Wirtschaft · London und Dublin
Diageo-CEO Dave Lewis kündigt 1-Milliarden-Dollar-Sparprogramm an, Aktien steigen um bis zu 11%
Diageo-CEO Dave Lewis hat ein 1-Milliarden-Dollar-Sparprogramm über drei Jahre vorgestellt, mit Restrukturierungskosten von 1,2 Milliarden Dollar, während der weltgrößte Spirituosenhersteller für das Geschäftsjahr bis 2029 ein niedriges einstelliges Wachstum prognostizierte und einen Rückgang des Betriebsgewinns um 27% meldete.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Irish Times, Le Figaro.fr, Reuters und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
CEO Dave Lewis kündigte Einsparungen in Höhe von 1 Milliarde Dollar über drei Jahre an, mit Restrukturierungskosten von 1,2 Milliarden Dollar, von denen 70% bereits angefallen sind. Die Abfindungskosten für das am 30. Juni endende Geschäftsjahr stiegen von 73 Millionen Dollar im Vorjahr auf 514 Millionen Dollar.
Der Nettoumsatz fiel um 3% auf 19,64 Milliarden Dollar für das am 30. Juni endende Jahr. Der ausgewiesene Betriebsgewinn sank um 27% auf 3,16 Milliarden Dollar, und der Nettogewinn betrug 1,74 Milliarden Dollar, ein Rückgang um 26%. Die Nettoverschuldung belief sich auf 20,48 Milliarden Dollar, 6,3% unter dem Vorjahr.
Bis zu 150 Stellen in Diageos irischem Geschäft sind gefährdet. Das irische Ministerium für Unternehmen wurde am 22. Juni über vorgeschlagene Massenentlassungen informiert. Diageo beschäftigt rund 1.200 Mitarbeiter in Irland und 30.000 weltweit, mit Tausenden erwarteten Kürzungen.
Die nordamerikanischen Umsätze fielen im Jahresvergleich bis Juni um 8,4% und liegen weiterhin über 7 Milliarden Dollar. Die US-Spirituosenverkäufe gingen in den letzten sechs Monaten um 7% zurück, verglichen mit einem Rückgang von 1,7% im Sektor. Diageo prognostiziert ein niedriges einstelliges organisches Nettoumsatzwachstum bis zum Geschäftsjahr 2029 und ersetzt damit das aufgegebene mittelfristige Ziel von 5% bis 7%.
Die Aktie stieg um bis zu 11%, bevor sie sich bis 13:30 Uhr GMT auf 6,5% reduzierte, auf dem besten Tag seit November 2020. Die Aktie ist auf weniger als die Hälfte ihres Höchststands vom Januar 2022 gefallen. Diageo wird mit etwa dem 14-fachen der erwarteten Gewinne für 2027 gehandelt, unter AB InBev mit dem 17-fachen und Remy Cointreau mit dem 25-fachen.
- Januar 2026Dave Lewis übernimmt als Diageo-CEO
- 22.06.Irische Regierung über vorgeschlagene Massenentlassungen informiert
- 6.08.1-Milliarden-Dollar-Sparprogramm angekündigt; Aktien steigen um bis zu 11%
Sanierungsplan vorgestellt
Diageo-CEO Dave Lewis hat am Donnerstag ein 1-Milliarden-Dollar-Sparprogramm angekündigt, das über drei Jahre umgesetzt werden soll, begleitet von Restrukturierungskosten in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar, von denen 70% bereits angefallen sind. Der Plan zielt auf globale und Back-Office-Funktionen ab, wo Lewis sagte, es gebe "massive Doppelarbeit" in Prozessen über Länder, Regionen und globale Operationen hinweg. Lewis, der im Januar das Amt des CEO übernahm und wegen seiner Sparerfolge bei Tesco und Unilever den Spitznamen "Drastic Dave" erhielt, sagte Journalisten, das Programm werde "sehr erhebliche Auswirkungen" auf Mitarbeiter haben. Er lehnte es ab, die Zahl der betroffenen Arbeitsplätze zu nennen, und sagte, in einigen Regionen liefen noch Konsultationen.
