
E-Auto-Neuzulassungen in Deutschland erreichen 24,8 % im ersten Halbjahr 2026 – Rheinland-Pfalz vorn mit knapp 30 %
Batterieelektrische Fahrzeuge machten im ersten Halbjahr 2026 24,8 % der Pkw-Neuzulassungen in Deutschland aus, nach 19,1 % im gesamten Jahr 2025, so das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Rheinland-Pfalz lag mit knapp 30 % an der Spitze aller Bundesländer, während Hamburg mit 16 % Schlusslicht war.
Bundesweiter Anstieg
Reine Batterieelektrofahrzeuge (BEVs) machten von Januar bis Juni 2026 24,8 % aller Pkw-Neuzulassungen in Deutschland aus, so Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) vom 16. Juli. Dies ist ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Anteil von 19,1 % im Gesamtjahr 2025. Die KBA-Zahlen zeigen eine bundesweite Spanne von etwa einem Sechstel bis knapp einem Drittel, je nach Bundesland.
Bundesweit ist der Anteil reiner Elektroautos (BEVs) an den Pkw-Neuzulassungen im ersten Halbjahr deutlich auf 24,8 Prozent gestiegen.
Mehrere Faktoren treiben den Aufschwung an, wie die Berichte anmerken: ein verbessertes Modellangebot, ein neues staatliches Förderprogramm sowie hohe Benzin- und Dieselpreise.
Spitzenreiter in den Ländern
Rheinland-Pfalz belegte mit einem BEV-Anteil von 29,9 % den ersten Platz, gefolgt von Schleswig-Holstein mit 29,4 %. Baden-Württemberg landete mit 28,3 % auf dem dritten Platz, was rund 57.700 neu zugelassenen Elektroautos im Südwesten entspricht. Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen verzeichneten alle Werte um die 27 %, während Berlin knapp unter 26 % lag.
Wenn Plug-in-Hybride hinzugerechnet werden, rückt Baden-Württemberg bundesweit an die Spitze. Der kombinierte Anteil von BEVs und Plug-in-Hybriden erreichte dort im ersten Halbjahr 2026 41,3 %, nach 34,9 % im Jahr 2025.
- Rheinland-Pfalz
- 29.9 %
- Schleswig-Holstein
- 29.4 %
- Baden-Württemberg
- 28.3 %
- Bremen
- 27 %
- Niedersachsen
- 27 %
- Nordrhein-Westfalen
- 27 %
- Berlin
- 26 %
- Saarland
- 24 %
- Brandenburg
- 23.7 %
- Bayern
- 23.6 %
- Hessen
- 21 %
- Mecklenburg-Vorpommern
- 20.3 %
- Thüringen
- 20.1 %
- Sachsen
- 19 %
- Sachsen-Anhalt
- 18.5 %
- Hamburg
- 15.7 %
Unter dem Bundesdurchschnitt
Mehrere Bundesländer blieben unter dem nationalen Durchschnitt von 24,8 %. Bayern erreichte 23,6 % (rund 76.000 Fahrzeuge) und landete damit auf Platz 10 der 16 Bundesländer, nach Platz 8 im Jahr 2025. Brandenburg und das Saarland lagen ebenfalls bei etwa 24 %. Hessen verzeichnete 21 %, während Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen jeweils rund 20 % erreichten. Sachsen schaffte 19 %, und Sachsen-Anhalt kam auf 18,5 % (4.331 BEVs bei 23.442 Neuzulassungen insgesamt).
Das Schlusslicht
Hamburg war der schwächste Markt für Elektroautos mit einem BEV-Anteil von nur 15,7 %. Sachsen-Anhalt war mit 18,5 % das zweitschwächste. Innerhalb Ostdeutschlands lag Sachsen-Anhalt ebenfalls hinter den Nachbarn: Brandenburg erreichte 23,7 %, Mecklenburg-Vorpommern 20,3 %, Thüringen 20,1 % und Sachsen 19,0 %.
In Hamburg und Sachsen-Anhalt waren sie dagegen zuletzt eher Ladenhüter.
Veränderungen im Ranking seit 2025
Die Rangliste des ersten Halbjahres 2026 unterscheidet sich von der des Gesamtjahres 2025. Im Vorjahr führte Niedersachsen das Land vor Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg an. Die Schlusslichter 2025 waren Thüringen, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Hamburgs Position ganz unten im ersten Halbjahr 2026 stellt eine bemerkenswerte Veränderung dar, da die Hansestadt im Vorjahr nicht zu den drei schwächsten Bundesländern gehörte.
- Bundesweiter BEV-Anteil bei 19,1 %; Niedersachsen führt das Länderranking an.
- Bundesweiter BEV-Anteil steigt auf 24,8 %; Rheinland-Pfalz übernimmt die Spitze; Hamburg fällt auf den letzten Platz zurück.


