Deutsche Händler verkaufen Ventilatoren und mobile Klimaanlagen aus – Hitzewelle treibt Temperaturen über 30 °C
Eine anhaltende Hitzewelle mit Temperaturen über 30 °C hat die Regale von Ventilatoren und mobilen Klimaanlagen bei großen deutschen Einzelhändlern leergefegt. Viele Ketten warnen, dass bis zum Herbst keine weiteren Lieferungen eintreffen werden.
Einzelhandelsbestände verdampfen
Eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ergab, dass Ventilatoren und mobile Klimaanlagen in ganz Deutschland weitgehend ausverkauft sind, da Verbraucher angesichts einer Hitzewelle mit Temperaturen über 30 °C nach Kühlung suchen. Der Deutsche Wetterdienst hat tropische Nächte vorhergesagt, was die Nachfrage, die Einzelhändler als explosiv bezeichnen, zusätzlich anheizt. Steffen Kahnt, Geschäftsführer des Bundesverbandes Technik des Einzelhandels (BVT), sagte, die Geräte seien nun fast vollständig nicht mehr verfügbar.
Verfügbarkeit nach Kette
Bei Hornbach sind nur noch vereinzelte Ventilatoren erhältlich, mobile Klimaanlagen sind vergriffen, ein Liefertermin für Nachschub steht nicht fest. Bei Bauhaus sind einzelne Modelle regional ausverkauft und andere nur in begrenzten Mengen verfügbar. Ein Sprecher erklärte, dass die Filialen derzeit zwar neue Ware erhielten, „für diesen Sommer jedoch keine weiteren Mengen zu erwarten sind“ und Neu bestellungen erst im Herbst eintreffen. MediaMarktSaturn bestätigte eine sehr hohe Nachfrage, insbesondere nach mobilen Klimaanlagen, und teilte mit, dass nach dem aktuellen Nachschub keine weiteren Lieferungen für die Sommersaison zu erwarten seien.
Aufgrund der anhaltenden Hitzeperiode verzeichnen wir weiterhin eine sehr hohe Nachfrage nach Ventilatoren und Klimaanlagen.
Euronics erklärte, die Nachfrage übersteige oft das Angebot, einige Modelle seien nur in begrenzten Mengen oder ausverkauft, obwohl weitere Lieferungen in den kommenden Wochen erwartet werden. Otto verfügt noch über ausreichende Bestände an Ventilatoren und Klimaanlagen, besonders günstige Geräte waren kurzzeitig ausverkauft, sollen aber innerhalb von zwei Wochen wieder lieferbar sein. Expert merkte an, dass viele Geräte nun ausverkauft seien und nur noch vereinzelte Restbestände in einzelnen Filialen verfügbar seien, jedoch regelmäßige Nachlieferungen einträfen.
Warum Einzelhändler überrascht wurden
Euronics erklärte, „das Ausmaß dieser Entwicklung war nur schwer vorhersehbar.“ Die Bedarfsplanung basiere auf Erfahrungen und Verkaufszahlen aus den Vorjahren, und vergleichbar lange Hitzeperioden seien bisher die Ausnahme gewesen. Kahnt erläuterte, dass erschwingliche, qualitativ hochwertige Geräte nicht auf Knopfdruck geliefert werden könnten: Produktion und Transport benötigten Zeit. Einzelhändler könnten keine riesigen Lagerbestände für heiße Wochen vorhalten, da dies „enorme Lagerkosten verursachen und viel Kapital binden würde“ und das Risiko bestehe, dass Geräte bis zum nächsten Sommer oder sogar dem übernächsten in den Lagern verblieben.
Das würde enorme Lagerkosten verursachen und viel Kapital binden.
Alternativen und Ausblick
Verbraucher können auf fest installierte Split-Klimaanlagen zurückgreifen, die in der Regel leistungsstärker und effizienter, aber auch teurer sind. Diese bieten jedoch derzeit keine schnelle Abhilfe. Da die meisten großen Ketten bestätigt haben, dass die letzten Nachlieferungen für die Sommersaison erfolgt sind, müssen Haushalte, die sofortige Kühlung suchen, nach Restbeständen in einzelnen Filialen suchen oder auf die Herbstlieferungen warten.
- Hitzewelle beginnt; Temperaturen über 30 °C; Deutscher Wetterdienst sagt tropische Nächte voraus.
- Hornbach, Bauhaus, MediaMarktSaturn, Euronics und Expert melden Ventilatoren und mobile Klimaanlagen weitgehend ausverkauft.
- Bauhaus und MediaMarktSaturn erhalten letzte Sommerlieferungen; keine weiteren Sendungen erwartet.
- Otto erwartet, dass kurzzeitig ausverkaufte Budgetgeräte wieder verfügbar werden.
- Neue Bestellungen von Kühlgeräten werden bei Bauhaus und anderen Händlern erwartet.


