
Deutschland scheidet erstmals im Elfmeterschießen aus der WM aus, Paraguay zieht ins Achtelfinale ein
Paraguay eliminierte Deutschland im Sechzehntelfinale der WM 2026 in Foxborough mit 4:3 nach Elfmeterschießen und fügte dem viermaligen Weltmeister damit die erste Niederlage im Elfmeterschießen bei einer WM zu. Die Südamerikaner kamen nach einem 1:1-Unentschieden durch die Verlängerung zurück und lösten heftige Kritik an der deutschen Mannschaft und Trainer Julian Nagelsmann aus.
Schock in Foxborough
Die WM 2026 bescherte im Sechzehntelfinale die erste große Überraschung, als Paraguay Deutschland nach einem 1:1-Unentschieden mit 4:3 im Elfmeterschießen besiegte. Es war das erste Mal, dass Deutschland bei einer WM ein Elfmeterschießen verlor und damit die perfekte Bilanz von 4:0 bei früheren Turnieren beendete. Die Partie im Gillette-Stadion in Foxborough, Massachusetts, sah Paraguay durch einen Kopfball von Julio Enciso in der 42. Minute in Führung gehen. Kai Havertz glich für Deutschland in der 54. Minute ebenfalls per Kopf aus, doch in der regulären Spielzeit und in der Verlängerung fand keine Mannschaft den Siegtreffer.
- Julio Enciso erzielt per Kopfball die 1:0-Führung für Paraguay.
- Kai Havertz gleicht per Kopfball für Deutschland aus.
- Jonathan Tahs Tor wird wegen Offensivfouls an Torhüter Orlando Gil durch VAR aberkannt.
- Reguläre Spielzeit und Verlängerung enden 1:1; Spiel geht ins Elfmeterschießen.
- Paraguay gewinnt Elfmeterschießen 4:3; Gil hält zwei, Canale verwandelt den entscheidenden Elfmeter.
VAR-Kontroverse und defensive Zähigkeit
Deutschland glaubte in der Verlängerung den Sieg erzielt zu haben, als Jonathan Tah in der 102. Minute per Kopf traf, aber das Tor wurde nach einer VAR-Überprüfung wegen eines Offensivfouls an Torhüter Orlando Gil aberkannt. Paraguays Trainer Gustavo Alfaro lobte die defensive Widerstandsfähigkeit seiner Mannschaft.
Paraguayer sind zum Verteidigen geboren.
Deutschlands Trainer Julian Nagelsmann räumte das Versagen seiner Mannschaft ein, die paraguayische Abwehr zu knacken, und sagte, es sei falsch, die Offiziellen zu beschuldigen, wenn man Paraguay in 120 Minuten nicht schlagen könne.
Man kann nicht die Schiedsrichter oder das Elfmeterschießen beschuldigen, wenn man Paraguay in 120 Minuten nicht schlagen kann.
Elfmeterdrama
Gil wurde zum Helden, als er im Elfmeterschießen zwei Strafstöße hielt, während Deutschland drei von sechs Versuchen vergab. Der entscheidende Moment kam, als Alejo Canale den letzten Strafstoß verwandelte. Der Sieg bringt Paraguay im Achtelfinale gegen den Sieger des Spiels Frankreich gegen Schweden.
Deutsche Medienwut
Die deutsche Presse zerfetzte die Nationalmannschaft. Die Bild nannte die Leistung „langsam, langweilig und lethargisch“ und bezeichnete das Aus als „deutschen Fußball-Albtraum“. Die Süddeutsche Zeitung titelte mit „die letzte Demütigung“, während der Kicker von einem „Eingeständnis des Scheiterns für den deutschen Fußball und für Nagelsmann“ sprach. Die Niederlage setzt eine Serie früher WM-Aus für Deutschland fort, das nun zum dritten Mal in Folge nicht ins Achtelfinale eingezogen ist.
Weitere Sechzehntelfinal-Überraschungen
Am selben Abend besiegte auch Marokko die Niederlande mit 3:2 nach Elfmeterschießen nach einem 1:1-Unentschieden in Guadalupe, Mexiko. Auch die Niederländer galten wie Deutschland als Favoriten, und ihr Ausscheiden trug zu einem chaotischen Start in die K.o.-Phase bei. Brasilien entging nur knapp einem ähnlichen Schicksal und besiegte Japan in der Verlängerung.


