Wirtschaft · Orléans und La Chapelle-Saint-Mesmin
Gericht in Orléans prüft drei Übernahmeangebote für Duralex – zwei Bieter wollen mehr als die Hälfte der Arbeitsplätze erhalten
Das Handelsgericht von Orléans hat am 17. September 2026 drei Übernahmeangebote für den Glaswarenhersteller Duralex bewertet, wobei zwei industrielle Bieter anbieten, 125 bzw. 155 der 243 Arbeitsplätze des Unternehmens zu erhalten.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Le Monde.fr, Ouest France, Le Figaro.fr und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Carlesimo schlägt die Sicherung von 125 Arbeitsplätzen vor, Cédric Mestons Holding Tomé bietet 155 von insgesamt 243 Stellen bei Duralex.
Die Kandidaten haben bis Anfang Oktober 2026 Zeit, ihre Finanzierung zu verfeinern, bevor das Handelsgericht Orléans am 12. Oktober 2026 erneut tagt.
Die Zentrale wurde Anfang September 2026 durchsucht, um die Verwendung von 7 Millionen Euro zu untersuchen, die im November 2025 von öffentlichen Spendern gesammelt wurden.
- Anfang September 2026Ermittler durchsuchen Zentrale wegen angeblicher Managementversäumnisse
- 17.09.Handelsgericht Orléans prüft drei Übernahmeangebote
- 12.10.Handelsgericht setzt Anhörung zu verbesserten Angeboten fort
Konkurrierende Übernahmeangebote
Das Handelsgericht von Orléans hat am 17. September 2026 drei Übernahmevorschläge für den französischen Glaswarenhersteller Duralex geprüft. Der Glashersteller war Anfang Juni 2026 in die Insolvenz gegangen – das fünfte Insolvenzverfahren in etwas mehr als zwanzig Jahren. Zwei industrielle Kandidaten liegen vorn mit Plänen, mindestens die Hälfte der Belegschaft zu erhalten, die zu Beginn des Jahres 2026 243 Beschäftigte zählte. Die in Saint-Étienne ansässige Gruppe Carlesimo bietet, 125 Stellen zu erhalten, während der französische Unternehmer Cédric Meston, der über die Holding Tomé agiert, vorschlägt, 155 Arbeitsplätze zu sichern. Meston war zuvor Mitgründer des Start-ups für pflanzliches Fleisch HappyVore und übernahm 2025 Tupperware France. Ein drittes Angebot des in Hongkong ansässigen Unternehmens AA Investments zielt nur auf den Markennamen ab und würde drei Mitarbeiter halten.
- Cédric Meston (Tomé)
- 155 Arbeitsplätze
- Carlesimo
- 125 Arbeitsplätze
- AA Investments
- 3 Arbeitsplätze
Daten aus dem Artikeltext
Gewerkschafts- und Ministeriumsreaktionen
Gewerkschaftsvertreter und das französische Wirtschaftsministerium bezeichneten die beiden industriellen Übernahmeprojekte als gangbare Wege, forderten die Bieter jedoch auf, die Bedingungen vor der endgültigen Auswahl zu verbessern. Die Kandidaten haben bis Anfang Oktober 2026 Zeit, ihre Finanzierungs- und Betriebspläne zu verfeinern. Rund 70 Demonstranten versammelten sich im Vorfeld der Verhandlungen vor dem Gericht, nachdem die CGT-Gewerkschaft dazu aufgerufen hatte. Eine weitere Gerichtsanhörung ist für den 12. Oktober 2026 angesetzt, um die aktualisierten Angebote zu bewerten.
Suliman El Moussaoui, ein CFDT-Gewerkschaftsvertreter, äußerte sich nach der Anhörung in Orléans vorsichtig optimistisch.
„Wir spürten, dass ein positives Ergebnis für Duralex möglich war.“
Pascal Colichet, ein mechanischer Wartungsarbeiter, der seit 27 Jahren im Werk La Chapelle-Saint-Mesmin beschäftigt ist, merkte an, dass die aktuellen Angebote trotz des positiven Schritts knapp bleiben. Die Gewerkschaften haben betont, dass die Käufer ihre Finanzierung sicherstellen und die Arbeitsplatzgarantien ausweiten müssen, um die Entlassungen unter den 243 Mitarbeitern zu begrenzen.
Ermittlungen zu verschwundenen Spenden
Das Restrukturierungsverfahren fällt mit einer gerichtlichen Untersuchung des Umgangs mit öffentlichen Geldern zusammen, die das Unternehmen gesammelt hat. Im November 2025 startete Duralex eine öffentliche Spendenkampagne, die 7 Millionen Euro von französischen Spendern einbrachte, um die Modernisierung von Maschinen zu finanzieren. Ermittler durchsuchten Anfang September 2026 die Unternehmenszentrale, um der Verwendung dieser Gelder nachzugehen, nachdem Berichte über schwerwiegende Managementfehler bekannt geworden waren.
Pascal Sudre, Departementssekretär der Gewerkschaft CGT Loiret, äußerte sich zum fehlenden finanziellen Durchblick, der zur Entlassung von Führungskräften führte.
„Die Mitarbeiter selbst haben nicht unbedingt das Geld gesehen, denn das war der Grund für die Entlassung von Herrn Marciano, dem Generaldirektor, und seinem Sohn, dem Verwalter. Denn diese beiden Personen, die tatsächlich die größte Verantwortung im Umfeld trugen, führten eine undurchsichtige Unternehmensführung, das heißt, es gab keine Transparenz in der Buchhaltung.“
Der ehemalige Generaldirektor François Marciano und sein Sohn bestreiten jegliches finanzielles Fehlverhalten. Über ihren Anwalt erklärte die Familie Marciano, dass keine Gelder aus dem Unternehmen veruntreut worden seien. Das Handelsgericht in Orléans wird nach Einreichung der endgültigen Angebote im Oktober über die Übernahmeangebote entscheiden.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Le Monde.frDeux offres de reprises industrielles " intéressantes " pour Duralex, mais les salariés redoutent des suppressions de postes
- Ouest FranceDuralex : deux candidatures de repreneurs proposent de sauver au moins la moitié des emplois
- Le Figaro.frDuralex : deux candidats repreneurs proposent de sauver la moitié des emplois
- FranceinfoOù sont passés les dons des Français à Duralex ?
- Orte
- Orléans
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