Sicherheit · Bologna

Gutachter in Bologna nennen drei Mitursachen für Tod nach Polizeieinsatz

Gutachter der Staatsanwaltschaft erklären, die Kompression eines 42-Jährigen, den Polizisten mit dem Gesicht nach unten festhielten, habe zu seinem Tod beigetragen – neben Kokain und Herzproblemen. Die Staatsanwälte beraten am Mittwoch, 28. Oktober.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Rai news, Il Fatto Quotidiano, Open und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Bologna · Italien
Wie es dazu kam
  1. 26.10.Gutachten bei der Staatsanwaltschaft hinterlegt
  2. 28.10.Staatsanwälte beraten über die Ergebnisse
  3. 19.11.Frist für die Entscheidung, ob gegen die sechs Personen ermittelt oder die Verfahren eingestellt werden

Was die Gutachter feststellten

Ein technisches Gutachten für die Staatsanwaltschaft Bologna, das knapp 200 Seiten umfasst, nennt drei Mitursachen für den Tod eines 42-Jährigen am 19. Juli 2026. Er starb im Viertel Pilastro, nachdem zwei Polizisten ihn während eines Einsatzes mit dem Gesicht nach unten auf den Boden gedrückt hatten. Berichten zufolge führen die Gutachter die Kompression seines Körpers in Bauchlage, die Aufnahme von Kokain und seine Herzprobleme als Faktoren an, die zusammen das akute Atemversagen auslösten, an dem er starb. Keine der drei Ursachen schließt die anderen aus, sodass die Staatsanwaltschaft abwägen muss, wie stark jede einzelne zum Endergebnis beigetragen hat.

Der Anwalt der Familie, Fabio Anselmo, gab die Einschätzung der Gutachter an die Nachrichtenagentur AGI weiter. Danach kamen die Gutachter zu dem Ergebnis, die Asphyxie sei die eigentliche Todesursache, weil dem Mann die Luft fehlte, während er komprimiert wurde, agitiert war und nach der Einnahme von Kokain mehr Sauerstoff benötigte. Anselmo formulierte es so:

„Wäre er nicht komprimiert worden, hätten diese beiden letztgenannten Umstände nicht zum Tod geführt.“

Fabio Anselmo

Sechs Personen im vorläufigen Register

Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung (omicidio colposo) eröffnet. Sechs Personen sind im Register der vorläufigen Eintragungen erfasst: die beiden Beamten, die den Mann festhielten, und vier Freiwillige des Roten Kreuzes, die in die Via Svevo kamen, als ihm schlecht wurde. Diese Eintragung ist ein vorbereitender Schritt, der genutzt wird, wenn ein möglicher Rechtfertigungsgrund besteht, und sie macht die Eingetragenen noch nicht zu formellen Beschuldigten. Die Frist für die Entscheidung der Staatsanwaltschaft ist der 19. November; dann muss sie entweder gegen die sechs Personen ermitteln oder die Verfahren gegen sie einstellen. Das Gutachten wurde am 26. Oktober bei der Staatsanwaltschaft hinterlegt.

Der Einsatz und die Beweise

Der Mann war agitiert, als die Beamten ihn mit der Brust zum Boden auf den Boden drückten. Handyaufnahmen und eine Bodycam zeichneten Teile des Festhaltens auf, und nach dem Einsatz hörte er auf zu atmen. Die am 24. Juli durchgeführte Obduktion ergab Blut in der Lunge und Anzeichen von Kompression. Zu diesem Zeitpunkt mussten die Ermittler noch klären, ob die Kompression vom Festhalten oder von späteren Wiederbelebungsmaßnahmen herrührte und wie stark das Kokain und mögliche Vorerkrankungen zu gewichten sind. Das Gutachten der Experten ordnet die Kompression nun unter die Todesursachen ein.

Die umstrittene Rolle des Kokains

Anselmo hat argumentiert, das Kokain habe keine eigenständige Rolle gespielt, außer dass es zusammen mit der Agitation den Sauerstoffbedarf des Mannes erhöht habe, der ihm – so seine Darstellung – abgeschnitten worden sei, während die Beamten ihn in Bauchlage hielten. Er verwies auf toxikologische Ergebnisse von etwa 300 Nanogramm Kokain pro Milliliter, was seinen Angaben zufolge die Hälfte der Menge ist, die die Fachliteratur als allein tödlich einstuft. Zudem sagte er, ohne die Asphyxie-Komponente wäre der Mann nicht gestorben. Die Gutachter beschreiben Kokain als Verringerung der Lungenkapazität und zählen es zu den drei Ursachen; die beiden Darstellungen unterscheiden sich daher vor allem darin, wie stark die Droge gewichtet wird.

Die nächsten Termine

Die drei mit dem Fall befassten Staatsanwälte Morena Plazzi, Domenico Ambrosino und Francesca Arienti treffen sich am Mittwoch, 28. Oktober, um die Ergebnisse abzugleichen und über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Sie müssen zudem bewerten, wie stark jede Ursache wog, da keine die anderen ausschließt. Die Frist vom 19. November gibt den Zeitrahmen vor, bis wann entschieden werden muss, ob gegen die sechs Personen förmlich ermittelt wird oder die Verfahren eingestellt werden. Die folgende Zeitleiste listet die wichtigsten Daten auf.

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