
Explosion erschüttert KNDS-Munitionswerk bei Rom, keine Verletzten gemeldet
Eine heftige Explosion erschütterte am Donnerstag das Werk der KNDS Ammo Italy in Colleferro bei Rom, nachdem ein Feuer in der Pulverpressabteilung ausgebrochen war. Alle 24 anwesenden Arbeiter wurden als sicher gemeldet, Verletzte wurden nicht bestätigt.
Explosion im KNDS-Munitionswerk
Eine heftige Explosion erschütterte am Donnerstagnachmittag das Munitionswerk der KNDS Ammo Italy in Colleferro, südöstlich von Rom. Die Detonation folgte auf ein Feuer, das in der Pulverpressabteilung des Werks ausgebrochen war, und war kilometerweit in den umliegenden Gemeinden zu hören. Alle 24 an diesem Tag im Werk anwesenden Arbeiter wurden als sicher gemeldet, unmittelbare Verletzungen wurden nicht bestätigt. Das Werk liegt je nach Quelle etwa 40 bis 60 Kilometer von Rom entfernt.
Die Anlage, früher bekannt als Simmel Difesa und heute betrieben von KNDS Ammo Italy, einem Teil der deutsch-französischen Rüstungsgruppe KNDS, produziert Mittel- und Großkalibermunition für Land- und Seeverteidigungssysteme sowie Festtreibstoffe für Trägerraketen der Raumfahrt. Das 100 Hektar große Gelände gehört zu den Auftragnehmern der Rahmenvereinbarungen der Europäischen Verteidigungsagentur für 155-mm-Munition, die 2023 geschlossen wurden. Das Unternehmen hatte zunächst nicht auf Anfragen nach Stellungnahme reagiert.
Zeitlicher Ablauf des Vorfalls
Laut Corriere della Sera, zitiert von der BBC, fing in einer der Werkhallen eine Presse, eine Maschine zum Pressen von Pulver, Feuer. Repubblica berichtete, dass die Explosion gegen 14:45 Uhr Ortszeit erfolgte. Feuerwehr und Polizei waren bereits vor Ort, um das Feuer zu bekämpfen, als die Explosion geschah. Fernsehaufnahmen zeigten eine große schwarze Rauchwolke, die über dem Industriegelände aufstieg, während die Rettungskräfte in der Gegend arbeiteten. Nach dem Ereignis ausgestrahlte Bilder zeigten ein kleines Feuer, das plötzlich einer großen Detonation wich, gefolgt von einer dichten schwarzen Rauchsäule.
- Feuer bricht in der Pulverpressabteilung des KNDS-Werks aus
- Feuerwehr und Polizei treffen am Ort ein, während das Feuer noch brennt
- Heftige Explosion ereignet sich, kilometerweit in den umliegenden Gemeinden zu hören
- Feuer breitet sich auf nahegelegenes Waldgebiet aus; Straßen aus Sicherheitsgründen gesperrt
Notfallmaßnahmen und Schäden
Mehrere Feuerwehrteams wurden zum Ort entsandt, konnten aber zunächst aufgrund der Intensität des Feuers und des erhöhten Risikos durch das explosive Material in der Anlage nicht eingreifen. Die Feuerwehr berichtete über soziale Medien, dass sich das Feuer auf nahegelegene Waldgebiete ausgebreitet habe. Rettungskräfte hatten Schwierigkeiten, tiefer in die Fabrik einzudringen, aufgrund extremer Bedingungen und der Gefahr weiterer Explosionen. Die Ermittler erklärten, sie würden zu diesem Zeitpunkt keine weiteren Details bekannt geben. Nahegelegene Straßen wurden aus Sicherheitsgründen gesperrt.
Bürgermeister Giulio Calamita sagte, in mehreren Häusern in der Nähe des Werks seien Fenster herausgeblasen worden. Er merkte an, dass die Explosion während der Sommerferienzeit stattfand, als die Fabrik weitgehend geschlossen war, da viele italienische Unternehmen im August schließen.
Glücklicherweise ereignete sich die Explosion während einer arbeitsfreien Zeit, sonst wäre es eine Tragödie gewesen.
Offizielle Stellungnahmen
Francesco Rocca, Präsident der Region Latium, erklärte in einer Stellungnahme, dass die absolute Priorität darin bestehe, die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten und allen am Notfalleinsatz beteiligten Kräften zu ermöglichen, unter bestmöglichen Bedingungen zu arbeiten. Calamita sagte Reportern, die Lage sei unter Kontrolle und er warte auf die Bestätigung, dass niemand getötet oder verletzt worden sei. Er fügte hinzu, dass Anstrengungen unternommen würden, um die verbleibenden Brandherde zu löschen.
Zu diesem Zeitpunkt besteht die absolute Priorität darin, die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten und allen am Notfalleinsatz beteiligten Kräften zu ermöglichen, unter bestmöglichen Bedingungen zu arbeiten.
Früherer Vorfall am Standort
Im Jahr 2007 tötete eine Explosion im selben Werk in Colleferro, damals im Besitz von Simmel Difesa, einen Arbeiter und verletzte 13 weitere.


