
Italienische Polizei ermittelt zu Mord-Suizid in Moncalieri nachdem ältere Frau tot in Wohnung aufgefunden wurde
Italienische Carabinieri entdeckten die Leiche der 79-jährigen Rosella Bocchiardi am 8. September 2026 in Moncalieri und fanden neben einem Eisenrohr einen Geständnisbrief ihres Bruders.
Entdeckung in Moncalieri
Am Abend des Dienstag, 8. September 2026, entdeckten Rettungskräfte die Leiche von Rosella Bocchiardi in einer Wohnung im elften Stock des Gebäudes Corso Roma 24 bis in Moncalieri, einer an Turin angrenzenden Gemeinde. Feuerwehrleute der Abteilung Torino Lingotto öffneten die Tür kurz nach 22:00 Uhr gewaltsam, nachdem Notrufe von Nachbarn eingegangen waren. Der Bewohner der Nachbarwohnung hatte seit mehreren Tagen einen starken Geruch aus der angrenzenden Wohnung bemerkt und war alarmiert, nachdem er Bocchiardi tagelang oder wochenlang nicht gesehen hatte. Sanitäter des 118 Azienda Zero-Dienstes betraten die Räumlichkeiten und bestätigten, dass die Frau tot war. Die Leiche lag in fortgeschrittenem Verwesungszustand auf dem Boden, was darauf hindeutete, dass der Tod bereits mehrere Tage vor dem Eingriff eingetreten war.
Forensische Befunde und Geständnisbrief
Beamte der Carabinieri-Kompanie Moncalieri führten zusammen mit der provinzialen Ermittlungseinheit und dem wissenschaftlichen Forensikteam eine umfassende Untersuchung des Tatorts durch. Erste medizinische Untersuchungen des Opfers ergaben schwere Schädelverletzungen durch einen heftigen Aufprall. Die Ermittler fanden und beschlagnahmten ein großes Eisenrohr in der Nähe der Leiche, das als Tatverdacht gilt, die Schläge auf den Kopf ausgeführt zu haben. An einem Kleiderschrank mit Klebeband befestigt fanden die Ermittler einen handgeschriebenen Zettel des Bruders des Opfers. Die schriftliche Nachricht enthielt ein Geständnis, in dem der Bruder zugab, Bocchiardi getötet zu haben, und seine Absicht erklärte, sich das Leben zu nehmen.
- Nachbarn bemerken einen starken Geruch aus der Wohnung und alarmieren die Rettungsdienste.
- Feuerwehrleute dringen gewaltsam in die Wohnung am Corso Roma ein und finden das Opfer tot vor.
- Forensische Ermittler der Carabinieri treffen ein, um den Tatort zu untersuchen und Beweise zu sichern.
- Behörden ordnen eine Autopsie an, während Details des Geständnisbriefs des Bruders bekannt werden.
Hintergrund des Opfers und Aussagen der Nachbarn
Rosella Bocchiardi, die von mehreren Behörden als 79 Jahre alt und in lokalen Berichten als 78 Jahre alt identifiziert wurde, war taubstumm und lebte allein in dem Gebäude. Sie hatte mindestens dreißig Jahre in dem Wohnblock aus den 1970er Jahren gewohnt, wo nur ihr Nachname an der Türsprechanlage erschien. Bocchiardi war verwitwet und hatte keine Kinder, nachdem ihr Ehemann Domenico Pangallo vor mehreren Jahren gestorben war. Nachbarn versammelten sich kurz vor 23:00 Uhr unter dem rotbacksteinernen Portikus im Erdgeschoss, während Forensiker die Wohnung bearbeiteten. Anwohner erinnerten sich, dass das Paar früher einen Deutschen Schäferhund in der Nachbarschaft ausgeführt hatte, während Bocchiardi in den letzten Jahren nur selten gesehen wurde, Einkaufstüten tragend und minimalen sozialen Kontakt außer Besuchen ihres Bruders pflegend.
Ermittlungen und weitere Entwicklungen
Die Strafverfolgungsbehörden begannen zunächst mit der Durchsuchung der Umgebung nach dem Bruder, nachdem der Geständnisbrief entdeckt worden war. Spätere Berichte der lokalen Tageszeitung La Stampa besagten, dass der Bruder später tot in derselben Wohnung aufgefunden wurde, offenbar durch Erhängen, eine Entwicklung, die von den Ermittlern in den frühen Stunden der Suche zunächst nicht bekannt gegeben wurde. Die Justizbehörde ordnete eine formelle Autopsie an, um den genauen Zeitpunkt des Tötungsdelikts und die genaue Anzahl der zugefügten Schläge zu bestimmen. Forensische Experten werden auch das beschlagnahmte Eisenrohr auf Fingerabdrücke und biologische Spuren untersuchen, um die formellen Ermittlungen zu dem Mord-Suizid abzuschließen.


