KI-generiert·Mehr erfahren
© RTBF
Fußball·vor 3 Std.

Tuchel nennt Englands Auftritt gegen Neuseeland „Freestyle“ – Kroatien-Auftakt in 11 Tagen

Harry Kanes 79. Länderspieltor bescherte England einen 1:0-Sieg gegen Neuseeland in Tampa, doch Teamchef Thomas Tuchel kritisierte eine zerfahrene erste Halbzeit, die er als „Freestyle“ bezeichnete.

Trainingsspiel unter drückender Hitze

Englands vorletztes WM-Vorbereitungsspiel, ausgetragen bei 33 °C und 40 % Luftfeuchtigkeit im Raymond James Stadium, war im Grunde eine verherrlichte Trainingseinheit. Thomas Tuchel setzte 22 verschiedene Spieler ein und bot in jeder Halbzeit eine komplett andere Elf – zum ersten Mal seit Juni 2004, dass England dies tat. Die Stammkräfte Declan Rice und Bukayo Saka wurden geschont, nachdem Arsenal die Premier League gewonnen und das Champions-League-Finale gegen Paris St-Germain verloren hatte.

Kane liefert erneut

Harry Kane erzielte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit das einzige Tor, als er eine Flanke von Djed Spence von links per Kopf ins Tor lenkte. Es war Kanes 79. Tor im 113. Länderspiel, womit er seine Rekordausbeute ausbaute. Der Bayern-München-Stürmer hat nun in seinen letzten zehn England-Einsätzen zehn Tore erzielt und in dieser Saison 61 Tore in 51 Pflichtspielen für seinen Klub erzielt.

Um es einzuordnen: Viele unserer Spieler haben zuletzt im November zusammengespielt. Das ist ein halbes Jahr her. Wir hatten vier Trainingseinheiten zusammen und haben dann die Mannschaft komplett durchgemischt.

Tuchels „Freestyle“-Kritik

Tuchel äußerte sich unverblümt über die erste Halbzeit und sagte, die Spieler seien nicht auf ihren Positionen gewesen und der Auftritt habe „nichts mit dem Training der letzten vier Tage zu tun gehabt“. Er monierte mangelnde Breite, zu viele Weitschüsse und übermäßig lange Bälle. In der zweiten Halbzeit, so Tuchel, habe man mehr Positionsdisziplin und „Biss“ im Zweikampf gesehen.

In der ersten Halbzeit waren wir nicht auf unseren Positionen, und es war ein bisschen zu viel Freestyle. Das hat unser Spiel verlangsamt und das Gegenpressing erschwert.

Bellingham macht Ansprüche geltend

Jude Bellingham erhielt nach seiner Einwechslung für Morgan Rogers in der Halbzeit die Kapitänsbinde und verlieh dem Spiel sofort mehr Dringlichkeit. Mit einem brillanten Pass mit dem Außenrist kreierte er eine Chance für Anthony Gordon. Tuchel lobte Bellinghams „Entschlossenheit und Biss“ und stellte fest, dass der Mittelfeldspieler von Real Madrid nach seiner Rückkehr aus der Verletzungspause voller Energie wirkte. Rogers hingegen wirkte verunsichert, und vieles von dem, was er versuchte, misslang.

Kampf um die linke Seite und Debütant

Marcus Rashford kreierte fünf Torchancen in der ersten Halbzeit und wirkte spielfreudig, was seine Chancen auf einen Startplatz auf der linken Seite gegen Kroatien stärkte. Gordon, der ihn in der Pause nach einem 80-Millionen-Euro-Wechsel von Newcastle zu Barcelona ersetzte, tat sich schwer, Akzente zu setzen. Der 17-jährige Liverpool-Flügelstürmer Rio Ngumoha gab in der zweiten Halbzeit sein England-Debüt.

Was als Nächstes kommt

England trifft am Mittwoch in Orlando auf Costa Rica im letzten Testspiel vor dem WM-Auftakt gegen Kroatien am 17. Juni in Dallas. Neuseeland, die Mannschaft mit der niedrigsten Weltrangliste im Turnier, hatte zu Beginn der Woche 0:4 gegen Haiti verloren und ist seit Mai 2010 in 16 Spielen gegen europäische Gegner sieglos.

Englands WM-Vorbereitungsplan
  1. England 1:0 gegen Neuseeland in Tampa; Tuchel setzt 22 Spieler in zwei verschiedenen Elfen ein
  2. Letztes Testspiel gegen Costa Rica in Orlando
  3. WM-Auftakt gegen Kroatien in Dallas
Tampa · Orlando · Dallas

7 Quellen

Pollar Weekly abonnieren

Die Woche in Nachrichten, jeden Freitag. Kostenlos.

Kostenlos. Kein Tracking, keine Werbung. Jederzeit abbestellbar.

Mehr aus Kultur & Sport