
Gardaí schließen rechtsextremes Motiv bei Brandanschlag auf Moschee in Dublin aus – muslimische Führer warnen vor Hass
Rettungskräfte reagierten auf einen Brand im Al-Madinah-Gebetsraum in der Talbot Street. Die Gardaí gehen von Brandstiftung aus, erklären jedoch, sie glauben nicht an einen Zusammenhang mit rechtsextremen Kreisen. Die Vorsitzende des Irish Muslim Council bezeichnete den Vorfall als zutiefst beunruhigenden Angriff auf einen Ort der Andacht.
Was geschah
Am Montagnachmittag brach im Al-Madinah-Gebetsraum in der Talbot Street im Norden der Dubliner Innenstadt ein Feuer aus. Die Dubliner Feuerwehr erhielt kurz nach 15:40 Uhr mehrere Notrufe und entsandte vier Löschfahrzeuge mit über 20 Einsatzkräften. Drei Personen wurden aus dem Gebäude evakuiert, Verletzte wurden nicht gemeldet. Das Feuer verursachte erheblichen Schaden, bevor es unter Kontrolle gebracht werden konnte. Die Gardaí sperrten den Tatort für eine forensische Untersuchung ab und leiteten ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Brandstiftung ein.
- Feuer bricht im Al-Madinah-Gebetsraum in der Talbot Street aus
- Dubliner Feuerwehr durch mehrere Anrufe alarmiert; vier Fahrzeuge entsandt
- Vollständige Evakuierung des Gebäudes; keine Verletzten gemeldet
- Brand unter Kontrolle gebracht; Gebäude erheblich beschädigt
- Gardaí leiten Strafverfahren ein, schließen rechtsextremes Motiv aus
- Vorsitzender des Irish Muslim Council verurteilt Angriff als Gotteslästerung
Ermittlungen
Die Gardaí behandeln den Brand als Fall von Sachbeschädigung durch Feuer. Ein Sprecher erklärte, man verfolge eine konkrete Spur, sichere Videoaufnahmen, befrage Zeugen und bitte die Öffentlichkeit um Hinweise. Wichtig: Die Gardaí haben erklärt, sie glauben nicht, dass der Angriff mit rassistischen oder rechtsextremen Kreisen zusammenhängt. Die Ermittlungen laufen, das Gebäude wurde als Tatort eingestuft, bis eine technische Untersuchung die genaue Brandursache geklärt hat.
Reaktion der Gemeinschaft
Shaykh Dr. Umar Al-Qadri, Vorsitzender des Irish Muslim Council, verurteilte den Angriff scharf. In einer am Montag veröffentlichten Erklärung bezeichnete er das Feuer als „zutiefst beunruhigenden Angriff auf einen Ort der Andacht“ und als Angriff auf den Frieden, die Religionsfreiheit und die Sicherheit der Gemeinschaft. Er brachte den Vorfall auch mit dem in Zusammenhang, was er als wochenlange wiederholte Einschüchterungsversuche gegen die Moschee beschrieb, darunter das Betreten des Gebäudes, das Livestreamen von Betenden und die Verbreitung aufhetzender Narrative im Internet.
Der gemeldete Angriff, der an einem Montagnachmittag bei hellem Tageslicht verübt wurde, ist ein zutiefst beunruhigender Angriff auf einen Ort der Andacht und ein Angriff auf die grundlegenden Werte des Friedens, der Religionsfreiheit und der Sicherheit der Gemeinschaft, die Irland teuer sind.
Al-Qadri rief die Gardaí zu einer gründlichen Untersuchung auf und forderte, die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen. Er warnte davor, dass die Normalisierung von Hass und das ungehinderte Lassen von Hetze schwerwiegende Folgen haben könnten.
Weiterer Kontext
Der Irish Muslim Council hat seit langem auf einen Anstieg antimuslimischer Stimmungen und rechtsextremer Tendenzen in Irland hingewiesen. Al-Qadri erklärte, der Angriff erfolge nach Wochen wiederholter Einschüchterungen gegen die Moschee, darunter Livestreams von Betenden und die Verbreitung falscher Narrative über Muslime. Der Rat forderte die Behörden auf, Hassreden entgegenzutreten und sicherzustellen, dass Gotteshäuser für alle Gemeinschaften sicher bleiben.
Beeinträchtigungen im Stadtzentrum
Der Brand führte zu erheblichen Behinderungen im Stadtzentrum. Die Talbot Street war zwischen Marlborough Street und Gardiner Street für etwa drei Stunden gesperrt, es gab Verkehrsumleitungen und Busroutenänderungen. Die Green-Line-Luas war vorübergehend eingestellt und fuhr mit Verspätungen wieder. Der Notfalleinsatz erforderte auch ein Eingreifen der ESB Networks.


