
Wohnhaus und Büro der griechischen Vizeministerin mit „Tod der ND“ und Brandflaschen-Drohungen beschmiert – Voloudaki sagt, sie lasse sich nicht einschüchtern
Unbekannte Täter haben das Wohnhaus und das politische Büro der stellvertretenden Ministerin für Migration und Asyl, Sevi Voloudaki, in Chania auf Kreta mit Parolen besprüht. Die Graffiti enthielten „Tod der ND“, „Brandflaschen in eure Häuser“ sowie Botschaften zur Unterstützung von Verdächtigen eines tödlichen Brandanschlags.
Nächtlicher Vandalismus in Chania
In der Nacht wurden Parolen auf das Familienwohnhaus und das politische Büro der stellvertretenden Ministerin für Migration und Asyl, Sevi Voloudaki, am Plateia Dikastirion in Chania gesprüht. Die Graffiti, die Voloudaki selbst in einem Facebook-Beitrag veröffentlichte, enthielten die Sätze „Tod der ND“ und „Brandflaschen in eure Häuser“ sowie Parolen zur Unterstützung der Festgenommenen eines Brandanschlags in Thessaloniki, bei dem Vagia Nestora ums Leben kam. Voloudaki erklärte, sie und ihre Kinder hielten sich zu diesem Zeitpunkt zwar in der Stadt, aber nicht im Haus auf, und fügte hinzu, dass die Täter keine Rücksicht darauf genommen hätten, wer sich möglicherweise darin befand.
Die Parolen, die auf mein politisches Büro und das Haus meiner Familie geschrieben wurden, ängstigen mich nicht und werden mich nicht von meiner Pflicht abbringen.
Voloudakis Reaktion
Im Gespräch mit dem Radiosender SKAI nannte Voloudaki die Täter „dreiste Feiglinge“ und „feige“ und erklärte, sie seien direkt vor die Tür ihres Familienhauses und Büros gekommen. Sie betonte, dass weder sie noch ihre Kinder sich ängstigen ließen und dass sie ihren Weg fortsetzen werde. Die Vizeministerin unterstrich, dass die Demokratie sich nicht einschüchtern oder terrorisieren lasse, und sandte damit eine Botschaft an die Täter und alle, die ähnliche Taten versuchen. Sie enthüllte zudem, dass sich unter den Graffiti auch Bezüge zur Unterstützung der Festgenommenen des Brandanschlags in Thessaloniki befanden, und warf ihnen vor, ohne Reue zu handeln.
Ich bin empört, dass es Menschen gibt, die sich auf die Seite der Mörder der Mutter von Afroditi Nestora stellen.
Verurteilung durch die Regierung
Regierungssprecher Pavlos Marinakis bezeichnete die Tat als organisierten Einschüchterungsversuch und einen klaren Angriff auf die Demokratie. In einem Facebook-Beitrag erklärte er, dass die Zielrichtung gegen Einzelpersonen und Familien, die Androhung von Gewalt und die Schürung von Hass in einem Rechtsstaat keinen Platz hätten. Er forderte eine unmissverständliche Verurteilung und betonte, dass diejenigen, die solche Parolen tolerierten, eine enorme politische und moralische Verantwortung trügen.
Wenn manche so weit gehen, vor dem Haus der Vizeministerin Sevi Voloudaki und ihrer Familie „Tod der ND“ und „Brandflaschen in eure Häuser“ zu schreiben, haben wir es nicht mit einem Protestakt zu tun. Wir haben es mit einem organisierten Einschüchterungsversuch zu tun, einem klaren Angriff auf die Demokratie. Wir haben es mit Kriminellen zu tun.
Der Zusammenhang mit dem Brandanschlag von Thessaloniki
Die Bezüge zum Fall Thessaloniki stellen die Parolen in Chania in einen größeren Zusammenhang der Einschüchterung. Voloudaki erklärte gegenüber SKAI, die Graffiti forderten die Freilassung der Festgenommenen des tödlichen Brandanschlags, und sie behauptete, dass die Verantwortlichen keine Reue zeigten. Sie wies darauf hin, dass es sich bei dem Vorfall um eine Fortsetzung früherer Zielrichtung handle, und erinnerte daran, dass ihr Büro auf Kreta bereits vor etwa einem Jahr mit Parolen beschmiert worden sei.
- Graffiti auf Voloudakis Wohnhaus und politischem Büro in Chania gesprüht
- Voloudaki veröffentlicht Fotos der Parolen auf Facebook und weigert sich, sich einschüchtern zu lassen
- Regierungssprecher Pavlos Marinakis verurteilt den Angriff auf Facebook
- Voloudaki spricht im Radio SKAI und enthüllt, dass sich ihre Kinder während des Vorfalls in der Stadt aufhielten
Was als Nächstes kommt
Voloudaki erklärte, sie werde die Bürger weiterhin mit Konsequenz und Entschlossenheit bedienen und die Grundsätze der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit verteidigen. Ihr Facebook-Beitrag endete mit einer klaren Botschaft, dass Angst nie ihre Wahl gewesen sei und es auch jetzt nicht werde. Die Vizeministerin machte deutlich, dass sie sich von Drohungen nicht beirren lasse, und die Regierung signalisierte, dass sie den Vorfall als schweren Angriff auf demokratische Institutionen behandeln werde.

