Die Konferenz in Hohenschwangau nahm den Antrag von NRW und Hamburg mit Mehrheit von der Tagesordnung, laut Berichten, weil er zu spät vor dem Treffen eingereicht worden war.
Per Smartphone erfasste Fahrten würden zum günstigsten Tarif abgerechnet, wobei die Monatskosten derzeit 63 Euro für das Deutschlandticket nicht übersteigen würden.
Christian Bernreiter sagte, für zusätzliche Leistungen sei kein Geld da, es fehlten bereits Milliarden von Euro, etwa für Regionalzüge.
Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne (SPD) sagte, Niedersachsen sehe ein „D-Ticket light“ grundsätzlich positiv.
Nordrhein-Westfalen und Hamburg wollten ein bundesweites elektronisches Ticket für Menschen, die Busse und Bahnen nur gelegentlich nutzen. Ein Smartphone sollte Beginn und Ende jeder Fahrt erfassen, die App den günstigsten Tarif automatisch berechnen. Im Monat sollten Fahrgäste nicht mehr zahlen als für ein reguläres Deutschlandticket. Das Modell orientiert sich an dem bereits in Nordrhein-Westfalen laufenden Angebot eezy.nrw.
Der Antrag wurde von der Tagesordnung der zweitägigen Konferenz in Hohenschwangau in Bayern gestrichen. Der Bayerische Rundfunk berichtete unter Berufung auf Teilnehmer, die Streichung sei mit Mehrheit beschlossen worden, weil der Antrag zu spät vor dem Treffen eingereicht worden sei. Auch regionale Quellen bestätigten dies der dpa. Vorerst werden die Länder die Idee nicht offiziell aufgreifen.
Oliver Krischer, Verkehrsminister von NRW (Grüne), kritisierte die Entscheidung in einer Erklärung gegenüber der dpa:
„Es ist bedauerlich, dass SPD und CDU sich der Diskussion über einen bundesweiten Gelegenheitstarif für den öffentlichen Nahverkehr nicht stellen wollten.“
Krischer sagte, der Antrag sei fristgerecht eingereicht worden und dringlich, das Thema solle bei der nächsten Konferenz wieder auf die Tagesordnung kommen.
Christian Bernreiter (CSU), Bayerns Verkehrsminister und derzeitiger Vorsitzender der Konferenz, hatte sich vor dem Treffen gegen den Plan ausgesprochen. Er sagte, dafür sei kein Geld da, und Bayern kämpfe derzeit um mehr Mittel vom Bund. Es fehlten bereits Milliarden von Euro, etwa für die Bestellung von Regionalzügen. Bernreiter sagte, das Deutschlandticket sei bereits ein sehr gutes Angebot, und er sehe weder eine Zustimmung des Bundes noch die Einstimmigkeit der Länder, die der Plan benötigen würde.
„Wir haben überall Geldmangel. Es ist nicht die Zeit für zusätzliche Leistungen.“
Niedersachsens Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne (SPD) zeigte sich offener und sagte, das Land sehe den Vorschlag grundsätzlich positiv.
„Wir werden ein D-Ticket light konstruktiv diskutieren.“
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) lehnte die Idee ab. Dessen Geschäftsführer für den öffentlichen Personennahverkehr, Alexander Möller, warnte, ein solches Angebot verursache Kosten und untergrabe die Logik des Deutschlandtickets, das sich als Flatrate im monatlich kündbaren Abonnement bewährt habe. Er fügte hinzu, die Branche habe kein Geld dafür. Der Fahrgastverband Pro Bahn und soziale Organisationen begrüßten die Idee dagegen als günstigere Mobilität für ärmere Bürgerinnen und Bürger.
Das Deutschlandticket kostet derzeit 63 Euro im Monat und soll zum Jahreswechsel auf 66,80 Euro steigen. Nach dem vorgeschlagenen System würden Gelegenheitsfahrer die Summe ihrer einzelnen Fahrten zahlen, wobei die Monatsrechnung auf den vollen Ticketpreis begrenzt wäre. Die Fahrten würden per Smartphone erfasst und am Ende jedes Monats abgerechnet.
Daten aus dem Artikeltext
Die Entscheidung über den Antrag wurde aufgeschoben. Die vorgeschlagene Arbeitsgruppe hätte ein Konzept für das neue Ticketsystem entwickeln sollen, eine Entscheidung war für Herbst 2027 geplant.
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Pollar unterstützenVerkehr · Hohenschwangau und Hamburg
Nordrhein-Westfalen und Hamburg wollten ein Fahrten-Ticket für Gelegenheitsfahrer, doch der Vorschlag wurde von der Tagesordnung der Verkehrsministerkonferenz in Hohenschwangau in Bayern genommen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Spiegel Online, Süddeutsche Zeitung, DIE WELT und weiteren Medien. Veröffentlicht .