
Drôme-Waldbrand wächst auf 370 Hektar, während Hitze Feuer neu entfacht; auch Militärlager in Gironde brennt
Ein eine Woche altes Feuer im Claps-Massiv der Drôme hat sich bis Sonntagabend auf 370 Hektar ausgedehnt, mit zwei durch Hitzewellenbedingungen verursachten Wiederentfachungen, während ein separates Feuer 15 Hektar in einem mit Munition gefüllten Militärlager in der Gironde verbrannte.
Fortschritt des Drôme-Feuers
Der Waldbrand nahe Bellegarde-en-Diois im Massif du Claps brennt seit sieben Tagen, seit Montag, dem 3. August, während die Drôme laut Météo-France das gesamte Wochenende unter oranger Hitzewarnung stand. Das Feuer wurde am Samstagmorgen, dem 8. August, mit 311 verbrannten Hektar stabilisiert, entfachte sich jedoch später am Tag unter Hitzeeinwirkung neu. Die Präfektur gab am Samstagnachmittag via X bekannt, dass Wiederentfachungen an der rechten hinteren Flanke, der linken hinteren Flanke und der rechten vorderen Flanke des Feuers beobachtet worden seien, die mit Luft- und Bodenressourcen bekämpft würden. Bis 18:00 Uhr am Samstag hatte die verbrannte Fläche 320 Hektar erreicht.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag schritt das Feuer kaum voran und hielt bis Sonntagmittag bei 320 Hektar. Bis 20:30 Uhr am Sonntag meldete die Präfektur jedoch eine erhebliche Ausbreitung im rechten vorderen Sektor entlang der Bergkuppe sowie an beiden Ost- und Westhängen des Banestier-Massivs im Staatsforst von Claps. Damit stieg die Gesamtfläche auf 370 Hektar, ein Zuwachs von rund 50 Hektar. Der Wind trieb das Feuer nach Norden in Richtung des Dorfes Charens, dessen 41 Einwohner jedoch nicht unmittelbar bedroht waren.
- Feuer beginnt nahe Bellegarde-en-Diois im Massif du Claps
- Feuer am Morgen bei 311 Hektar stabilisiert
- Feuer unter Hitzeeinwirkung neu entfacht; verbrannte Fläche erreicht 320 Hektar
- Zwei Wiederentfachungen um 10:00 Uhr entdeckt; Fläche mittags bei 320 Hektar
- Feuer breitet sich auf 370 Hektar aus; vier Feuerwehrleute am Sonntag verletzt
Wiederentfachungen und Reaktion
Seit 10:00 Uhr am Sonntag wurden zwei bedeutende Wiederentfachungen entdeckt. Die erste befand sich nordwestlich des Feuers bei Serre Chadeban. Die zweite befand sich an der Schlucht mit einem Risiko der Ausbreitung nach Osten in Richtung der forêt domaniale du Claps und des Massif de la Condamine. Die Präfektur erklärte, die Lage bleibe überwacht und sei in diesem Stadium unter Kontrolle, mit besonderer Wachsamkeit auf diese beiden Sektoren.
Insgesamt wurden 408 Feuerwehrleute und drei Hubschrauber beim Drôme-Feuer mobilisiert. Seit Montag wurden sieben Feuerwehrleute bei der Brandbekämpfung leicht verletzt. Das neueste Update der Präfektur am Sonntagabend meldete vier an diesem Tag leicht verletzte Feuerwehrleute. Es wurden keine Häuser beschädigt, und in der Nacht von Freitag auf Samstag wurden keine neuen Verletzungen gemeldet.
- Sa, 8. Aug., morgens
- 311 ha
- Sa, 8. Aug., 18:00
- 320 ha
- So, 9. Aug., mittags
- 320 ha
- So, 9. Aug., 20:30
- 370 ha
Brand im Militärlager Gironde
In der südlichen Gironde, etwa 100 Kilometer von dem Mega-Brand entfernt, der Ende Juli mehr als 40.000 Hektar verwüstete, brach über Nacht ein Feuer im Militärlager Captieux in der Gemeinde Captieux aus und verbrannte 15 Hektar Vegetation. Das Feuer wurde ohne Einsatz von Feuerwehrfahrzeugen sich selbst überlassen, da das Gelände zahlreiche Munition enthält, so die SDIS. Die Feuerwehr plante, freiwillig weitere fünf Hektar um den Umfang des betroffenen Grundstücks abzubrennen, damit das Feuer keinen Brennstoff mehr hätte und von selbst erlösche. Das Lager dient als Trainingszone für Kampfjets, und seine Bulldozer arbeiteten parallel daran, bestehende Brandschneisen zu verbessern. Bis zum späten Vormittag wurde die Lage als günstig beurteilt.
Andere Vegetationsbrände
Feuerwehrleute aus Corrèze und Isère wurden ebenfalls seit Samstag, dem 8. August, für Vegetationsbrände mobilisiert. Am Samstagabend griffen die Rettungsdienste in Goulles in Corrèze ein. Der BFMTV-Bericht stellte fest, dass Feuerwehrleute aus Corrèze und Isère neben den Bränden in der Drôme und der Gironde bei separaten Vegetationsbrandvorfällen im Einsatz waren.


