
DNA durchsucht Führerscheinstelle Ilfov wegen mutmaßlicher Bestechung für Prüfungstermine und Genehmigungen
Staatsanwälte haben am Dienstag, dem 13. Oktober 2026, 15 Orte in Bukarest und im Kreis Ilfov durchsucht, darunter den Sitz des Führerschein- und Zulassungsdienstes Ilfov. In dem Fall geht es um mutmaßliche Zahlungen für eine schnellere Terminvergabe bei Prüfungen sowie für eine zügigere Bearbeitung von Führerscheinen und Zulassungen.
Durchsuchungen an 15 Orten
Staatsanwälte der Nationalen Antikorruptionsdirektion (DNA) haben am Dienstag, dem 13. Oktober 2026, Durchsuchungen am Sitz des Serviciul Permise și Înmatriculări Ilfov durchgeführt, des Führerschein- und Zulassungsdienstes für den Kreis Ilfov. Nach Angaben der DNA fanden die Durchsuchungen an 15 Orten in Bukarest und im Kreis Ilfov statt, auf Grundlage von Genehmigungen des zuständigen Gerichts. Sie erstrecken sich auf den Sitz einer öffentlichen Einrichtung sowie auf die Wohnungen mehrerer Privatpersonen. Die Ermittler stellen Dokumente, Verwaltungsunterlagen und weitere Beweismittel sicher, um das volle Ausmaß der mutmaßlichen Aktivitäten festzustellen und alle Beteiligten zu identifizieren. Beamte der Generaldirektion für Antikorruption unterstützen die Staatsanwälte in dem Verfahren.
Mutmaßliches Bestechungssystem
Der Fall betrifft Korruptionsvorwürfe aus dem Verlauf des Jahres 2026. In ihrer Erklärung teilte die DNA mit, dass Bedienstete des Dienstes gemeinsam mit Komplizen aus dem Kreis der Fahrschulmitarbeiter Geld für folgende Zwecke erhalten haben sollen:
Sie sollen verschiedene Geldbeträge im Zusammenhang mit ihren Dienstpflichten erhalten haben, für die bevorzugte Terminvergabe, das „Vordrängeln“, von Personen zur praktischen Fahrprüfung für den Erwerb eines Führerscheins, für die Erleichterung des Bestehens dieser Prüfung sowie für die Beschleunigung der Bearbeitung von Anträgen auf Ausstellung oder Umtausch von Führerscheinen beziehungsweise auf Ausstellung von Zertifikaten und Kennzeichen.
Digi24 berichtete unter Berufung auf eigene Quellen, die Bediensteten stünden im Verdacht, Bestechungsgelder anzunehmen, damit Personen schneller durchkämen, Zulassungsverfahren beschleunigt würden oder das Ergebnis der praktischen Fahrprüfung geändert werde. Adevărul meldete, die Ermittler prüften, ob diese Handlungen von Polizeibeamten und Fahrlehrern begangen wurden.
Beträge und die Rolle der Fahrlehrer
Von TVR Info zitierte Justizquellen gaben an, Kandidaten hätten rund 500 Euro gezahlt, um schneller zur Fahrprüfung eingeteilt zu werden – eine Zahl, die auch HotNews nannte. Ziare.com berichtete unter Berufung auf Justizquellen von AGERPRES und auf TVR, die Beträge seien inoffiziell und getrennt von den staatlichen Gebühren gezahlt worden, um eine Vorziehung vor anderen Kandidaten zu erreichen. Die Quellen von Digi24 gaben an, die angebotenen Summen hätten in einigen Fällen 500 Euro erreicht. HotNews berichtete unter Berufung auf dieselben Justizquellen, die Staatsanwaltschaft verdächtige mehrere Beschäftigte, darunter Mitglieder der Leitung des Dienstes, sowie Fahrlehrer, Kandidaten geholfen zu haben. Die Fahrlehrer werden als Vermittler zwischen den Mitarbeitern des Dienstes und den Kandidaten beschrieben. Die Staatsanwälte prüfen zudem den Verdacht weiterer Zahlungen für den Erwerb von Führerscheinen.
Wie es weitergeht
HotNews berichtete unter Berufung auf Justizquellen, die Verdächtigen sollten im Laufe des Tages am Sitz der DNA vernommen werden. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung hatte die Behörde nach Angaben von HotNews noch keine offiziellen Einzelheiten zu dem Fall mitgeteilt. Digi24 kündigte an, die Berichterstattung zu aktualisieren, sobald die DNA weitere Details bekannt gebe.


