Regierung · Warschau
Polens Präsident lehnt Krypto-Regulierung zum dritten Mal ab; Finanzminister kündigt vierten Anlauf an
Präsident Karol Nawrocki hat zum dritten Mal ein Regierungsgesetz zur Regulierung von Kryptowerten blockiert. Dies löste scharfe Kritik der Regierungskoalition aus, und Finanzminister Andrzej Domański kündigte einen weiteren Gesetzesentwurf an.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Business Insider, www.money.pl, Do Rzeczy und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Präsident Karol Nawrocki lehnte am 11. Juni 2026 ein Gesetz zur Regulierung von Kryptowerten ab – sein drittes Veto dieser Art.
Finanzminister Andrzej Domański kündigte einen vierten Gesetzesanlauf an und betonte, der Markt dürfe nicht unreguliert bleiben.
Das abgelehnte Gesetz hätte die Finanzaufsichtsbehörde zur führenden Aufsichtsinstanz gemacht, mit der Befugnis, Marktakteure zu sanktionieren.
Premierminister Tusk sagte, der Präsident sei in Krypto-Angelegenheiten „verstrickt“; Vize-Premier Gawkowski warf ihm vor, Kriminelle zu schützen.
Der Präsident argumentiert, die Regeln seien zu restriktiv und könnten polnische Krypto-Firmen ins Ausland treiben.
Präsident Karol Nawrocki hat am Donnerstag ein Regierungsgesetz abgelehnt, das den polnischen Kryptomarkt der Aufsicht der polnischen Finanzaufsichtsbehörde (KNF) unterstellt hätte. Es ist das dritte Mal, dass er eine solche Gesetzgebung ablehnt, mit der Begründung, die vorgeschlagenen Regeln seien eine Überregulierung, die heimische Unternehmen ins Ausland treiben könnte.
Regierung verspricht „viertes Gesetz“
Finanzminister Andrzej Domański sagte, die Regierung werde nicht nachgeben. Er nannte das Veto „eine weitere schädliche Entscheidung, schädlich für die polnischen Familien“ und fügte hinzu, das Gesetz hätte der KNF echte Befugnisse zur Bekämpfung von Betrug und zum Schutz von Kleinanlegern gegeben. Domański bestätigte, dass ein neuer Entwurf vorbereitet werde, Details seien jedoch noch nicht bekannt.
„Es wird ein viertes Gesetz geben, denn wir können nicht zulassen, dass dieser Markt unreguliert bleibt, nach Wildwest-Regeln funktioniert. Wir brauchen eine verantwortungsvolle Regulierung.“
Politischer Streit eskaliert
Premierminister Donald Tusk schrieb in den sozialen Medien, der Präsident scheine „mehr darin verstrickt, als alle dachten“. Vize-Premierminister und Digitalisierungsminister Krzysztof Gawkowski ging noch weiter, zog eine Parallele zum SKOK-Kreditgenossenschaftsskandal und beschuldigte den Präsidenten, diejenigen zu decken, die in eine „schmutzige Angelegenheit“ verwickelt seien.
„Heute will die PiS keine Aufsicht, und der Präsident von der PiS will keine Aufsicht. Es geht darum, Kollegen zu decken, deren Hände schmutzig sind, und entweder wir fangen an, die Dinge beim Namen zu nennen – dass der Präsident Kriminelle schützt – oder das wird so weitergehen.“
Was das abgelehnte Gesetz enthielt
Die blockierte Gesetzgebung bestimmte die KNF als Hauptaufsichtsbehörde für Kryptowerte, ermächtigte sie, Sanktionen gegen Marktteilnehmer zu verhängen und Unternehmen zu überwachen, die mit Kryptowerten handeln. Die dritte Version enthielt eine einzige Änderung, die von der Präsidentenkanzlei vorgeschlagen wurde: Die KNF sollte gemeinsam mit dem Finanzminister einen jährlichen Bericht über die Funktionsweise des Kryptomarktes im öffentlichen Informationsblatt veröffentlichen. Präsident Nawrocki blieb dabei, dass der Gesamtrahmen immer noch zu invasiv sei.
Nächste Schritte
Domański sagte, es gebe keinen sachlichen Grund, von der in früheren Entwürfen festgelegten Regulierungsrichtung abzuweichen. Das Ministerium werde nun an einem vierten Vorschlag arbeiten, über dessen genaue Form jedoch noch zu früh zu sprechen sei. Der Konflikt lässt Polen ohne ein eigenes Aufsichtsregime für Kryptowerte zurück, während die EU-weiten MiCA-Regeln in Kraft treten.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Karol Nawrocki
- Präsident Polens, der das Krypto-Regulierungsgesetz zum dritten Mal ablehnte.
- Andrzej Domański
- Polnischer Finanzminister, der das Veto kritisierte und einen vierten Gesetzesentwurf ankündigte.
- Donald Tusk
- Premierminister Polens, der dem Präsidenten vorwarf, in Krypto-Angelegenheiten verstrickt zu sein.
- Krzysztof Gawkowski
- Vize-Premierminister und Digitalisierungsminister, der dem Präsidenten vorwarf, Kriminelle zu schützen.
- Orte
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