Wirtschaft · Lublin, Białystok und Mińsk Mazowiecki

Polnische Steuerfahnder und Polizei beschlagnahmen 57.000 E-Scooter bei Ermittlungen wegen Mehrwertsteuerbetrugs

Steuerfahnder und Polizisten geben an, eine Gruppe habe E-Scooter online ohne Mehrwertsteuer verkauft – ein Schaden von mindestens 162 Millionen Zloty. Bei einer Razzia in Masowien Anfang Oktober 2026 wurden mehr als 57.000 Scooter beschlagnahmt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von naTemat.pl, Rzeczpospolita, TVP Info und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Lublin, Białystok, Mińsk Mazowiecki · Polen
Wie es dazu kam
  1. Anfang Oktober 2026Operation in Masowien: über 150 Beamte, 16 Festgenommene, fünf durchsuchte Lagerhallen
  2. 4.11.CBŚP und KAS veröffentlichen eine gemeinsame Mitteilung zu Beschlagnahmen und Vorwürfen

Was die Ermittler der Gruppe vorwerfen

Die Nationale Steuerverwaltung Polens (KAS) und das Zentrale Ermittlungsbüro der Polizei (CBŚP) geben an, eine organisierte kriminelle Gruppe zerschlagen zu haben, die Elektroroller über das Internet ohne Mehrwertsteuer verkauft hat. Laut einer gemeinsamen Mitteilung vom 4. November 2026 war die Gruppe 2024 bis 2026 aktiv und verkaufte die Scooter in großem Umfang über eine Online-Handelsplattform. Der Steuerschaden könnte mindestens 162 Millionen Zloty betragen. Die Ermittlungen führen CBŚP-Beamte aus Białystok gemeinsam mit dem Zoll- und Steuerdienst unter Aufsicht der Regionalstaatsanwaltschaft in Lublin. Weitere Festnahmen schließen die Ermittler im Zuge der weiteren Entwicklung nicht aus.

Razzien in Masowien und die beschlagnahmten Scooter

Anfang Oktober 2026 waren mehr als 150 Beamte an einer Operation in der Woiwodschaft Masowien beteiligt. Sie nahmen 16 Personen fest und durchsuchten fünf Lagerhallen sowie Firmengelände und die Wohnungen der Verdächtigen. RMF MAXX berichtet, die koordinierte Aktion habe in den Kreisen Piaseczno und Mińsk Mazowiecki stattgefunden. Unter den Festgenommenen waren neun Polen, sechs chinesische Staatsangehörige und ein Belarusse. Die Beamten beschlagnahmten mehr als 57.000 Elektroroller verschiedener Modelle mit einem geschätzten Marktwert von knapp 156 Millionen Zloty. KAS-Sprecherin Justyna Pasieczyńska äußerte sich zum Ausmaß der Beschlagnahme.

„Der Umfang des Unterfangens ist beeindruckend. Der Transport so vieler Scooter würde fast 170 Sattelzugmaschinen erfordern.“

Justyna Pasieczyńska

Bargeld auf dem Dachboden und im Gefrierschrank

In einem Koffer auf dem Dachboden eines Objekts der Verdächtigen fanden die Beamten mehr als 700.000 Zloty und 300.000 Euro. Ein Teil des Bargelds war zudem in einem Gefrierschrank versteckt. Hera, ein auf das Aufspüren von Bargeld ausgebildeter Diensthund der KAS in Podlachien, half den Beamten, das versteckte Geld zu finden. Die Staatsanwaltschaft ließ mehr als 5 Millionen Zloty auf Bankkonten sperren. Zudem beschlagnahmten die Beamten sechs Pkw, zwei Sattelzugmaschinen sowie Batterien und Photovoltaik-Elektronik im Wert von mehr als 6,5 Millionen Zloty. RMF MAXX beziffert die Gesamtsumme aus Bargeld und gesicherten Kontogeldern auf über 7 Millionen Zloty.

Finanzielle Eckdaten im E-Scooter-MehrwertsteuerfallMio. zł
Möglicherweise nicht gezahlte Mehrwertsteuer (mindestens)
162 Mio. zł
Beschlagnahmte E-Scooter, geschätzter Marktwert
156 Mio. zł
Beschlagnahmte Photovoltaik-Elektronik (über)
6.5 Mio. zł
Gesperrte Bankkonten (über)
5 Mio. zł

Daten aus dem Artikeltext

Vorwürfe und Untersuchungshaft

Alle 16 Festgenommenen wurden der Staatsanwaltschaft in Lublin vorgeführt. Ihnen wird vorgeworfen, Mitglied einer organisierten kriminellen Gruppe zu sein, Geldwäsche betrieben und Steuerstraftaten begangen zu haben. Acht von ihnen wurden in Untersuchungshaft genommen. Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Beata Syk-Jaworska, sagte, das Gericht habe für fünf chinesische Männer und drei Polen drei Monate Haft angeordnet. Eine chinesische Frau wurde wegen ihrer schwierigen familiären Situation mit nicht freiheitsentziehenden Maßnahmen freigelassen. Auch gegen die übrigen Verdächtigen wurden Maßnahmen verhängt, die keine Haft vorsehen. Die Ermittlungen dauern an, weitere Festnahmen werden nicht ausgeschlossen.

Sicherheit der Scooter und wie es weitergeht

Ein Reporter von RMF MAXX erfuhr inoffiziell, dass die beschlagnahmten Scooter keinen werkseitigen Geschwindigkeitsbegrenzer haben. Sie entsprechen damit nicht den polnischen Normen. Über ihr Schicksal entscheidet ein Gericht, nach einer technischen Anpassung könnten sie versteigert werden. Daten von Polizei und Verkehrstechnik-Institut (ITS), auf die sich INNPoland beruft, verzeichnen für 2025 1.158 Unfälle mit E-Scootern. Dieselben Daten zeigen, dass dabei 11 Menschen starben.

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