KI-generiert·Von Menschen redigiert·Mehr erfahren
© Deutsche Welle
Gesundheit & Bildung·vor 16 Std.

WHO-Chef besucht Ebola-Epizentrum in DR Kongo, während MSF warnt, dass sich der Ausbruch mit 'beispielloser Geschwindigkeit' ausbreitet

WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus reiste zum Epizentrum des jüngsten Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo, während Ärzte ohne Grenzen warnte, dass sich das Virus schneller ausbreitet als jede frühere Epidemie in der Geschichte des Landes.

Eine schnelle und alarmierende Ausbreitung

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, traf am Samstag in Bunia, der Hauptstadt der Provinz Ituri, ein, um die internationale Reaktion auf einen Ebola-Ausbruch zu koordinieren, der sich mit alarmierender Geschwindigkeit ausgebreitet hat. Die kongolesischen Behörden und das Africa CDC haben seit der Ausrufung des Ausbruchs am 15. Mai mindestens 1.077 Verdachtsfälle und 246 Todesfälle registriert, obwohl die tatsächliche Zahl vermutlich viel höher liegt. Das als seltener Bundibugyo-Stamm identifizierte Virus hat bereits das benachbarte Uganda erreicht, wo neun bestätigte Fälle und ein Todesfall gemeldet wurden.

Noch nie hat ein Ebola-Ausbruch so viele Fälle so kurz nach seiner Ausrufung verzeichnet.

Der stellvertretende Einsatzleiter von Ärzte ohne Grenzen (MSF), Alan Gonzalez, gab am Samstag eine deutliche Warnung heraus und erklärte, dass die Anzahl der spezialisierten medizinischen Organisationen vor Ort und das Maß der bereitgestellten Unterstützung weit hinter dem zurückbleiben, was erforderlich ist. Die Hilfsorganisation betonte, dass Hunderte von Testproben noch auf ihre Analyse warten, was es unmöglich mache, das wahre Ausmaß oder die Schwere des Ausbruchs zu beurteilen.

Eine gemeinschaftszentrierte Reaktion

Tedros betonte, dass die lokalen Gemeinschaften eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung der Krankheit spielen müssen, und räumte ein, dass strenge Regeln im Umgang mit Leichen mit lokalen Bestattungsbräuchen kollidiert sind, was zu Wut und Angriffen auf Behandlungszentren geführt hat. Er forderte die Bewohner auf, die Leichen von Ebola-Opfern nicht zu berühren, während er auch auf ihre allgemeineren Sorgen hörte.

Die Gemeinschaften verstehen die Probleme besser und sie kennen auch die Lösung.

Nach einem Treffen mit der kongolesischen Premierministerin Judith Suminwa Tuluka zeigte sich Tedros zuversichtlich, dass das Land seinen 17. Ebola-Ausbruch unter Kontrolle bringen könne, und verwies auf seine Geschichte der Überwindung von 16 früheren Epidemien. Der kongolesische Gesundheitsminister Samuel Roger Kamba bestand darauf, dass ausreichend Schutzausrüstung, Medikamente und Tests in den Lagern verfügbar seien und dass die verbleibenden Herausforderungen logistischer Natur seien.

Unzureichende internationale Finanzierung

Trotz der Dringlichkeit hat die WHO nur ein Drittel ihrer Finanzierungsanforderungen für die Ebola-Reaktion erhalten. Tedros rief zu mehr internationaler Unterstützung auf und warnte, dass das Zeitfenster zur Eindämmung des Virus schrumpfe. Die Vereinigten Staaten kündigten am Donnerstag zusätzliche 80 Millionen Dollar an Hilfsgeldern an, womit sich ihre Gesamtzusage auf über 112 Millionen Dollar beläuft, während die Europäische Union am selben Tag medizinische Hilfsgüter nach Ituri lieferte, weitere Lieferungen werden erwartet.

Es ist Zeit, wirklich schnell zu handeln. Wenn wir das nicht tun, wird es ein sehr ernstes Problem werden.

Herausforderungen vor Ort

Die Bemühungen zur Eindämmung werden durch die schwache staatliche Präsenz in ländlichen Gebieten, Gewalt durch bewaffnete Gruppen und Millionen von Vertriebenen behindert, die in überfüllten Lagern mit schlechten hygienischen Bedingungen leben, was die Ausbreitung des Virus beschleunigen könnte. In Mongbwalu, einer Bergbaustadt mit 150.000 Einwohnern, die als Epizentrum des Ausbruchs beschrieben wird, sind die Gesundheitsarbeiter völlig überfordert. Die Testkapazität ist nach wie vor sehr gering, die Schutzausrüstung ist knapp und die Isolationsmöglichkeiten sind unzureichend. Ein lokales Labor in Bunia kann Proben nun innerhalb von 24 Stunden verarbeiten, eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Versand nach Kinshasa, aber die Gesamtreaktion hat immer noch Mühe, mit einer der schnellsten jemals verzeichneten Ebola-Epidemien Schritt zu halten.

Schlüsselereignisse des Ebola-Ausbruchs 2026 in der DR Kongo
  1. Ebola-Ausbruch in der Provinz Ituri, DR Kongo, ausgerufen
  2. WHO-Chef Tedros trifft in Kinshasa ein; USA sagen zusätzliche 80 Mio. $ Hilfe zu; EU liefert medizinische Hilfsgüter nach Ituri
  3. Tedros besucht Bunia, trifft Premierministerin Judith Suminwa Tuluka; Uganda bestätigt 9 Fälle und 1 Todesfall
  4. Ärzte ohne Grenzen warnt, dass sich der Ausbruch mit beispielloser Geschwindigkeit ausbreitet; Verdachtsfälle übersteigen 1.000 mit 246 Todesfällen
Bunia · Kinshasa · Mongbwalu

8 Quellen

Pollar Weekly abonnieren

Die Woche in Nachrichten, jeden Freitag. Kostenlos.

Kostenlos. Kein Tracking, keine Werbung. Jederzeit abbestellbar.

Mehr aus Gesellschaft & Wissenschaft
Paris · Budapest
Boston