
Elch auf Gleisen legt Verkehr am Warszawa Centralna für über 80 Minuten lahm
Ein umherstreifender Elch hat am Sonntagabend den Bahnverkehr zwischen Warszawa Zachodnia und Warszawa Centralna lahmgelegt. Zwei Bahnsteige blieben über 80 Minuten lang gesperrt, bevor das Tier eingefangen wurde.
Eindringen in den Warschauer Bahnkorridor
Der Schienenverkehr im Zentrum Warschaus erlebte am Sonntagabend erhebliche Beeinträchtigungen, nachdem ein wilder Elch auf die aktiven Gleise gelangte. Das Tier wurde zuerst entlang des zentralen Bahnkorridors zwischen den Bahnhöfen Warszawa Zachodnia und Warszawa Centralna gesichtet. Die Warschauer Polizei erhielt die erste Meldung über das Tier um 19:10 Uhr, was eine sofortige Sicherheitsreaktion von Eisenbahnsicherheitspersonal und städtischen Disponenten im Hauptstadt-Sicherheitszentrum auslöste.
Die Anwesenheit des Tieres auf den Gleisen zwang die Fahrdienstleiter, den Betrieb auf der Stadtbahnstrecke einzuschränken. Die Züge wurden auf wechselnden Einzelgleis-Pendelverkehr auf den verfügbaren Abschnitten reduziert, was zu erheblichen Verspätungen im gesamten Warschauer Eisenbahnknoten führte. Die Verkehrsbetriebe informierten die Fahrgäste an mehreren Knotenpunkten, darunter Warszawa Wschodnia, über großflächige Verspätungen, Umleitungen und mögliche Ausfälle.
Bahnsteigsperrungen und Verkehrsanpassungen
Die Störung betraf die Züge des Regionalverkehrsbetreibers Koleje Mazowieckie sowie fünf separate Linien des Schnellbahnnetzes SKM, nämlich SKM S1, S2, S3, S4 und S40. Als der Elch direkt in die unterirdischen Bahnsteige des Warszawa Centralna vordrang, sperrten Sicherheitsbeamte Bahnsteig vier für einfahrende Züge und Fahrgäste. Polizeibeamte errichteten einen Sicherheitskordon um die Bahnsteigkante, um Schaulustige vom Tier fernzuhalten, während sie auf die Fachleute der Tierrettung warteten.
Bartłomiej Śniadała von der Warschauer Polizei beschrieb die ersten Sicherheitsmaßnahmen:
Wir haben die Meldung um 19:10 Uhr erhalten. Derzeit ist Bahnsteig vier am Hauptbahnhof gesperrt. Polizeibeamte sichern diesen Ort gegen den Zutritt Unbefugter. Wir warten auf einen Jagdaufseher und einen Tierarzt.
Um die Verkehrsprobleme in der Hauptstadt zu mildern, führte der Warschauer Verkehrsverbund ab 20:00 Uhr eine Notfall-Tarifintegration ein. Im Rahmen dieser Regelung wurden Fahrkarten für den Nahverkehr und die Koleje Mazowieckie in beide Richtungen in der Tarifzone 1 gegenseitig anerkannt, was SKM-Züge, Busse, Straßenbahnen und U-Bahn-Linien bis 23:00 Uhr einschloss.
- Polizei erhält Meldung über einen Elch, der sich in der Nähe des Warszawa Centralna auf den Gleisen bewegt
- ZTM aktiviert die gegenseitige Anerkennung von Fahrscheinen in der Tarifzone 1 für alle städtischen Verkehrsmittel und KM-Züge
- Rettungskräfte fangen den Elch sicher und öffnen die Bahngleise für den Verkehr
- Die gegenseitige Anerkennung von Fahrscheinen zwischen ZTM und KM läuft aus
Fangaktion und Wiederaufnahme des Betriebs
Während des Vorfalls weiteten die PKP Polskie Linie Kolejowe die Bahnsteigsperrungen auf die Bahnsteige drei und vier am Warszawa Centralna aus. Die Eisenbahninfrastrukturbetreiber entsandten spezialisierte Teams zusammen mit Wildtierfängern, um das Tier, das die Behörden inoffiziell Emil tauften, sicher zu isolieren.
Die PKP Polskie Linie Kolejowe gab ein öffentliches Update zu den Fangbemühungen heraus:
Aufgrund der unangekündigten Ankunft von Emil, dem Elch, ist der Betrieb an den Bahnsteigen 3 und 4 eingestellt. Mögliche Zugverspätungen. Eisenbahner und Spezialisten sind bereits vor Ort. Die Verhandlungen laufen. Wir arbeiten daran, dass Emil sicher, aber nicht auf der Schiene, in seine Umgebung zurückkehrt.
Spezialisten und städtische Rettungsdienste fingen den Elch um 21:15 Uhr erfolgreich, ohne das Tier oder Fahrgäste zu verletzen. Nachdem das Tier sicher von den Gleisen entfernt worden war, überprüften Eisenbahntechniker die Infrastruktur und räumten die Strecken für den planmäßigen Fahrplanbetrieb frei. Die PKP Polskie Linie Kolejowe bestätigten, dass die gesamte Störung über 80 Minuten andauerte, bevor der Zugverkehr wieder fahrplanmäßig rollte.


