Regierung · Rom

Italien hält Staatsbegräbnis für Emma Bonino ab – Mattarella und Meloni nehmen teil

Italiens Präsident Sergio Mattarella und Ministerpräsidentin Giorgia Meloni schlossen sich überparteilichen Spitzenpolitikern im Rathaus von Rom an, um an der weltlichen Staatsbeerdigung der Bürgerrechtlerin und ehemaligen Außenministerin Emma Bonino teilzunehmen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von AGI, Rai news, ANSA.it und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Unknown authorUnknown author, Public domain (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 2006–2008Tätig als Ministerin für internationalen Handel und europäische Angelegenheiten unter Romano Prodi
  2. 2013–2014Tätig als italienische Außenministerin unter Enrico Letta
  3. 15.09.Staatsbegräbnis im Rathaus von Rom nach ihrem Tod im Alter von 78 Jahren

Staatsbegräbnis im Rathaus von Rom

Das weltliche Staatsbegräbnis für Emma Bonino begann am Dienstag um 12:30 Uhr in der Sala della Protomoteca im Rathaus von Rom auf dem Kapitol. Bonino, die am Freitag im Alter von 78 Jahren starb, wurde von politischen Führern aller Parteien geehrt. Präsident Sergio Mattarella und Ministerpräsidentin Giorgia Meloni saßen in der ersten Reihe des überfüllten Saals, der etwa 200 Personen fasst. Weitere hochrangige Amtsträger waren Senatspräsident Ignazio La Russa, Vizepräsident der Abgeordnetenkammer Giorgio Mulè, Verfassungsgerichtspräsident Giovanni Amoroso, Roms Bürgermeister Roberto Gualtieri und der Präsident der Region Latium, Francesco Rocca. Boninos Sarg war mit der blauen Europaflagge mit zwölf goldenen Sternen bedeckt. Auf dem Kapitolsplatz draußen wurde eine Großleinwand aufgestellt, damit die Öffentlichkeit der Zeremonie folgen konnte, die auch live im Rai-Fernsehen übertragen wurde.

Würdigungen von Kollegen und Bürgerrechtlern

Die Gedenkfeier wurde mit einer Rede von Carla Taibi, Boninos persönlicher Assistentin und langjähriger Freundin, eröffnet. Taibi reflektierte über Boninos Zusammenarbeit mit dem Radikalenführer Marco Pannella und ihr anhaltendes Engagement für den europäischen Föderalismus.

„Emma dachte nie, dass sie allein sei, sondern erkannte stets die Rolle von Marco Pannella und der radikalen Politik an. Sie betrachtete die Vereinigten Staaten von Europa als das einzig mögliche Schicksal für die Menschen und ihre Freiheiten. Der beste Weg, sich an sie zu erinnern, ist, ihre Kämpfe gemeinsam fortzuführen.“

Carla Taibi

Filomena Gallo von der Luca-Coscioni-Vereinigung sprach über Boninos Engagement für internationale Gerechtigkeit und warnte davor, dass Institutionen wie der Internationale Strafgerichtshof wachsendem Druck ausgesetzt seien. Riccardo Magi, der Sekretär von +Europa, stellte fest, dass Bonino zivilen Ungehorsam gegen ungerechte Gesetze mit tiefem Respekt vor institutionellen Normen verband. Magi betonte, dass ihr Antrieb, demokratische Systeme zu verbessern, von nationalen Referenden bis zu globalen Menschenrechtsgremien reichte.

Reflexionen ehemaliger Ministerpräsidenten

Die Zeremonie endete mit Ansprachen zweier ehemaliger italienischer Ministerpräsidenten, unter denen Bonino Kabinettsposten bekleidet hatte. Romano Prodi, der Bonino von 2006 bis 2008 zur Ministerin für Handel und europäische Angelegenheiten ernannt hatte, sprach über ihre gemeinsame Arbeit gegen die Todesstrafe und Landminen.

„Wir waren nicht immer einer Meinung, aber ihr Kampf für die Schwachen und Wehrlosen war ihr Leitstern und eine Lehre für uns alle. Ein Kampf, den Emma mit beispielloser Stärke und Entschlossenheit vorantrieb.“

Romano Prodi, Ehemaliger Ministerpräsident Italiens und ehemaliger Präsident

Enrico Letta, der Bonino 2013 zur italienischen Außenministerin ernannt hatte, sprach über ihre Verbindung zu jüngeren Generationen und ihren Fokus auf zukünftige Politiken statt auf vergangene Erfolge. Letta merkte an, dass ihre politische Agenda von frühen Referenden bis zum Projekt eines vereinten Europas und der unerschütterlichen Unterstützung für die Ukraine in internationalen Krisen reichte.

Jahrzehnte institutioneller und aktivistischer Führung

Boninos öffentliche Karriere begann in den 1970er Jahren mit der Italienischen Radikalen Partei, als sie nationale Kampagnen anführte, die den legalen Zugang zu Scheidung und Abtreibung etablierten. Später vertrat sie Italien international und war von 1995 bis 1999 EU-Kommissarin für Gesundheit und Verbraucherschutz. In der italienischen Regierung verwaltete sie die Ressorts für europäische Integration und Handel, bevor sie von 2013 bis 2014 das Außenministerium leitete. Zum Abschluss der Zeremonie begleiteten Präsident Mattarella, Boninos Familie und Staatsgäste den Sarg vom Kapitol.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Rom · Italien

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