
Breel Embolo beendet sein Schweigen zehn Tage nach der Roten Karte im WM-Viertelfinale, die die Schweiz gegen Argentinien versenkte
Der Schweizer Stürmer postete am späten 20. Juli eine emotionale Nachricht auf Instagram und gab zu, dass er immer noch ‚keine Worte‘ für die Enttäuschung über seinen Platzverweis in der 72. Minute habe.
Die Instagram-Erklärung
Breel Embolo hat sich erstmals öffentlich zu seiner umstrittenen Roten Karte im WM-Viertelfinale der Schweiz gegen Argentinien geäußert. Der 29-jährige Stürmer postete zehn Tage nach der 1:3-Niederlage in der Verlängerung eine Nachricht auf Instagram, begleitet von einer Reihe von Turnierfotos.
Es hat eine Weile gedauert, diese Niederlage wirklich zu verarbeiten. Es gibt immer noch keine Worte, um die Enttäuschung zu beschreiben, die ich fühle.
Er wandte sich direkt an die Schweizer Fans und sagte, er hoffe, dass die Mannschaft sie während des Turniers stolz gemacht habe. Embolo betonte, das Team habe alles für das Trikot und das Land gegeben.
Der Simulationsvorfall
Embolo wurde in der 72. Minute beim Stand von 1:1 des Feldes verwiesen. Schiedsrichter João Pinheiro entschied zunächst auf Foul gegen Argentiniens Leandro Paredes und zeigte ihm die Gelbe Karte. Nach einem VAR-Eingriff überprüfte Pinheiro die Aufnahmen und sah, dass Embolo überhaupt nicht berührt worden war, sondern sich selbst zu Boden geworfen hatte, um ein Foul zu provozieren.
Pinheiro kehrte seine Entscheidung um, nahm die Gelbe Karte gegen Paredes zurück und schickte Embolo mit der zweiten Gelben Karte vom Platz. Die Schweiz kassierte in Unterzahl zwei Gegentreffer und schied mit 1:3 nach Verlängerung aus dem Turnier aus.
Die neue VAR-Regel
Eine neue Regel zur „Spielerverwechslung“ lag der VAR-Überprüfung zugrunde. Das Protokoll erlaubt dem Video-Assistenten einzugreifen, wenn der falsche Spieler eine Gelbe oder Rote Karte erhalten hat. Eine zu Turnierbeginn veröffentlichte Klarstellung bestätigte, dass dies nicht nur für Mannschaftskameraden, sondern auch für Gegner gilt, sodass Pinheiro die Sanktion von Paredes auf Embolo übertragen konnte.
Dankbarkeit und Trotz
Embolo dankte dem Trainerstab, den Teamkollegen, den Familien und der gesamten Schweizer Nation für ihre Unterstützung während des Turniers.
Das bedeutete uns mehr, als ihr euch vorstellen könnt.
Er schlug auch einen zukunftsorientierten Ton an und erklärte, die Niederlage werde das Team nicht definieren, und versprach, die Schweiz werde stärker zurückkommen.
Die Schweiz verdient großartige Momente, und wir werden weiterkämpfen, um sie zu liefern.
Reaktion der Öffentlichkeit
Als die Nationalmannschaft Tage nach dem Ausscheiden in die Schweiz zurückkehrte, verließ Embolo das Flugzeug mit einer Kappe und hochgezogener Kapuze. Beim offiziellen Empfang auf dem Turbinenplatz in Zürich begrüßten Tausende von Fans das Team mit Plakaten, die ihre Unterstützung für ihn signalisierten. Beobachter stellten fest, dass er bei diesem Ereignis etwas entspannter wirkte, obwohl er immer noch eine Kappe und eine Sonnenbrille trug.

