US-Kampfjet deaktiviert Tanker vor Oman, drei indische Besatzungsmitglieder vermisst; Neu-Delhi protestiert
Das US-Militär feuerte auf den Maschinenraum eines unter palauischer Flagge fahrenden Tankers nahe Oman und setzte 24 indische Besatzungsmitglieder in Seenot. Indien bestellte den US-Geschäftsträger ein, nachdem der Angriff, der achte seiner Art seit der US-Blockade iranischer Häfen, stattgefunden hatte.
Der Angriff
Am Mittwoch griff ein US-Kampfjet den Maschinenraum des unter palauischer Flagge fahrenden Tankers Settebello an, der nach Angaben des US-Zentralkommandos (CENTCOM) versuchte, iranisches Öl unter Verstoß gegen die US-Blockade zu exportieren. Der Angriff ereignete sich etwa 20 Seemeilen nordöstlich von Sohar, Oman, und löste einen Brand an Bord aus.
Die Besatzung weigerte sich, den Anordnungen der amerikanischen Streitkräfte Folge zu leisten.
Alle 24 Besatzungsmitglieder waren indische Staatsangehörige; 21 wurden gerettet, drei gelten weiterhin als vermisst. Das UKMTO (Maritime Trade Operations des Vereinigten Königreichs) meldete, dass der Tanker Feuer signalisierte und um Hilfe bei der Evakuierung bat.
Rettung und diplomatische Folgen
Das indische Außenministerium verurteilte den Angriff und gab bekannt, dass seine Botschaft in Oman die Suchbemühungen mit den omanischen Behörden koordiniere. „Wir verurteilen den Angriff auf das Handelsschiff Settebello vor der Küste Omans, der sich heute ereignet hat“, erklärte das Ministerium. Neu-Delhi bestellte den US-Geschäftsträger ein, um einen scharfen Protest einzulegen.
Unsere Botschaft in Oman beobachtet die Situation genau und koordiniert proaktiv mit den omanischen Behörden die laufende Such- und Rettungsaktion.
Die vermissten Besatzungsmitglieder stehen im Mittelpunkt einer aktiven Suche.
Strategisches Pulverfass
Der Vorfall ereignet sich in einem der wichtigsten maritimen Korridore der Welt. Die Straße von Hormuz wickelt etwa ein Fünftel der globalen Öl- und Gaslieferungen ab, doch der Verkehr ist seit Ende Februar schwer beeinträchtigt. Nach der US-israelischen Offensive gegen den Iran, die am 28. Februar begann, verschärfte Teheran seine Kontrolle über die Meerenge. Als Reaktion verhängte Washington im April eine Blockade iranischer Häfen und brachte Dutzende Schiffe auf.
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Achtes Schiff neutralisiert
Das Pentagon erklärte, dies sei das achte Schiff, das seit Beginn der Blockade außer Gefecht gesetzt wurde. Nach Angaben des US-Militärs wurden zusätzlich zu den neutralisierten Schiffen 134 Schiffe als konform eingestuft und 42 Schiffe mit humanitärer Hilfe durften passieren. CENTCOM bezeichnete den Angriff als Akt der Selbstverteidigung zur Durchsetzung der Sanktionen.
- Neutralisiert
- 8 Schiffe
- Konform
- 134 Schiffe
- Humanitäre Hilfe
- 42 Schiffe
Die jüngste Aktion fiel mit breiteren US-Angriffen im Iran zusammen, wobei CENTCOM am Mittwoch, nur wenige Stunden nach dem Scheitern eines neunwöchigen Waffenstillstands, zusätzliche Selbstverteidigungsangriffe auf mehrere Ziele ankündigte.
