
Drei Arbeiter sterben in Wassertank eines Privathauses in Quinta do Lago, Portugal
Die Todesfälle ereigneten sich am Montag, dem 12. Oktober, während Abdichtungsarbeiten an einem Privathaus in Loulé im Distrikt Faro. Die Rettungskräfte erhielten den Alarm um 12:53 Uhr und bestätigten die Todesfälle vor Ort, nachdem 30 Einsatzkräfte entsandt worden waren.
Was geschah
Drei Männer starben am Montag, dem 12. Oktober, nachdem sie in einen Wassertank eines Privathauses im Gebiet Quinta do Lago in Loulé im Distrikt Faro an der Algarve gestiegen waren. Lusa berichtete unter Berufung auf Quellen der GNR und des Katastrophenschutzes, die Männer hätten für ein Bauunternehmen gearbeitet und Abdichtungsarbeiten an dem Anwesen durchgeführt. Das Bauwerk wird in den Berichten unterschiedlich beschrieben: Diário de Notícias spricht von einem Wasserreservoir, Notícias ao Minuto und RTP von einer Klärgrube und SAPO von einem Brunnen (poço), in dem die Männer unter Wasser geraten seien. SAPO verortet den Vorfall in der Avenida Ayrton Senna da Silva in Quinta do Lago, in Almancil, innerhalb der Gemeinde Loulé. Die GNR-Quelle erklärte, die Arbeitsbedingungenbehörde (ACT) sei auf dem Weg zum Ort.
Rettungseinsatz
Der Katastrophenschutz verzeichnete den Alarm um 12:53 Uhr, und Rettungsteams versuchten eine Wiederbelebung, bevor sie die drei Todesfälle am Einsatzort feststellten. Laut RTP mobilisierte der Einsatz 30 Einsatzkräfte, unterstützt von 13 Landfahrzeugen, darunter Feuerwehrleute aus Loulé und der medizinische Notdienst INEM. SAPO berichtet, das Notarztteam VMER aus Faro habe die Todesfälle vor Ort bestätigt. INEM entsandte zudem die Psychologische Notfallinterventionsgruppe der Algarve (UMIPE), um den Menschen vor Ort psychologische Unterstützung zu bieten. Die zuerst entsandten Krankenwagen wurden zurückgerufen. Das Territorialkommando Faro der GNR beschrieb den Einsatzort mit diesen Worten:
Drei Arbeiter eines Bauunternehmens wurden leblos in einem Wasserreservoir eines Privathauses in Quinta do Lago aufgefunden, wo sie Abdichtungsarbeiten durchführten.
Opfer und widersprüchliche Angaben
Die Berichte liefern unterschiedliche Beschreibungen der Opfer. SAPO gibt geschätzte Alter zwischen 25 und 30 Jahren an und erklärt, alle drei seien Männer gewesen. Notícias ao Minuto gibt unter Berufung auf die Jornal de Notícias Alter von 21, 24 und 40 Jahren sowie rumänische Staatsangehörigkeit an. Das Einsatzführungskommando Faro, CDOS, bestätigte laut Notícias ao Minuto die drei Todesfälle und die drei betreuten Personen. Diário de Notícias berichtet unter Berufung auf Lusa, dass drei weitere Personen vor Ort betreut wurden. Notícias ao Minuto zufolge wurden diese drei, im Alter zwischen 50 und 52 Jahren, am Einsatzort behandelt und lehnten einen Transport ins Krankenhaus ab.
Ermittlungen
Die GNR erklärte, die Ermittlungen dauerten an, um zu klären, was sich auf dem Anwesen ereignet habe. Die GNR-Quelle machte zu diesem Zeitpunkt keine weiteren Angaben zu den Opfern. Die vorliegenden Berichte nennen weder das Unternehmen, das die Männer beschäftigte, noch eine Todesursache. Aus der Berichterstattung geht nicht hervor, wie lange sich die Männer in dem Tank oder Bauwerk befanden, bevor der Alarm ausgelöst wurde. Die Inspektion des Ortes durch die Arbeitsbedingungenbehörde dürfte laut der GNR-Quelle Teil der Untersuchung sein.

