiner Schwester.
  2. Mitschüler nimmt Feuerwerk, behauptet, es sei nun bei einem 34-Jährigen, der festgenommen wurde; Drohungen beginnen.
  3. Junge beginnt, Bargeld von zu Hause zu nehmen und tätigt erste Übergaben.
  4. Mutter bemerkt, dass 70.000 Euro fehlen.
  5. Letzte Übergabe; Gesamtsumme 370.000 Euro (erste Tranche 70.000 Euro, dann 300.000 Euro).
  6. Eltern entdecken Totalverlust, Junge gesteht, Polizei wird benachrichtigt.
  7. 34-Jähriger zu Hause festgenommen; Geld nicht gefunden.
  8. Gericht verweist Fall an Schwurgericht; Tatverdächtiger unter Auflagen freigelassen.

Entdeckung und Ermittlungen

Am 17. Juni stellten die Eltern fest, dass das gesamte Geld verschwunden war. Der Junge gestand und nannte die Namen derer, die er bezahlt hatte. Die Familie, bei der im Vorjahr bereits ein Einbruch (60.000 Euro aus einem Safe zu Hause) stattgefunden hatte, befürchtete zunächst einen weiteren Diebstahl. Sie wandten sich an die Sicherheitspolizei von Volos, die Ermittlungen einleitete.

Ich führe seit 25 Jahren Unternehmen, die mit Bargeld arbeiten. Das Geld wird in bar eingenommen und dann nach Vereinbarung bei der Bank eingezahlt. Das ist absolut gerechtfertigt.

Vater des 13-Jährigen

Festnahme und Anschaffungen

Der 34-Jährige, arbeitslos und aus Xirokambos stammend, wurde in den frühen Morgenstunden des 18. Juni in seiner Wohnung festgenommen. Er hatte vier Motorräder und einen gebrauchten BMW gekauft, was der Polizei half, ihn zu identifizieren. In seiner Wohnung wurde kein Geld gefunden. Zwei Minderjährige im Alter von 17 und 15 Jahren wurden ebenfalls identifiziert; zwei weitere werden noch gesucht.

Ich akzeptiere keine Anklage gegen mich. Das ist alles gelogen. Ich habe sofort Klage eingereicht, als ich das alles erfuhr.

Der 34-jährige Tatverdächtige

Gerichtsverfahren

Am 19. Juni wurde dem Tatverdächtigen die Bildung einer kriminellen Vereinigung und Erpressung vorgeworfen. Nachdem die Mutter ausgesagt und psychischen Druck sowie Drohungen beschrieben hatte, erklärte sich das Amtsgericht für unzuständig und verwies den Fall an das Dreier-Schwurgericht Larisa. Der 34-Jährige wurde unter Auflagen bis zum Prozess aus der Haft entlassen.

Wenn es Schwarzgeld gewesen wäre, hätte ich es nicht gemeldet. Was jetzt zählt, ist der Schutz meines minderjährigen Kindes und meiner Familie vor der kriminellen Organisation.

Vater des 13-Jährigen
Volos

7 Quellen

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