Irische Standorte betroffen
Bis zu 150 Stellen in Diageos irischem Geschäft sind durch den Plan gefährdet. Das Unternehmen informierte das irische Ministerium für Unternehmen am 22. Juni über "vorgeschlagene Massenentlassungen". Diageo beschäftigt in Irland rund 1.200 Mitarbeiter in den Bereichen Brauerei, Likörproduktion, Marketing, Vertrieb und Handel, mit Marken wie Guinness, Baileys und Smithwick's im Portfolio. Die Kürzungen werden voraussichtlich zu Tausenden von Arbeitsplatzverlusten aus Diageos weltweiter Belegschaft von 30.000 führen.
Finanzielle Verschlechterung
Diageo meldete für das am 30. Juni endende Geschäftsjahr einen Umsatzrückgang von 3% auf 19,64 Milliarden Dollar, während der ausgewiesene Betriebsgewinn aufgrund außergewöhnlicher Restrukturierungskosten und Wertminderungen um 27% auf 3,16 Milliarden Dollar fiel. Der Nettogewinn betrug 1,74 Milliarden Dollar, ein Rückgang um 26%. Die Abfindungskosten stiegen von 73 Millionen Dollar im Vorjahr auf 514 Millionen Dollar. Die Nettoverschuldung belief sich zum Jahresende auf 20,48 Milliarden Dollar, 6,3% unter dem Vorjahr, obwohl die Verschuldung das Dreifache des EBITDA überstieg. Das Unternehmen prognostiziert für das Geschäftsjahr 2027 flache Jahresumsätze und ein niedriges einstelliges organisches Nettoumsatzwachstum zwischen den Geschäftsjahren 2027 und 2029, was das bisherige mittelfristige Ziel von 5% bis 7% Wachstum ersetzt, das 2025 aufgegeben wurde.
- FY2025
- 73 Mio. $
- FY2026
- 514 Mio. $
Daten aus dem Artikeltext
Schwäche in Nordamerika
Nordamerika bleibt Diageos größter Markt und seine größte Herausforderung. Die Umsätze in der Region fielen im Jahresvergleich bis Juni um 8,4% und liegen weiterhin über 7 Milliarden Dollar, könnten aber weiter auf das Vorkrisenniveau von 5,7 Milliarden Dollar schrumpfen. Diageos US-Spirituosenverkäufe gingen in den letzten sechs Monaten um 7% zurück, verglichen mit einem Rückgang von 1,7% im gesamten Sektor. Die Tequila-Marken Casamigos und Don Julio stehen besonders unter Druck. Lewis räumte die bevorstehenden Schwierigkeiten ein.
„Es liegt harte Arbeit vor uns, insbesondere in Nordamerika, wo die Verbesserung der Leistung eine klare Priorität ist, aber wir sind zuversichtlich, dass wir dies erreichen können, ohne beim Betriebsgewinn einen Rückschritt zu machen.“
Marktreaktion und Bewertung
Die Anleger begrüßten den Plan und ließen die Diageo-Aktie an der Londoner Börse um bis zu 11% steigen, bevor sich die Gewinne bis 13:30 Uhr GMT auf 6,5% reduzierten, was auf den besten Tag der Aktie seit November 2020 hindeutet. Die Aktie ist auf weniger als die Hälfte ihres im Januar 2022 erreichten Höchststands gefallen. Selbst nach der Rallye am Donnerstag wird Diageo laut Visible Alpha mit etwa dem 14-fachen der erwarteten Gewinne für 2027 gehandelt, unter Anheuser-Busch InBev mit dem 17-fachen und Remy Cointreau mit dem 25-fachen. Lewis sagte, die Einsparungen von 1 Milliarde Dollar würden in Innovationen investiert und die Wettbewerbsfähigkeit verbessern, anstatt nur die Gewinne zu steigern, möglicherweise einschließlich Preissenkungen für einige Marken und Investitionen in neue Produkte wie fertig gemixte Cocktails.
- Diageo
- 14 x Gewinn
- AB InBev
- 17 x Gewinn
- Remy Cointreau
- 25 x Gewinn
Daten aus dem Artikeltext
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- The Irish TimesUp to 150 jobs at Diageo's Irish operation at risk as part of $1bn cost-cutting plan
- Le Figaro.frDiageo, le leader mondial des spiritueux, lance un vaste plan de restructuration
- ReutersBreakingviews - Diageo's drastic fix lacks fizz
- LaVanguardiaDiageo anuncia un plan de recortes de 866 millones para impulsar su crecimiento
- Dave Lewis
- CEO von Diageo seit Januar 2026, Spitzname 'Drastic Dave' für Sparmaßnahmen bei Tesco und Unilever
- Orte
- London, Vereinigte Staaten
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