
Deutschland gewährt Emirates tägliche Berlin-Flüge im Rahmen eines 40-Milliarden-Euro-Investitionsabkommens mit den VAE
Deutschland hat Emirates tägliche Flüge zwischen Berlin und Dubai genehmigt, als Teil eines Abkommens mit geplanten VAE-Investitionen in Höhe von 40 Milliarden Euro.
Bilaterales Luftverkehrsabkommen und Flugbeschränkungen
Die deutsche Bundesregierung hat ein überarbeitetes bilaterales Luftverkehrsabkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten abgeschlossen, das der in Dubai ansässigen Fluggesellschaft Emirates den Flugbetrieb am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) gestattet. Das Abkommen erlaubt Emirates bis zu sieben Flüge pro Woche zwischen Berlin und Dubai und stellt damit eine tägliche direkte interkontinentale Verbindung her. Berlin wird das fünfte deutsche Ziel der Fluggesellschaft, neben Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg. Die Entscheidung folgt auf jahrelange Lobbyarbeit von Emirates-Präsident Tim Clark, der bei früheren offiziellen Besuchen in Deutschland wiederholt Landerechte für die Hauptstadt beantragt hatte.
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger gab die Einigung am Donnerstag nach bilateralen Verhandlungen bekannt.
Nach Jahren der Verhandlungen haben wir endlich ein nachhaltiges Ergebnis erzielt. Indem wir einer Fluggesellschaft aus den VAE einen weiteren und damit fünften Landepunkt in Deutschland zusätzlich zu ihren bisherigen vier Landepunkten gewähren, verbinden wir Deutschland noch besser mit den VAE.
Investitionszusagen und hochrangige Treffen
Die Verkehrsgenehmigung fiel mit einem Staatsbesuch des VAE-Präsidenten Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan in Berlin zusammen. Bundeskanzler Friedrich Merz und Scheich Mohammed unterzeichneten gemeinsame Absichtserklärungen, in denen sich die VAE zu Investitionen in Höhe von 40 Milliarden Euro in Deutschland in den kommenden Jahren verpflichten. Während seines Aufenthalts in der Hauptstadt traf der VAE-Präsident auch den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, und trug sich im Roten Rathaus ins Goldene Buch ein. Wegner hatte die bevorstehende Langstreckenverbindung bereits während einer Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses am Mittag angekündigt, bevor die Bundesbehörden am Abend das bilaterale Investitionsabkommen bestätigten.
Scheich Mohammed begrüßte die Stärkung der Reiseverbindungen zwischen den beiden Zielen.
Jedes Jahr besuchen Zehntausende Menschen aus Berlin die Vereinigten Arabischen Emirate, und wir hoffen, dass sich dieser Trend fortsetzt und weiter wächst.
Ablehnung der Freiheiten des Luftverkehrs und Stuttgart-Slots
Während Emirates sein Ziel, nach Berlin zu kommen, erreichte, begrenzten die Bundesunterhändler den Umfang der Konzession. Emirates hatte ursprünglich 14 wöchentliche Flüge beantragt, verteilt auf sieben Frequenzen nach Berlin und sieben nach Stuttgart. Die deutschen Behörden beschränkten die Genehmigung jedoch allein auf Berlin. Darüber hinaus schließt das Abkommen die Verkehrsrechte der fünften Freiheit strikt aus, wodurch Emirates untersagt wird, Berlin als Zwischenstopp für Weiterflüge in Drittländer wie die Vereinigten Staaten zu nutzen. Singapore Airlines bleibt die einzige ausländische Fluggesellschaft mit solchen Rechten in Deutschland, die sie auf ihrer Route über Singapur, Frankfurt und New York nutzt.
- Berlin beantragt
- 7 Flüge
- Berlin bewilligt
- 7 Flüge
- Stuttgart beantragt
- 7 Flüge
- Stuttgart bewilligt
- 0 Flüge
Regionale Wirtschaftsreaktion und Wettbewerb der Fluggesellschaften
Die regionalen Behörden in Berlin und Brandenburg begrüßten die Route, wobei das Brandenburger Verkehrsministerium auf den verbesserten Zugang zu einem wichtigen Drehkreuz für Asien hinwies. Wegner erklärte, dass tägliche Flüge zwischen Berlin und Dubai zwei wachsende Wirtschaftsregionen verbinden und die wirtschaftliche Entwicklung in Ostdeutschland unterstützen würden. Die Deutsche Lufthansa hatte sich lange gegen die Gewährung des Zugangs von Emirates zu Berlin ausgesprochen und ihre Besorgnis über den Verlust von Transferpassagieren geäußert, die derzeit über ihre Hauptdrehkreuze in Frankfurt und München fliegen, um asiatische Ziele zu erreichen. Die Lufthansa-Tochter Eurowings betreibt bereits Flüge zwischen BER und Dubai. Das Thema der internationalen Anbindung des BER hatte im Vorfeld der für den 20. September 2026 angesetzten Berliner Landtagswahl in den Programmen der großen Parteien eine herausragende Rolle gespielt.


