Diplomatie · Berlin
E5-Staats- und Regierungschefs treffen sich zu erstem Abendessen in Berlin, um vor dem NATO-Gipfel in Ankara eine gemeinsame Position zu erarbeiten
Deutschland, Frankreich, das Vereinigte Königreich, Italien und Polen treffen sich zum ersten E5-Abendessen der Staats- und Regierungschefs. Ziel ist es, sich zwei Wochen vor dem NATO-Gipfel in der Türkei auf eine gemeinsame Linie zur Ukraine-Unterstützung, zum Iran-Konflikt und zur transatlantischen Lastenteilung zu verständigen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Handelsblatt, DIE WELT, Der Tagesspiegel und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Bundeskanzler Merz gibt das erste E5-Abendessen mit Macron, Starmer, Meloni und Tusk aus, wobei die frühere E3-Gruppe, die Italien und Polen ausschloss, erweitert wird.
Washington ist frustriert über den begrenzten Beitrag der europäischen Verbündeten zum Iran-Krieg und fordert eine größere Verteidigungslastenteilung innerhalb der NATO.
Frankreich, Großbritannien und Deutschland sind bereit, Minenjäger und Kriegsschiffe zu entsenden, um die Ölschifffahrtsstraße zu sichern, falls ein Waffenstillstand eingehalten wird.
Der NATO-Chef, der sich aus Washington zuschaltet, sagt Fox News, die Enttäuschung im Bündnis solle als „Einzelfälle“ betrachtet werden, bevor er Trump trifft.
Costas nicht autorisierte Kontaktaufnahme zu Russland spaltete die EU-Mitglieder; Deutschland sah darin einen Affront gegen die E3, während Irland und Österreich Unterstützung anboten.
- 18.06.EU-Gipfel in Brüssel; Costas Team nimmt ohne Abstimmung Kontakt zu Russland auf, was deutsche Kritik hervorruft.
- 24.06.Erstes E5-Abendessen der Staats- und Regierungschefs in Berlin, Gastgeber Merz; Rutte schaltet sich aus Washington zu.
- 7.07.NATO-Gipfel beginnt in Ankara; 32 alliierte Führungskräfte werden erwartet.
Ein neues Format gegen alte Klagen
Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Führungskräfte von vier weiteren großen europäischen NATO-Mitgliedern für Mittwochabend ins Kanzleramt eingeladen. Damit wird das bisherige E3-Format (Deutschland, Frankreich, Großbritannien) erweitert, das Italien und Polen verstimmt hatte. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk machte deutlich, dass sein Land am Tisch sitzen müsse.
„Polen ist ein absolut unverzichtbares Glied, um ernsthaft über die Zukunft der Ukraine und der Region zu sprechen.“
Die E3-E5-Spannungen in der Ukraine-Diplomatie
Der Vorstoß für einen größeren Kreis erfolgt vor dem Hintergrund, dass eine kleinere E3-Gruppe (Deutschland, Frankreich, Großbritannien) die europäische Diplomatie zur Ukraine anführt und vor etwa zwei Wochen Präsident Wolodymyr Selenskyj in London traf. Italien und Polen kritisierten, übergangen worden zu sein. Der Riss verschärfte sich auf dem EU-Gipfel letzter Woche in Brüssel, als das Team von EU-Ratspräsident António Costa unkoordinierten Kontakt zu Russland aufnahm. Irland und Österreich unterstützten die Initiative, während Berlin sie als Affront gegen die E3 bezeichnete.
Reibungen um Iran und Lastenteilung
Die Gespräche in Berlin finden vor dem Hintergrund transatlantischer Spannungen statt. Die Vereinigten Staaten, die im Februar einen Krieg an der Seite Israels gegen den Iran begannen, sind verärgert über die aus ihrer Sicht unzureichende Unterstützung der Verbündeten. Washington erwartet zudem, dass die Europäer mehr von der Verteidigungslast der NATO schultern. Artikel 4 stellt fest, dass die fünf Regierungen erörtern könnten, wie man „Präsident Donald Trump transatlantisch besänftigen oder, falls nötig, von der US-Armee hinterlassene militärische Lücken früher als erwartet füllen“ könne.
Eine Marineoption für die Straße von Hormus
Als Ausgleich für die wahrgenommene Unterbilanz bei der Iran-bezogenen Unterstützung sind Frankreich, Großbritannien und Deutschland bereit, Minenjäger und Kriegsschiffe in die Straße von Hormus zu entsenden, falls eine Waffenruhe hält, um den lebenswichtigen Engpass zwischen Iran und Oman zu sichern. Dieses Angebot wird voraussichtlich beim Berliner Abendessen erörtert.
Ruttes Brückenbau
NATO-Generalsekretär Mark Rutte wird per Video aus Washington an dem Treffen teilnehmen, wo er im Anschluss Präsident Trump treffen soll. Vor diesem Treffen bemühte sich Rutte, den Schaden zu begrenzen.
„Was die NATO betrifft, weiß ich, dass es Enttäuschung gibt, aber wir sollten auch bedenken, dass es sich um Einzelfälle handelt.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Friedrich Merz
- Deutscher Bundeskanzler und Gastgeber des E5-Abendessens
- Donald Tusk
- Polnischer Ministerpräsident, Befürworter der E5-Erweiterung
- Emmanuel Macron
- Präsident Frankreichs
- Giorgia Meloni
- Italienische Ministerpräsidentin
- Keir Starmer
- Britischer Premierminister, der seinen Rücktritt angekündigt hat
- Mark Rutte
- NATO-Generalsekretär, schaltet sich per Video aus Washington zu
- António Costa
- Präsident des Europäischen Rates, kritisiert für unkoordinierte Kontaktaufnahme zu Russland
- Donald Trump
- Präsident der Vereinigten Staaten, den Rutte nach dem Berliner Gespräch treffen wird
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