
Schießerei in Montreal fordert drei Tote, darunter einen Polizisten und den Tatverdächtigen
Ein bewaffneter Täter eröffnete am Montagnachmittag im Viertel Côte-des-Neiges in Montreal das Feuer, tötete einen Polizisten und einen Zivilisten und wurde anschließend von Einsatzkräften erschossen. Ein weiterer Polizist wurde verletzt.
Was geschah
Am Nachmittag des Montag, 22. Juni 2026, fielen mehrere Schüsse im Bezirk Côte-des-Neiges in Montreal, einem Gebiet mit einer jüdischen Gemeinde. Der Vorfall löste einen groß angelegten Polizeieinsatz aus, der um 11:35 Uhr Ortszeit (18:35 Uhr griechischer Zeit) begann und stundenlang andauerte, wie die Polizei mitteilte.
Augenzeugen berichteten, etwa 20 Schüsse gehört zu haben. Unbestätigte erste Berichte sprachen von mindestens zwei leblosen Personen am Tatort. Die Polizei bestätigte später, dass der mutmaßliche Schütze „neutralisiert“ worden sei und dass zwei Polizisten und ein Zivilist getroffen wurden.
Opfer
Am späten Nachmittag gab der Polizeidienst der Stadt Montreal (SPVM) drei Todesfälle bekannt: einen männlichen Polizisten, einen männlichen Zivilisten und den männlichen Tatverdächtigen. Eine Polizistin wurde ebenfalls verletzt; ihr Zustand wurde zunächst nicht mitgeteilt. Frühere lokale Medienberichte hatten von zwei verletzten Beamten gesprochen, einer mit einer Kopfwunde und der andere mit einer Handverletzung.
- Polizist (tot)
- 1 Personen
- Zivilist (tot)
- 1 Personen
- Tatverdächtiger (tot)
- 1 Personen
- Polizist (verletzt)
- 1 Personen
Die Polizei hat keine Angaben zu den Identitäten der Opfer oder des mutmaßlichen Schützen gemacht.
Polizeieinsatz
Nach den ersten Schüssen eilten Beamte zum Tatort und riegelten das Gebiet ab, das in etwa von der Côte-des-Neiges Road, der MacDonald Avenue, der Autobahn 40 und der Queen Mary Road begrenzt wird. Kurz nach 12:30 Uhr wurde eine Notfallwarnung herausgegeben, die die Bewohner vor einem flüchtigen, „bewaffneten und gefährlichen“ Tatverdächtigen warnte.
Die Bewohner wurden aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben, die Türen zu verriegeln, sich von Fenstern fernzuhalten und den Anweisungen der örtlichen Behörden Folge zu leisten. Die Warnung forderte die Menschen außerdem auf, das Gebiet um die De Courtrai Avenue und die Trans Island Avenue zu meiden.
Abriegelung und Auswirkungen auf das Gebiet
Das Viertel Côte-des-Neiges, das ein historisch jüdisches Viertel umfasst, blieb den ganzen Nachmittag über von einer starken Polizeipräsenz geprägt. Die Ermittlungen dauerten an, und die Beamten baten die Öffentlichkeit, den Umkreis zu meiden, um den Einsatz zu erleichtern und die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten.
Ein Motiv für den Angriff wurde von den Behörden nicht bekannt gegeben, und die Polizei machte zunächst keine Angaben zu den Umständen, die zu der Schießerei führten.


