Elversberg startet mit 1.000 Fans in die Bundesliga-Ära
Die SV Elversberg, der Underdog aus dem Saarland, absolvierte am Montag ihre erste Erstliga-Vorbereitungseinheit vor 1.000 Zuschauern in St. Ingbert – selbstbewusst, aber mit klarem Blick auf die bevorstehende Herausforderung.
Erste Schritte in St. Ingbert
Am Montag versammelten sich rund 1.000 Fans in St. Ingbert, um die erste Vorbereitungseinheit der SV Elversberg als Bundesligist zu verfolgen. Trainer Vincent Wagner ließ 25 Profis durch das Training führen, den Auftakt eines Sommers, der mit dem Bundesliga-Debüt des Vereins endet. Die Resonanz übertraf frühere Zuschauerzahlen bei Weitem; Luca Schnellbacher, seit 2020 im Verein, erinnerte sich an die Anfänge.
In der Regionalliga kamen nicht einmal so viele Leute zu einem Spiel, wie heute zum Training.
Kontinuität statt Kader-Umbruch
Anders als viele Aufsteiger hat Elversberg sein Gerüst weitgehend zusammengehalten. Nur Bambasé Conté, nach seiner Ausleihe zurück zu Hoffenheim, und Manuel Feil haben den Verein verlassen, während zehn Stammspieler der Vorsaison geblieben sind. Wagner bezeichnete dies als „großen Pluspunkt“ und prognostizierte, dass die Mannschaft „im zweiten Jahr gemeinsam einen weiteren Entwicklungsschritt machen wird.“
Zwei Neue und weitere sollen folgen
Maurice Krattenmacher, 20, vom FC Bayern München, und Noah Darvich, 19, vom VfB Stuttgart, trainierten bereits mit dem Kader. Wagner rechnet mit „zwei, drei, vielleicht auch vier“ weiteren Zugängen für Abwehr, Mittelfeld und Angriff. Ein Name, der in den Medien kursiert, ist Cole Campbell von Borussia Dortmund, der letzte Saison an Hoffenheim ausgeliehen war.
Fahrplan bis zum ersten Spieltag
Das erste Pflichtspiel ist eine DFB-Pokal-Partie beim MSV Duisburg in acht Wochen, das Bundesliga-Auftaktspiel eine Woche später. Wagner hat einen klaren Plan aufgestellt: vier Wochen Arbeit, eine fünftägige Pause mit individuellen Einheiten, dann drei intensive Wochen vor dem Pokalspiel. Am Dienstag gibt die DFL den ersten Liga-Gegner von Elversberg bekannt.
Zwischen Euphorie und Realität
Schnellbacher bezeichnete den Schritt aus der zweiten Liga als „den größten“ und merkte an, dass einige Gegner „so viel verdienen wie unsere ganze Mannschaft.“ Wagner räumt ein, dass die Aufgabe enorm ist, verweist aber auf den Zusammenhalt des Teams.
Fußball ist trotzdem elf gegen elf und fängt bei 0:0 an.

