Draghi nannte blockierte Erwartungen die belastbarste Erklärung für die Jugendproteste in Frankreich und Italien und sagte, junge Menschen fühlten sich von niemandem gehört.
Draghi sagte, junge Menschen fänden schwer einen Job und fühlten sich auf eine Gesellschaft im sehr schnellen technologischen Wandel nicht vorbereitet.
Draghi sagte, Frankreich habe seit vielen Jahren ein Haushaltsdefizit, und seine Schuldenquote am BIP steige seit mehr als einem Jahrzehnt, vielleicht seit fünfzehn Jahren – ein Defizit, das bei steigenden Zinsen schwer zu bewältigen sei.
Draghi sagte, nichts an sich rechtfertige einen Eingriff der EZB, die Schwelle sei derzeit ziemlich hoch, und es seien weder eine signifikante Ansteckung noch eine Störung des Transmissionsmechanismus festgestellt worden.

Mario Draghi, früherer italienischer Ministerpräsident und ehemaliger Präsident der Europäischen Zentralbank, sprach mit Bloomberg in einem Interview, das bei einer Veranstaltung in New York für einen Podcast aufgezeichnet wurde. Die Fragen stellte Lisa Abramowicz auf einer Konferenz von Citadel Securities, die ihn nach Bildern von Unruhen in Paris und Mailand fragte. Berichte beschreiben Jugendproteste in Frankreich und Italien, die häufig gewaltsam wurden; La Stampa nennt zudem Spanien unter den betroffenen Ländern. Draghi sagte, die Motive hinter den Unruhen unterschieden sich von Land zu Land. Er verwies auf einen gemeinsamen Faktor, Wahlen von großer Bedeutung im kommenden Jahr, bezeichnete diesen Zusammenhang aber nur als den Rahmen des Bildes.
Draghi nannte blockierte Erwartungen die belastbarste Erklärung für die Unruhen, weil junge Menschen glaubten, niemand höre ihnen zu.
„Ich denke, die belastbarste Erklärung ist, dass es sich um einen Fall blockierter Erwartungen handelt“
Nach seiner Darstellung erleben junge Menschen soziale Dynamiken als blockiert, finden schwer einen Job und fühlen sich auf eine Gesellschaft im sehr schnellen technologischen Wandel nicht vorbereitet. Er sagte, die meisten Menschen wollten Wachstum mit sozialer Gerechtigkeit, und für junge Menschen bedeute das Gerechtigkeit zwischen den Generationen. Wenn das Wachstum stocke, werde das sehr schwierig zu liefern, und das Ergebnis sei Angst. Er sagte außerdem, Europa insgesamt habe ein Wachstumsproblem gehabt und habe es noch, während die Prognosen leicht nach oben korrigiert worden seien und die Wirtschaft etwas besser laufe.
Draghi sagte, Gewalt müsse unter allen Umständen verurteilt werden. Er argumentierte, politische Akteure, die mit Massendynamiken spielten, sowie Straßenkonfrontationen und Zusammenstöße wirkten eher als Verstärker denn als eigentliche Erklärungen. Seiner Ansicht nach können diese Faktoren die Unruhen verschärfen, ohne die Unzufriedenheit dahinter zu erklären. Das Interview behandelte die Proteste als eine Welle über mehrere Länder hinweg und nicht als ein auf eine Hauptstadt beschränktes Problem.
Draghi beschrieb Frankreich als Land mit einem spezifischen fiskalischen Problem: seit vielen Jahren ein Haushaltsdefizit und eine Schuldenquote am BIP, die seit mehr als einem Jahrzehnt steigt, vielleicht sogar seit fünfzehn Jahren. In einem globalen Umfeld schnell steigender Zinsen sei dieses Defizit, so sagte er, schwer zu bewältigen. Nichts an sich rechtfertige einen Eingriff der EZB. Auf die Frage, ob die Bank eingreifen würde, um Anleihespreads zu verengen, sagte er, diese Spreads spiegelten eine neue Bepreisung fiskalischer und politischer Risiken wider, und die Schwelle für einen Eingriff sei derzeit ziemlich hoch. Er merkte an, dass die Inflation laut den jüngsten Daten weiter gestiegen sei. Die Instrumente könnten nur genutzt werden, wenn zwei Bedingungen vorlägen, Ansteckung und eine Störung des Transmissionsmechanismus, und er sagte, er finde keine von beiden, da die Kreditvergabe der Banken laut den jüngsten Daten zu den Kreditströmen zugenommen habe. Er bat darum, seine Äußerungen nicht als das zu lesen, was die EZB tun sollte, sondern als das, was er an ihrer Stelle tun würde.
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Pollar unterstützenMakroökonomie · Paris, Mailand und New York
Der frühere EZB-Präsident Mario Draghi hat gegenüber Bloomberg die Jugendunruhen in Frankreich und Italien mit blockierten Erwartungen in Verbindung gebracht und erklärt, nichts rechtfertige derzeit einen Eingriff der EZB in Frankreich.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Adnkronos, lastampa.it, ANSA.it und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er