
Drei Tote nach Absturz eines Kleinflugzeugs in eine Bergwand bei Leukerbad in den Schweizer Alpen
Eine Cirrus SR22T auf dem Flug von Lugano nach Buochs stürzte kurz nach einem Zwischenstopp in Sion nahe der Fluhalp ab, wobei alle drei Insassen ums Leben kamen. Die Schweizer Bundesbehörden für Sicherheit und die Kantonspolizei haben Ermittlungen zur Ursache eingeleitet.
Flugroute und Aufprall
Ein einmotoriges Kleinflugzeug vom Typ Cirrus SR22T ist am Dienstagnachmittag in den Schweizer Alpen mit einer Bergwand kollidiert, wobei alle drei Personen an Bord ums Leben kamen. Der Flug startete am Flughafen Lugano im südlichen Kanton Tessin und machte einen Zwischenstopp am Flughafen Sion im Kanton Wallis. Nach dem Zwischenstopp in der Walliser Kantonshauptstadt startete das Flugzeug erneut, um seine geplante Reise nach Norden zum Flugplatz Buochs im zentralen Kanton Nidwalden fortzusetzen.
Kurz nach 16:00 Uhr stürzte das Flugzeug gegen die nördliche Felswand im Sektor Fluhalp in der Gemeinde Leukerbad (Loèche-les-Bains). Die Aufprallstelle liegt nahe dem Balmhorn an der Grenze zwischen den Kantonen Wallis und Bern. Die Kantonspolizei Wallis bestätigte den Absturz und die Todesfälle in einer offiziellen Stellungnahme am Mittwochnachmittag.
Aus noch zu klärenden Gründen kollidierte das Flugzeug mit dem Nordhang im Sektor Fluhalp.
Notfalleinsatz an der Fluhalp
Anwohner und Zeugen im Gebiet von Leukerbad alarmierten die Rettungskräfte, nachdem sie starken Rauch von der alpinen Felswand beobachtet hatten. Der Alarm löste einen von der Kantonalen Walliser Rettungsorganisation (OCVS 144) koordinierten Einsatz aus, der Suchtrupps, Feuerwehr und Polizeiermittler aus dem Wallis sowie Einheiten aus benachbarten Kantonen zusammenbrachte.
Ersthelfer erreichten das hochgelegene Gelände mit drei Rettungshubschraubern, die zwei alpine Rettungsspezialisten transportierten. Als sie das Wrack an den Hängen der Flüealp erreichten, stellten die medizinischen Einsatzkräfte fest, dass die drei Insassen beim Aufprall tödliche Verletzungen erlitten hatten. Das steile Gelände erforderte spezialisierte Luftfahrtressourcen, um das Absturzgebiet zu sichern und technische Experten zur Bergwand zu bringen.
- Cirrus SR22T startet vom Flughafen Lugano im Tessin
- Flugzeug landet zu einem planmäßigen Zwischenstopp in Sion, bevor es nach Buochs weiterfliegt
- Flugzeug prallt gegen die nördliche Felswand an der Fluhalp oberhalb von Leukerbad
- Drei Rettungshubschrauber und Spezialisten treffen nach Rauchmeldungen am Ort ein
- Kantonspolizei Wallis bestätigt drei Todesfälle, Bundesbehörden leiten Ermittlungen ein
Sicherheits- und Justizermittlungen
Am Mittwoch wurden zwei parallele, koordinierte Untersuchungen eingeleitet, um die Ursache des tödlichen Absturzes zu ermitteln und den Ablauf zu klären. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST), die Bundesbehörde für die Untersuchung von Unfällen in den Bereichen Luftfahrt, Eisenbahn und Schifffahrt, leitete eine technische Sicherheitsuntersuchung des Wracks und des Flugbetriebs ein.
Gleichzeitig eröffnete die Bundesanwaltschaft der Schweiz in enger Abstimmung mit der Kantonspolizei Wallis ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren. Die Ermittler prüfen Radardaten des Fluges zwischen Sion und Buochs, die atmosphärischen Bedingungen rund um das Balmhornmassiv sowie mechanische Komponenten der einmotorigen Cirrus SR22T, um zu klären, warum das Flugzeug in die Felswand geriet.
Identifizierung und Bergungsmaßnahmen
Die Kantonsbehörden bestätigten, dass die formelle Identifizierung der drei verstorbenen Insassen am Mittwochnachmittag noch im Gange war. Forensische Spezialisten der Polizei und kantonale Gerichtsmediziner arbeiten an den formellen Überprüfungsverfahren, bevor sie Identitätsdetails veröffentlichen oder die Angehörigen benachrichtigen.
Suchteams und Unfallermittler dokumentieren weiterhin die Absturzstelle an der Nordwand der Fluhalp, um verbleibende Flugzeugtrümmer zu bergen. Die an der Bergseite von Leukerbad gesammelten Beweise werden in den gemeinsamen Berichtsprozess zwischen den Bundesbehörden für Sicherheit und der kantonalen Strafverfolgung einfließen.


