
Russischer Drohnenangriff auf Linienbus in Cherson tötet vier Zivilisten und verletzt vier
Eine russische Loitering-Munition traf am Morgen einen gelben Linienbus im Süden der Ukraine und verstreute Trümmer auf einer häufig angegriffenen Straße.
Angriff auf morgendlichen Personennahverkehr
Eine russische Drohne traf am Morgen des 19. August 2026 einen zivilen Kleinbus in der südukrainischen Stadt Cherson. Die Regionalstaatsanwaltschaft gab bekannt, dass der Angriff direkt auf das öffentliche Verkehrsmittel abzielte, während es auf einer aktiven Stadtroute unterwegs war. Die örtlichen Behörden identifizierten den Ort als eine innerstädtische Straße, die häufig von russischen Luftangriffen getroffen wird. Von den Regionalbehörden veröffentlichtes Bildmaterial zeigte einen gelben Kleinbus mit zersplitterten Fenstern, zerbrochenem Glas und Blut, das den Boden und die Einstiegsstufen bedeckte. Die Explosion verstreute auch Trümmer und hinterließ Blutspuren auf dem umliegenden Asphalt, wo das Fahrzeug zum Stillstand kam. Die Beamten betonten, dass der Kleinbus zum Zeitpunkt des Angriffs normale Pendler beförderte.
Opfer und Notfallhospitalisierung
Der Drohnenangriff tötete vier zivile Passagiere und verletzte vier weitere, die sich in dem Kleinbus befanden. Der Gouverneur der Region Cherson, Oleksandr Prokudin, gab die Opferzahlen auf Telegram bekannt und erklärte, dass die Rettungskräfte alle vier Verletzten zur dringenden medizinischen Versorgung in örtliche Krankenhäuser gebracht hätten. Prokudin veröffentlichte auch unscharfe Fotos vom Tatort, die die umfangreichen physischen Schäden und die blutbefleckten Stufen des Fahrzeugs zeigten. Die Staatsanwaltschaft Cherson bestätigte, dass alle vier getöteten Opfer Zivilisten auf ihrem morgendlichen Weg waren. Die örtlichen Behörden wiesen darauf hin, dass die Opferzahlen auf vorläufigen Erkenntnissen beruhen, die unmittelbar nach dem Angriff aufgezeichnet wurden.
Nach vorläufigen Informationen wurden bei dem Angriff vier zivile Passagiere getötet.
- Getötet
- 4 Personen
- Verletzt
- 4 Personen
Artillerie- und Drohnenangriffe über den Fluss hinweg
Der Angriff ging von russischen Militärstellungen aus, die sich direkt gegenüber dem Dnipro-Fluss befinden. Nach dem Abzug der Moskauer Truppen aus der Stadt Cherson im November 2022 errichteten russische Streitkräfte Verteidigungsstellungen am gegenüberliegenden Flussufer. Von diesen Positionen aus führen russische Militäreinheiten häufige Artillerieangriffe und Drohnenangriffe auf Wohngebiete und Verkehrsnetze in der Regionalhauptstadt durch. Während ukrainische Truppen die Stadt Cherson halten, steht ein bedeutender Teil der weiteren Region Cherson unter russischer Militärbesatzung. Der Fluss fungiert weiterhin als aktive Frontlinie, wodurch städtische Straßen in unmittelbarer Reichweite russischer Angriffe liegen. Die in der Nähe dieser Korridore verkehrenden öffentlichen Verkehrslinien sind wiederholt Gefahren durch Loitering-Drohnen ausgesetzt.
Vorkriegsbevölkerung und Kriegsbesatzung
Vor dem Ausbruch des umfassenden Konflikts hatte die Stadt Cherson etwa 280.000 Einwohner. Russische Streitkräfte besetzten die Stadt von März 2022 bis zu ihrem Rückzug über den Dnipro im November 2022, womit eine achtmonatige Phase direkter militärischer Kontrolle endete. Mehr als vier Jahre nachdem Russland seine Invasion der Ukraine begann, haben sich die Luftangriffe auf beiden Seiten der Frontlinie intensiviert. Der wiederholte Einsatz von Angriffsdrohnen und Artillerie gegen städtische Straßen hat zu einer steigenden Zahl ziviler Opfer in Cherson und den umliegenden Siedlungen geführt. Die anhaltenden Beschüsse über den Fluss hinweg setzen die befreite Stadt unter ständigen Frontdruck.
- Russische Streitkräfte besetzen die Stadt Cherson
- Russische Streitkräfte ziehen sich über den Dnipro zurück
- Russischer Drohnenangriff tötet vier Buspassagiere in Cherson


