
Tom Cruises „Digger“ steuert nach 60 Prozent Einbruch im zweiten Wochenende auf 245 Millionen Dollar Verlust zu
Tom Cruises Satire „Digger“ unter der Regie von Alejandro G. Iñárritu lief Ende September 2026 an und verlor am zweiten nordamerikanischen Wochenende rund 60 Prozent. Berichte nennen geschätzte Verluste von etwa 245 Millionen Dollar für Warner Bros., den letzten eigenständigen Film des Studios vor der Fusion mit Paramount.
Startwochenende und der Absturz
„Digger“, eine satirische schwarze Komödie unter der Regie von Alejandro G. Iñárritu, in der Tom Cruise den Ölmagnaten Digger Rockwell spielt, lief Ende September 2026 an. Variety berichtet, dass der Film am Startwochenende in Nordamerika 8 Millionen Dollar einspielte. Am zweiten Wochenende fielen die Ticketverkäufe um etwa 60 Prozent auf geschätzte 3,2 Millionen Dollar. Zum Zeitpunkt der Berichte vom 12. Oktober hatte der Film in Nordamerika 14,4 Millionen Dollar und weltweit etwa 35 Millionen Dollar eingespielt. Variety prognostiziert ein weltweites Endergebnis von rund 50 Millionen Dollar.
- Startwochenende (Ende September 2026)
- 8 Mio. $
- Zweites Wochenende
- 3.2 Mio. $
Budget, Marketing und Break-even
Variety beziffert die Produktionskosten auf 160 bis 180 Millionen Dollar, über dem ursprünglichen Budget von 125 Millionen Dollar, und rechnet etwa 100 Millionen Dollar für die Vermarktung hinzu. Die BBC berichtet, dass Warner Bros. rund 280 Millionen Dollar für Produktion und Marketing ausgegeben hat. Die Break-even-Schwelle ist umstritten. Variety schätzt, dass der Film weltweit etwa 350 Millionen Dollar einspielen muss, da die Kinos etwa die Hälfte der Ticketeinnahmen behalten, während ein Sprecher von Warner Bros. gegenüber Variety 300 Millionen Dollar nannte. Das Studio hatte weitere 15 Millionen Dollar für eine Oscar-Kampagne eingeplant, doch diese Ausgaben dürften nach dem Kassenflop gestrichen werden. Geschätzte Verluste von 245 Millionen Dollar tauchen in mehreren Berichten auf, darunter Schätzungen, die der Guardian veröffentlichte und die Il Messaggero aufgriff, sowie Analystenprognosen, die die BBC zitiert.
- Weltweites Einspielergebnis laut Bericht vom 12. Oktober 2026
- 35.3 Mio. $
- Prognostiziertes weltweites Endergebnis (Variety)
- 50 Mio. $
- Break-even (Sprecher von Warner Bros.)
- 300 Mio. $
- Break-even (Schätzung von Variety)
- 350 Mio. $
Vergleiche und geteilte Kritiken
Berichte reihen den Film neben „Cutthroat Island“ (1995), „Mortal Engines“ (2018) und „The Marvels“ (2023) unter die größten finanziellen Flops Hollywoods ein. Die Kritiken gehen scharf auseinander. Peter Bradshaw vom Guardian gab zwei Sterne und beschrieb eine oberflächliche, ermüdende und selbstgefällige Satire, während Sian Cain von Guardian Australia ihn laut Il Messaggero ein Meisterwerk nannte. Warner Bros. reagierte mit einer Kampagne, die das Publikum auffordert, sich „selbst ein Urteil zu bilden“. Zu den in der Berichterstattung genannten Verteidigern gehören Anne Hathaway, Guillermo del Toro, Alfonso Cuarón, ein enger Freund von Iñárritu, und Jane Fonda. Cruise sagte vergangene Woche, er mache Filme nicht mit Blick auf die Einspielergebnisse am Startwochenende und wolle Filme machen, die „hoffentlich übersetzt, Bestand haben und sich weiterentwickeln“.
Ein letzter Film vor der Skydance-Fusion
„Digger“ ist der letzte eigenständige Film von Warner Bros., bevor der Verkauf an David Ellison abgeschlossen wurde und das Studio mit Paramount zu einem einzigen Unternehmen namens Skydance fusioniert. Laut 20 minutos haben Michael De Luca und Pamela Abdy, die Warner Bros. Pictures bis zur Fusion leiteten, das Studio verlassen. „The Social Reckoning“, die von Aaron Sorkin inszenierte Fortsetzung von „The Social Network“, spielte am Startwochenende in Nordamerika etwa 5,5 Millionen Dollar ein. Er landete hinter „The Other Mommy“ mit Jessica Chastain, der die nordamerikanischen Kinocharts mit geschätzten 27,5 Millionen Dollar anführte. IndieWire merkt an, dass „Digger“ voraussichtlich schwächer anlaufen würde als jeder Tom-Cruise-Starfilm seit mehr als 40 Jahren.

