
Kolumbianische Touristin entführt, betäubt und drei Tage lang in verlassenem Gebäude in Rom vergewaltigt; fünf Festnahmen
Eine 32-jährige Kolumbianerin wurde in einem besetzten Haus am Rande Roms festgehalten, betäubt und drei Tage lang immer wieder vergewaltigt. Sie floh halbnackt und bat einen vorbeifahrenden Autofahrer um Hilfe.
Eine 32-jährige kolumbianische Touristin, die unter dem Pseudonym Cristina bekannt ist, überlebte ein dreitägiges Martyrium aus Entführung, Betäubung und Gruppenvergewaltigung in einem verlassenen Gebäude im Stadtteil Tor Cervara am östlichen Stadtrand von Rom. Der Albtraum begann am Abend des 17. oder 19. Mai, je nach Quelle, als sie vor einem Restaurant in der Nähe des Hauptbahnhofs Termini von einem Italiener namens Antonio angesprochen wurde. Nachdem sie ihn nach Marihuana fragte, bot er ihr Haschisch an und überredete sie, ihm zu folgen. Nach einem 30-minütigen Fußmarsch wurde sie in einen weißen Lieferwagen gezwungen und zu dem besetzten Gebäude in der Via Cesare Tallone gebracht, einem Ort, der zuvor von den Behörden geräumt wurde und Schauplatz eines ungelösten Mordes aus dem Jahr 2023 war.
Die Gefangenschaft
In dem heruntergekommenen Gebäude wurde Cristina ihrer Kleider entledigt und von mehreren Männern, die sich über einen Zeitraum von mindestens 36 Stunden abwechselten, immer wieder sexuell missbraucht. Sie wurde mit dem Tod bedroht; ihre Angreifer sagten ihr: „Du kommst hier nicht lebend raus.“ Um ihre Flucht zu verhindern und ihren Widerstand zu brechen, zwangen die Täter sie, Drogen zu nehmen. An einem Punkt bat sie eine Frau in dem Gebäude um Hilfe, doch diese verweigerte sie. Ein anderer Mann gab ihr zwei Euro für Wasser, drohte aber, sie zu töten, falls sie zu fliehen versuche.
Sie rissen mir die Kleider vom Leib und vergewaltigten mich abwechselnd.
Die Flucht
Am dritten Tag nutzte Cristina während eines weiteren Angriffs einen Moment der Unachtsamkeit. Einem Bericht zufolge sprang sie aus einer Höhe von mindestens fünf Metern und landete auf einer mit Müll umgebenen Matratze. Sie überwand einen Zaun und rannte auf die Straße, nur mit Jeans und einem BH bekleidet. Gegen 18:30 Uhr sah der 48-jährige Autofahrer Piertomaso Monaco, wie sie sich verzweifelt weinend vor fahrende Autos warf. Er hielt an, setzte sie in sein Auto und rief um Hilfe.
Diese Frau war verzweifelt, sie warf sich auf die Straße und weinte. Ich habe verstanden, dass etwas nicht stimmte und dass ich sofort eingreifen musste.
Medizinische und polizeiliche Reaktion
Cristina wurde in die Poliklinik Casilino gebracht, wo die Ärzte deutliche Anzeichen von Gewalt und einen Zustand der Veränderung dokumentierten, der auf Drogenkonsum hindeutete. Sie erstattete am 20. Mai Anzeige bei der IV. Sektion der Mobile Squad und gab eine Aussage zu Protokoll, die ein Richter später als „glaubwürdig und nicht widersprüchlich“ bezeichnete.
Die Razzia und Festnahmen
Aufgrund ihrer Schilderungen führte die Polizei eine groß angelegte Razzia in dem besetzten Gebäude durch. 29 Personen wurden identifiziert, darunter 22 irreguläre Nicht-EU-Bürger. Fünf Männer – Staatsbürger von Gambia, Nigeria und Mali im Alter zwischen 29 und 43 Jahren – wurden wegen besonders schwerer Gruppenvergewaltigung festgenommen. Gegen elf weitere Bewohner wurden Ausweisungsverfügungen erlassen; sie wurden in Abschiebehaftanstalten in Ponte Galeria, Palazzo San Gervasio und Bari überstellt. Der Italiener, der Cristina zunächst angelockt hatte, sowie zwei Nordafrikaner, die sich in dem Lieferwagen befanden, sind weiterhin auf der Flucht.
- Cristina kommt mit einer Freundin aus Sevilla in Rom an und checkt in einer Herberge nahe Porta Maggiore ein.
- Cristina wird vor einem Restaurant nahe dem Bahnhof Termini von einem Italiener angesprochen, der ihr Haschisch anbietet; sie wird in einen Lieferwagen gezwungen und in das besetzte Gebäude gebracht.
- Cristina wird entkleidet, betäubt und über einen Zeitraum von mindestens 36 Stunden der ersten von mehreren Gruppenvergewaltigungen ausgesetzt.
- Am dritten Tag gelingt Cristina die Flucht, indem sie aus großer Höhe springt, einen Zaun überwindet und auf die Straße rennt, wo sie von einem Autofahrer gerettet wird.
- Cristina erstattet Anzeige bei der IV. Sektion der Mobile Squad, was zu einer Polizeirazzia in dem Gebäude führt.
Laufende Ermittlungen
Die Behörden suchen weiterhin nach den flüchtigen Verdächtigen. Der Fall hat die Aufmerksamkeit auf besetzte und verlassene Gebäude in den Randbezirken Roms gelenkt, die von Anwohnern als „Zeitbombe“ beschrieben werden.

