Diplomatie · Berlin

E5-Staats- und Regierungschefs treffen sich zu erstem Abendessen in Berlin, um vor dem NATO-Gipfel in Ankara eine gemeinsame Position zu erarbeiten

Deutschland, Frankreich, das Vereinigte Königreich, Italien und Polen treffen sich zum ersten E5-Abendessen der Staats- und Regierungschefs. Ziel ist es, sich zwei Wochen vor dem NATO-Gipfel in der Türkei auf eine gemeinsame Linie zur Ukraine-Unterstützung, zum Iran-Konflikt und zur transatlantischen Lastenteilung zu verständigen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Handelsblatt, DIE WELT, Der Tagesspiegel und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Berlin · Deutschland
Wie es dazu kam
  1. 18.06.EU-Gipfel in Brüssel; Costas Team nimmt ohne Abstimmung Kontakt zu Russland auf, was deutsche Kritik hervorruft.
  2. 24.06.Erstes E5-Abendessen der Staats- und Regierungschefs in Berlin, Gastgeber Merz; Rutte schaltet sich aus Washington zu.
  3. 7.07.NATO-Gipfel beginnt in Ankara; 32 alliierte Führungskräfte werden erwartet.

Ein neues Format gegen alte Klagen

Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Führungskräfte von vier weiteren großen europäischen NATO-Mitgliedern für Mittwochabend ins Kanzleramt eingeladen. Damit wird das bisherige E3-Format (Deutschland, Frankreich, Großbritannien) erweitert, das Italien und Polen verstimmt hatte. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk machte deutlich, dass sein Land am Tisch sitzen müsse.

„Polen ist ein absolut unverzichtbares Glied, um ernsthaft über die Zukunft der Ukraine und der Region zu sprechen.“

Donald Tusk, Polnischer Ministerpräsident
Das Abendessen ist das erste Treffen der E5 auf Regierungschef-Ebene, obwohl sich die Verteidigungsminister derselben fünf Nationen seit Ende 2024 bereits achtmal getroffen haben, zuletzt am 12. Juni in einer Videokonferenz, aus der eine gemeinsame Erklärung hervorging, die eine „Lastenverschiebung in enger Abstimmung mit den Vereinigten Staaten“ zusicherte.

Die E3-E5-Spannungen in der Ukraine-Diplomatie

Der Vorstoß für einen größeren Kreis erfolgt vor dem Hintergrund, dass eine kleinere E3-Gruppe (Deutschland, Frankreich, Großbritannien) die europäische Diplomatie zur Ukraine anführt und vor etwa zwei Wochen Präsident Wolodymyr Selenskyj in London traf. Italien und Polen kritisierten, übergangen worden zu sein. Der Riss verschärfte sich auf dem EU-Gipfel letzter Woche in Brüssel, als das Team von EU-Ratspräsident António Costa unkoordinierten Kontakt zu Russland aufnahm. Irland und Österreich unterstützten die Initiative, während Berlin sie als Affront gegen die E3 bezeichnete.

Reibungen um Iran und Lastenteilung

Die Gespräche in Berlin finden vor dem Hintergrund transatlantischer Spannungen statt. Die Vereinigten Staaten, die im Februar einen Krieg an der Seite Israels gegen den Iran begannen, sind verärgert über die aus ihrer Sicht unzureichende Unterstützung der Verbündeten. Washington erwartet zudem, dass die Europäer mehr von der Verteidigungslast der NATO schultern. Artikel 4 stellt fest, dass die fünf Regierungen erörtern könnten, wie man „Präsident Donald Trump transatlantisch besänftigen oder, falls nötig, von der US-Armee hinterlassene militärische Lücken früher als erwartet füllen“ könne.

Eine Marineoption für die Straße von Hormus

Als Ausgleich für die wahrgenommene Unterbilanz bei der Iran-bezogenen Unterstützung sind Frankreich, Großbritannien und Deutschland bereit, Minenjäger und Kriegsschiffe in die Straße von Hormus zu entsenden, falls eine Waffenruhe hält, um den lebenswichtigen Engpass zwischen Iran und Oman zu sichern. Dieses Angebot wird voraussichtlich beim Berliner Abendessen erörtert.

Ruttes Brückenbau

NATO-Generalsekretär Mark Rutte wird per Video aus Washington an dem Treffen teilnehmen, wo er im Anschluss Präsident Trump treffen soll. Vor diesem Treffen bemühte sich Rutte, den Schaden zu begrenzen.

„Was die NATO betrifft, weiß ich, dass es Enttäuschung gibt, aber wir sollten auch bedenken, dass es sich um Einzelfälle handelt.“

Mark Rutte, NATO-Generalsekretär
Der Gipfel in Ankara am 7. und 8. Juli wird der nächste Test für die transatlantische Partnerschaft sein, die laut Diplomaten durch den jüngsten G7-Gipfel teilweise wieder geflickt wurde.

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