
Elektrisches Einrad verraucht Bus in Wrocław – Fahrgäste verlassen das Fahrzeug, niemand verletzt
Ein von einem Fahrgast mitgeführtes elektrisches Einrad hat sich am 23. September in einem Bus der MPK Wrocław von selbst eingeschaltet, den Boden beschädigt und den Innenraum mit Rauch gefüllt. Der Betreiber veröffentlichte am Dienstag, dem 13. Oktober, Überwachungsaufnahmen des Vorfalls.
Was in dem Bus geschah
Am 23. September stieg ein Mann an der Kreuzung Rondo Rotmistrza Witolda Pileckiego mit einem elektrischen Einrad in einen Bus der MPK Wrocław ein, obwohl der Verkehrsbetrieb solche Geräte verbietet. Der Fahrer bemerkte das Gerät beim Zustieg des Fahrgasts nicht. Während der Fahrt schaltete sich das Einrad von selbst ein, beschädigte den Boden des Fahrzeugs und füllte den Innenraum mit Rauch. Der Fahrer stoppte den Bus, die Fahrgäste verließen ihn schnell. Die Gazeta Wrocławska schreibt, der Vorfall habe sich in der zweiten Septemberhälfte 2026 ereignet, doch der Betreiber habe die Aufnahmen erst am Dienstag, dem 13. Oktober, veröffentlicht.
Die Reaktion des Fahrers
Barbara Balicka von der Pressestelle der MPK Wrocław sagte, der Fahrer habe den Bus gestoppt, die Stelle abgesichert und die Fahrgäste aufgefordert, das Fahrzeug zu verlassen. Anschließend habe der Fahrer die Gefahrenquelle ermittelt, sich um alle an Bord gekümmert und die Rettungskräfte sowie die Vorgesetzten alarmiert. Der Betreiber teilt mit, niemand sei verletzt worden. MPK-Präsident Witold Woźny lobte den Fahrer in dem Facebook-Beitrag des Betreibers.
Wir danken insbesondere dem Fahrer, der Wachsamkeit, Besonnenheit und Professionalität gezeigt hat.
Der Betreiber veröffentlichte die Aufnahmen am Dienstag, dem 13. Oktober, zusammen mit einem Hinweis auf seine Regeln zu persönlichen Transportgeräten.
Chronologie des Vorfalls
Die Aufnahmen zeigen, wie sich das Einrad im Bus aktiviert, woraufhin der Innenraum schnell grau vom Rauch wurde. Der Vorfall selbst wurde am 23. September aufgezeichnet, die öffentliche Veröffentlichung des Videos folgte am 13. Oktober. Die Gazeta Wrocławska beschrieb den Innenraum als grau, noch bevor das Gerät richtig angelaufen sei.
- Ein Einrad schaltet sich in einem Bus der MPK Wrocław ein, beschädigt den Boden und füllt den Innenraum mit Rauch
- Die MPK Wrocław veröffentlicht Überwachungsaufnahmen des Vorfalls
Warum das Verbot gilt
Das Verbot der MPK Wrocław umfasst E-Scooter, elektrische Einräder, elektrische Skateboards, Segways und E-Bikes. Der Betreiber nennt zwei Gründe. Erstens lasse sich der technische Zustand der Akkus in diesen Geräten vor dem Zustieg eines Fahrgasts nicht überprüfen. Zweitens wögen die Geräte oft zwischen einem Dutzend und mehreren Dutzend Kilogramm und könnten bei plötzlichem Bremsen oder einem Zusammenstoß im Fahrzeug umherfliegen. Der Betreiber verwies zudem auf weitere Vorfälle in diesem Jahr, darunter einen, bei dem ein mitgeführtes E-Bike auf einen Fahrgast gefallen sei.
Barbara Balicka von der Pressestelle der MPK Wrocław erläuterte das Akkurisiko.
Diese Geräte sind mit Akkus ausgestattet, deren technischer Zustand vor dem Zustieg in das Fahrzeug nicht überprüft werden kann.
Der Betreiber teilt mit, eine Fehlfunktion, eine Beschädigung oder eine unkontrollierte Aktivierung eines solchen Akkus könne Fahrgäste, Fahrer und Straßenbahnfahrer gleichermaßen gefährden.

