
Selenskyj enthüllt abgefangene Kreml-Umfragen: Putins Zustimmung bis September auf 55 Prozent gesunken
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskyj hat geheime russische Umfragedokumente veröffentlicht, die Wladimir Putin bis zu den Dumawahlen am 20. September eine Zustimmung von 55 Prozent prognostizieren, während Kreml-Analysten vor einem Anstieg der Proteste und der Notwendigkeit umfassenderer Wahlmanipulation warnen.
Abgefangene Dokumente
Der ukrainische Nachrichtendienst hat geheime interne russische Umfragen und Prognosen abgefangen, die für die obersten Ebenen des Kremls bestimmt waren. Am 14. Juni 2026 veröffentlichte Wolodimir Selenskyj die Dokumente auf Telegram und legte damit die wachsende offizielle Besorgnis über die innenpolitische Stabilität nur Monate vor den September-Parlamentswahlen offen.
Die sogenannten Indikatoren, die die Unzufriedenheit der Russen mit Putin vorhersagen, werden stetig weiter wachsen. Er hat sich bereits damit abgefunden, dass dieser Anstieg der Unzufriedenheit nicht gestoppt werden kann und dieser Indikator sich vor September, wenn in Russland die Parlamentswahlen stattfinden, nicht stabilisieren wird.
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Prognose eines Absturzes
Die abgefangenen Prognosen schätzen, dass bis zum 20. September 2026 nur noch 55 Prozent der Bevölkerung Putins Handlungen befürworten werden, während 33 Prozent explizit ablehnen. Die restlichen 12 Prozent sind unentschlossen oder fallen in andere Kategorien. Über das Präsidentenamt hinaus leidet die regierende Partei Einiges Russland unter einem „ständigen Abwärtstrend" der öffentlichen Unterstützung. Kreml-Analysten räumen ein, dass die Kontrolle über die Staatsduma „wesentlich mehr Fälschungen" erfordern werde als in jedem vorherigen Wahlzyklus.
- Zustimmung
- 55 %
- Ablehnung
- 33 %
- Unentschlossen/Sonstige
- 12 %
Wachsende Proteststimmung
Die Berichte dokumentieren einen messbaren Anstieg der „Protestneigung" in mehreren russischen Regionen. Selenskyj betonte, dass die Prognosen vor der Berücksichtigung der militärischen und wirtschaftlichen Realitäten der Sommermonate Juni, Juli und August erstellt wurden, das tatsächliche Bild also noch schlechter ausfallen könnte.
Wir gehen davon aus, dass diese Berichte nicht einmal die möglichen Ereignisse im Juni, Juli und August berücksichtigen, die die Lage in Russland nur verschlechtern können.
Kalkül des Informationskrieges
Durch die Freigabe der Dokumente will die Ukraine in einer politisch sensiblen Phase die internen russischen Zweifel verstärken. Das durchgestochene Material, das ursprünglich für den Schreibtisch von Präsident Putin bestimmt war, gewährt einen ungeschminkten Blick auf ein Regime, das sich auf eine Glaubwürdigkeitskrise zubewegt, während es sich der Dumawahl am 20. September 2026 nähert.

