Makroökonomie · London und Pershore
Brexit nach 10 Jahren: Wirtschaft 6-8 % kleiner, Handel geschrumpft, sieben Premierminister später
Ein Jahrzehnt nach dem britischen Votum für den EU-Austritt beziffert eine neue Studie den kumulativen BIP-Verlust auf 6-8 %, bei deutlich niedrigeren Investitionen und Produktivität; 57 % der Briten sagen heute, der Austritt sei falsch gewesen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von RFI, BBC, The Guardian und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die NBER-Studie und das OBR schätzen, dass die britische Wirtschaft um 6-8 % kleiner ist als sie ohne Brexit wäre, mit Investitionen 12-13 % und Produktivität 3-4 % niedriger.
Schätzungsweise 16.000-20.000 Firmen haben den Export in die EU eingestellt; Verkäufe von Käse und landwirtschaftlichen Produkten brachen ein, wobei Bürokratie als Haupthindernis genannt wird.
Keiner hielt sich länger als drei Jahre; Keir Starmer wurde nach einer Labour-Führungsherausforderung der sechste, der seit 2016 sein Amt aufgab.
Das Pfund verbrachte 98 % der Handelstage seit der Abstimmung unter 1,20 €, und die britischen Warenexporte sind 13-15 % niedriger als in einem Szenario ohne Brexit.
Ein Jahrzehnt später zeigen Umfragen, dass eine klare Mehrheit der Briten die Entscheidung für falsch hält, obwohl die Meinungen in ehemaligen Brexit-Hochburgen gespalten bleiben.
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Zehn Jahre nach dem Referendum am 23. Juni 2016 spaltet das wirtschaftliche und politische Erbe des Brexit das Land weiterhin, auch wenn neue Daten die Kosten beziffern. Ein Arbeitspapier des National Bureau of Economic Research unter der Leitung von Stanford-Professor Nicholas Bloom schätzt, dass die britische Wirtschaft um 6-8 % kleiner ist, als sie ohne Brexit gewesen wäre, die Investitionen um 12-13 % und die Produktivität um 3-4 % niedriger liegen. Das Office for Budget Responsibility kam zu einem ähnlichen Ergebnis und erklärte, der durchschnittliche britische Bürger habe über 3.000 £ pro Jahr verloren.
„Es war eine Katastrophe. Der durchschnittliche britische Bürger hat durch den Austritt aus der Europäischen Union über 3.000 £ pro Jahr verloren.“
Die Belastung für kleine Unternehmen
Kleine und mittlere Exporteure wurden am härtesten getroffen; zwischen 16.000 und 20.000 Firmen haben den Export in die EU ganz eingestellt. Der Cheshire-Käsehersteller Simon Spurrell verkaufte sein Unternehmen, nachdem er feststellte, dass ein Käseverkauf für 30 £ ein Gesundheitszeugnis für 180 £ erforderte. Die Exporte landwirtschaftlicher Erzeugnisse gingen zwischen 2019 und 2024 um 37,4 % zurück, so der National Farmers' Union. Für Phil Ward, dessen in Bristol ansässiges Unternehmen Eskimo energieeffiziente Heizkörper herstellt, brach der EU-Exportanteil von 40 % im Jahr 2020 auf nur noch 5 % im Jahr 2025 ein.
„Kleine Produzenten sind auf dieser Insel regelrecht gefangen, und wir bekämpfen uns alle gegenseitig um denselben Marktanteil.“
Politisches Karussell
Sieben Premierminister haben seit der Abstimmung ihr Amt innegehabt, keiner länger als drei Jahre. Keir Starmer trat am Montag zurück und ist damit der sechste Regierungschef, der in der Ära nach dem Referendum die Downing Street verlässt. Der nächste Bewohner wird ein Vereinigtes Königreich übernehmen, das laut einer Studie der Aston University Business School 53,8 % der Exportgütervarianten in die EU und 31,5 % der Importvarianten verloren hat.
„Seit dem Brexit werden wir wie schwarze Schafe behandelt. Ein Franzose kauft selten bei mir, ein Deutscher kauft selten bei mir.“
Pfund und Stimmung
Das Pfund brach nach dem Ergebnis ein und hat sich nie erholt; es verbrachte 98 % der Handelstage unter 1,20 € gegenüber dem Euro. Umfragen zeigen jetzt, dass 57 % der Briten den Brexit für einen Fehler halten, gegenüber 30 %, die ihn immer noch für richtig halten. In Doncaster, wo 69 % für den Brexit stimmten, sind die Rentner Ann und Ian Fraser weiterhin uneins: Ann fühlt sich schlechter gestellt, während Ian glaubt, dass das Vereinigte Königreich „selbst reden“ kann.
Ausblick
Für den 22. Juli ist ein EU-UK-Sondergipfel geplant, der auf eine engere Zusammenarbeit abzielt, obwohl ein Kommentar davor warnt, einen Wiedereintritt in die EU als schnelle Lösung zu betrachten. Vor Ort bleiben kleine Unternehmen von ihrem nächsten Markt abgeschnitten.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- John Barry
- Professor für Grüne Politische Ökonomie an der Queen's University Belfast
- Simon Spurrell
- Käsehersteller aus Cheshire, der seine Firma wegen Brexit-Bürokratie verkaufte
- Cary Holmes
- Inhaber von Nootro Labs, einem Lebensmittelhersteller in Pershore
- Phil Ward
- Gründer von Eskimo, einem Elektroheizkörper-Start-up aus Bristol
- Keir Starmer
- Sechster britischer Premierminister, der seit dem Referendum sein Amt aufgab
- David Cameron
- Premierminister, der das EU-Referendum 2016 einberief
- Boris Johnson
- Premierminister, der das Post-Brexit-Handelsabkommen im Dezember 2020 vereinbarte
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