
Johannesson-Doppelpack rettet Köln, während Hamburg und Wolfsburg im DFB-Pokal weiterkommen
Der 1. FC Köln drehte am Montag einen Rückstand und besiegte die Würzburger Kickers mit 2:1, während der Hamburger SV Verl mit 3:0 bezwang und Wolfsburg nach Elfmeterschießen gegen den Viertligisten Altglienicke die Oberhand behielt.
Köln übersteht frühen Rückstand in Würzburg
Der 1. FC Köln vermied am Montagabend ein Auftakt-Aus im DFB-Pokal und sicherte sich einen 2:1-Sieg über den Drittligisten Würzburger Kickers in der ausverkauften Akon Arena. Die Gastgeber gingen in der 18. Minute in Führung, als David Abrangao eine Flanke von Tim Kraus per Kopf ins Tor beförderte – vor 12.100 Zuschauern. Kurz nach dem Führungstreffer wurde das Spiel kurz unterbrochen, weil von den Kölner Fanblöcken Tennisbälle auf den Rasen geworfen wurden – als Protest gegen die Ansetzung von Montagsspielen im Profifußball. Kickers-Torwart Rajkovacic und eine kompakte Abwehr der Gastgeber hielten Kölns Angreifer Said El Mala in der ersten Halbzeit in Schach. Der Bundesligist glich in der 62. Minute aus, als Isak Bergmann Johannesson eine schnelle Kombination nach einem Einwurf nutzte. Johannesson traf erneut in der 77. Minute nach Vorlage von Linton Maina und besiegelte damit den Einzug in die zweite Runde – zum vierten Mal in Folge unter Trainer René Wagner.
- David Abrangao köpft Würzburger Kickers nach Flanke von Tim Kraus in Führung
- Isak Bergmann Johannesson gleicht für Köln nach einer Einwurf-Kombination aus
- Johannesson erzielt sein zweites Tor per Pfostenschuss nach Vorlage von Linton Maina
- Köln bringt Schmied, um die 2:1-Führung zu verteidigen
Lemke stellt Torrekord beim Hamburger Sieg auf
Der Hamburger SV zog mit einem 3:0-Auswärtssieg beim Drittligisten SC Verl in die zweite Runde ein. Die Gastgeber kamen in der 13. Minute durch einen Distanzschuss von Mika Clausen und in der 15. Minute durch einen Versuch von André Leipold zu ersten Chancen, den HSV-Torwart Sander Tangvik vereitelte. Albert Grönbaek brachte die Gäste in der 41. Minute in Führung und legte kurz nach der Pause in der 46. Minute nach. Der 16-jährige Louis Lemke baute die Führung in der 50. Minute auf 3:0 aus, nachdem er zuvor bereits eine Vorlage gegeben hatte. Mit 16 Jahren, 10 Monaten und 16 Tagen wurde Lemke zum jüngsten Pflichtspieltorschützen der HSV-Geschichte. Der Flügelspieler übertraf den bisherigen Vereinsrekord von Uwe Seeler aus dem Jahr 1954, der im Pokal gegen Trier im Alter von 17 Jahren, 9 Monaten und 10 Tagen getroffen hatte.
- SC Verl Mittelfeldspieler Mika Clausen verfehlt mit einem Weitschuss knapp das Tor
- André Leipolds Versuch wird von HSV-Torwart Sander Tangvik gehalten
- Albert Grönbaek erzielt das Führungstor für den Hamburger SV
- Grönbaek verdoppelt Hamburgs Führung direkt nach der Halbzeit
- Louis Lemke trifft zum 3:0 und wird zum jüngsten Pflichtspieltorschützen der HSV-Geschichte
Wolfsburg übersteht Elfmeterschießen gegen Altglienicke
Der abgestiegene VfL Wolfsburg vermied eine Niederlage gegen den Viertligisten VSG Altglienicke aus der Regionalliga und setzte sich nach einem 3:3 nach Verlängerung im Elfmeterschießen durch. Altglienicke, das erst zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte im DFB-Pokal antrat, führte in der regulären Spielzeit zwischenzeitlich 1:0 und 2:1, bevor Wolfsburgs Kapitän Maximilian Arnold zweimal traf und die Verlängerung erzwang. Die Berliner Außenseiter gingen in der Verlängerung erneut in Führung, doch Wahl glich in der 119. Minute mit einem späten Treffer aus. Im anschließenden Elfmeterschießen vergab der neue Wolfsburger Neuzugang Reese seinen Versuch und gab Altglienicke die Chance, in Führung zu gehen. Zwei Altglienicker Schützen scheiterten anschließend vom Punkt, sodass Wolfsburg weiterkam, nachdem der ehemalige St. Galler Spieler Alessio Besio seinen Elfmeter verwandelt hatte.
Pokal-Aufstieg und Saisonauftakt
Die drei Montagabend-Partien schlossen die erste Runde des DFB-Pokals für die beteiligten Mannschaften ab. Der Hamburger SV feierte einen Sieg im ersten Pflichtspiel der Saison ohne den Verteidiger Miro Muheim in der Startelf, während der Gegner SC Verl bereits drei Drittliga-Partien absolviert hatte. Würzburg kam in der Nachspielzeit gegen Köln einem Ausgleich nahe, als ein Schuss an das Aluminium ging, doch der unterklassige Verein konnte die vier Punkte aus den ersten beiden Ligaspielen nicht nutzen. Köln richtet den Blick nun auf den Bundesliga-Auftakt am Samstag gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Wolfsburg zieht trotz drei Gegentoren gegen einen Viertligisten in die zweite Runde ein – gemeinsam mit Köln und Hamburg.


