Sicherheit · Krakau und Międzybrodzie Bialskie

Kardinal Dziwisz bestreitet Kenntnis von Priestermissbrauch vor Krakauer Gericht, Kläger fordert 20 Millionen Złoty

Kardinal Stanisław Dziwisz erschien am Montag vor dem Bezirksgericht Krakau als Zeuge in einem Zivilverfahren, das Janusz Szymik angestrengt hat. Dieser behauptet, als Kind von einem Priester sexuell missbraucht worden zu sein, und fordert 20 Millionen Złoty vom Erzbistum Krakau.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von wiadomosci.radiozet.pl, TVN24, Do Rzeczy und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Joanna Adamik, Public domain (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. Dezember 2020Isakowicz-Zaleskis Brief von 2012 im Kurienarchiv entdeckt.
  2. Juni 2026Zivilprozess um 20 Millionen Złoty Schadenersatz beginnt in Krakau.
  3. 3.08.Kardinal Dziwisz sagt vor dem Krakauer Gericht aus.

Hintergrund

Janusz Szymik, heute erwachsen, behauptet, von 1984 bis 1989 als 12-jähriger Ministrant in der Pfarrei Międzybrodzie Bialskie sexuell missbraucht worden zu sein – durch Priester Jan W. (Jan Wodniak). Der Priester wurde strafrechtlich verurteilt; der Prozess begann 2014, ein rechtskräftiges Urteil erging 2017. Mitte Juni 2026 reichte Szymik eine Zivilklage gegen das Erzbistum Krakau und die Pfarrei ein und forderte 20 Millionen Złoty Schadenersatz.

Dziwisz‘ Auftritt vor Gericht

Kardinal Stanisław Dziwisz, der frühere Metropolit von Krakau und 27 Jahre lang persönlicher Sekretär von Papst Johannes Paul II., sagte am 3. August 2026 vor dem Bezirksgericht Krakau aus. Er war zuvor zweimal vorgeladen worden, war aber nicht erschienen – mit Verweis auf Krankheit und eine geplante Reise in den Vatikan. Die Verhandlung leitete Richterin Monika Szczepaniec-Czech. Dziwisz‘ Aussage dauerte fast eine Stunde. Er erklärte, er „kenne“ Priester Wodniak nur, weil er alle Priester der Erzdiözese kannte, habe aber keine persönlichen oder sozialen Kontakte. Er betonte seine lange Abwesenheit in Rom und sagte, er wisse nicht, wie Wodniak Sekretär von Kardinal Franciszek Macharski geworden sei.

„27 Jahre lang war ich Sekretär des Papstes im Vatikan und ich habe mich nicht dafür interessiert – weil ich keine Möglichkeit hatte –, was in der Diözese geschah, da ich aufgrund meiner Funktion andere Angelegenheiten hatte.“

Stanisław Dziwisz, Kardinal und früherer Metropolit von Krakau

Er behauptete, erst vor kurzem aus der Presse von dem Missbrauch erfahren zu haben und von dem „unmoralischen Verhalten“ des Priesters erst 2022 gehört zu haben. In Bezug auf einen Brief des verstorbenen Priesters Tadeusz Isakowicz-Zaleski aus dem Jahr 2012, der zum Eingreifen aufforderte, sagte Dziwisz, der Brief sei an den Heiligen Stuhl weitergeleitet worden und habe nur wenige Sätze über Wodniak enthalten, ohne Szymiks Namen zu nennen. Er gab auch an, erst vor etwa einer Woche von Wodniaks Zusammenarbeit mit dem SB erfahren zu haben.

Umstrittene Kenntnis und Beweise

Szymiks Anwälte argumentieren, Dziwisz habe viel früher von dem Missbrauch gewusst. Sie legten Archivfotos vor, die Dziwisz und Wodniak in den 1980er Jahren gemeinsam im Urlaub zeigen. Dziwisz bestritt, mit dem Priester am Strand gewesen zu sein, und meinte, er sei vielleicht mit Seminaristen unterwegs gewesen, und es sei schwer, Personen nach 50 Jahren zu identifizieren.

„Ich war nicht mit Priester W. am Strand, aber vielleicht, als ich mit Seminaristen zusammen war, könnte er dort auch gebadet haben. Das ist eine überraschende Frage nach 50 Jahren.“

Stanisław Dziwisz, Kardinal und früherer Metropolit von Krakau

Dziwisz behauptete auch, Szymik habe ihn angerufen, um ein Treffen mit einem Anwalt zu vereinbaren, was er ablehnte. Szymik bestritt, jemals angerufen zu haben, und erklärte, er habe die Telefonnummer des Kardinals nicht und Telefonaufzeichnungen würden dies belegen.

„Das ist nicht wahr. Telefonaufzeichnungen können überprüft werden.“

Janusz Szymik

Szymik glaubt, Dziwisz habe umfangreiches Wissen über Wodniak und habe versucht, seine Rolle herunterzuspielen. Er nannte Dziwisz‘ Aussage „eine weitere Unwahrheit“ und sagte, der Kardinal widerspreche seinen früheren Aussagen. Der verstorbene Isakowicz-Zaleski hatte zuvor behauptet, er habe Dziwisz 2012 persönlich Dokumente zum Fall Szymik übergeben, und Dziwisz habe gesagt, er werde sich darum kümmern.

„Wir saßen in seinem Büro, er sah es in meiner Gegenwart durch, kommentierte einige Dinge und sagte, er werde sich darum kümmern.“

Tadeusz Isakowicz-Zaleski, Verstorbener Priester

Ein Brief von Isakowicz-Zaleski vom 24. April 2012 wurde im Dezember 2020 im Kurienarchiv entdeckt.

Die SB-Kooperation und staatliche Verantwortung

Während der Anhörung beantragten die Anwälte des Erzbistums, die Staatskasse als Mitbeklagte hinzuzuziehen. Sie argumentierten, Priester Wodniak sei ein registrierter geheimer Mitarbeiter des kommunistischen Sicherheitsdienstes (SB) gewesen, und der SB habe von seinen Sexualverbrechen gewusst, ihn aber erpresst statt zu verfolgen. Die Anwälte machten geltend, dass die Volksrepublik Polen durch den SB eine Mitverantwortung dafür trage, dass der Missbrauch nicht gestoppt wurde. Das Gericht hat noch nicht über den Antrag entschieden.

Der Prozess wird fortgesetzt.

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Quellen und Kontext

Orte
Krakau
Krakau, Międzybrodzie Bialskie · Polen

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