
Französische Polizei nimmt zwei Männer fest, nachdem TikTok-Influencerin Sonia Bellina tot in einem Weinberg im Gard gefunden wurde
DNA-Tests bestätigten, dass ein in einem Weinberg in Saint-Gilles gefundener verbrannte Leichnam der 29-jährigen Sonia Bellina gehört, was die Staatsanwaltschaft in Nîmes veranlasste, ein Mordverfahren einzuleiten und zwei Verdächtige festzunehmen.
Identifizierung und forensische Erkenntnisse
Die Justizbehörden Südfrankreichs bestätigten am 19. August 2026, dass die in einem Weinberg entdeckten menschlichen Überreste der 29-jährigen Social-Media-Inhalteerstellern Sonia Bellina gehören. Ein Landarbeiter entdeckte den nackten, teilweise verbrannten Leichnam am 12. August zwischen Weinreben in Saint-Gilles, einer Gemeinde etwa 20 Kilometer südlich von Nîmes im Département Gard. Die Staatsanwältin von Nîmes, Cécile Gensac, erklärte, dass die formelle Identifizierung neun Tage forensischer Untersuchungen und DNA-Analysen erforderte, nachdem erste Einschätzungen nur bestätigt hatten, dass es sich bei dem Opfer um eine junge Frau handelte. Nach dem eindeutigen genetischen Abgleich leiteten die Staatsanwälte ein formelles Strafverfahren wegen Mordes ein.
Verschwinden und Untersuchungshaft der Verdächtigen
Die Ermittler rekonstruierten Bellinas Bewegungen in den Tagen vor ihrem Tod, nachdem Angehörige sie als vermisst gemeldet hatten. Das Opfer, das seine Zeit zwischen Paris und Nîmes aufteilte, verließ gegen 01:00 Uhr in der Nacht vom 11. auf den 12. August das Haus seiner Mutter, um einen Bekannten zu treffen. Angehörige verfolgten ihre Position über geteilte Mobiltelefon-Standortdaten, bevor der Kontakt abbrach, als sie nicht nach Hause zurückkehrte. Ermittler der Gendarmerie prüften Überwachungskameraaufnahmen und analysierten Daten zu einem verdächtigen Fahrzeug, das in der Nähe gemeldet worden war. Am 19. August nahmen die Behörden zwei Männer fest und setzten sie in Polizeigewahrsam. Gensac bestätigte, dass die Ermittler Beweise gesammelt hätten, die auf ihre direkte oder indirekte Beteiligung an dem Vorfall hindeuten, ihre Identität und Motive jedoch noch untersucht würden.
- Bellina verlässt gegen 01:00 Uhr das Haus ihrer Familie, um einen Bekannten zu treffen, und kehrt nicht zurück.
- Ein Landarbeiter findet einen nackten, verbrannten Leichnam in einem Weinberg in Saint-Gilles.
- DNA-Tests bestätigen, dass der Leichnam Sonia Bellina gehört, und die Polizei nimmt zwei Verdächtige fest.
Social-Media-Reichweite und Online-Belästigung
Bellina hatte sich ein beträchtliches Publikum auf mehreren Plattformen aufgebaut: 260.000 Follower auf ihrem primären TikTok-Konto, 120.000 Follower auf einem sekundären TikTok-Profil und 13.000 Follower auf Instagram. Ihre Schwester Mia erklärte, dass die Familie sich aktiv auf ihren 30. Geburtstag am 30. September vorbereitet habe. In den Tagen nach der Entdeckung der Leiche sah sich die Familie in sozialen Netzwerken mit Online-Belästigungen konfrontiert, bei denen anonyme Nutzer abfällige Bemerkungen posteten, die darauf hindeuteten, dass das Opfer die Verantwortung für das Verbrechen trage. In einem Interview mit der Regionalzeitung Midi Libre sprach sich ihre Schwester gegen die beleidigenden Kommentare aus und erklärte, Bellina habe sich zu einem routinemäßigen Treffen aufgemacht und sei nie zurückgekehrt.
- Primäres TikTok-Konto
- 260000 Follower
- Sekundäres TikTok-Profil
- 120000 Follower
- Instagram-Konto
- 13000 Follower
Rechtliche Reaktion und nationale Statistiken
Der Familienanwalt Mourad Battikh verurteilte die Online-Reaktionen auf die Social-Media-Inhalte des Opfers und sagte dem Sender RTL, die Tötung stelle einen außergewöhnlich grausamen Mord dar, bei dem das Opfer auf einem offenen Feld zurückgelassen worden sei. Battikh warnte, dass die Rechtsvertretung Online-Plattformen überprüfen und alle beleidigenden oder rechtswidrigen Kommentare den Justizbehörden zur Strafverfolgung melden werde.
Die Familie durchlebt eine äußerst gewalttätige Tortur. Sie bittet um Respekt für ihre Privatsphäre und ihre Trauer und wird keine weiteren Erklärungen abgeben.
Forensische Spezialisten untersuchen weiterhin die aus dem Weinberg von Saint-Gilles geborgenen physischen Beweise, während die gerichtlichen Ermittlungen fortgesetzt werden. Nach Angaben des französischen feministischen Kollektivs #NousToutes, das nationale Zahlen zu geschlechtsspezifischen Tötungen erfasst, verzeichnete Frankreich bis zum 14. Juli 2026 79 Femizide.


