
Jürgen Klopp bestätigt Gespräche mit DFB – Nagelsmann tritt nach Elfmeter-Drama zurück
Vier Tage nach der Niederlage gegen Paraguay im Elfmeterschießen trat Julian Nagelsmann zurück, und Jürgen Klopp bestätigte seine Bereitschaft zur Übernahme – warnte jedoch, dass die Gespräche Zeit brauchen.
Deutschlands Schock-Aus
Deutschland schied bei der WM 2026 im Achtelfinale aus, nach einer Niederlage im Elfmeterschießen gegen Paraguay. Manuel Neuer hielt einen Elfmeter, doch das Team unterlag dennoch, was eine Welle der Reflexion im Deutschen Fußball-Bund (DFB) auslöste. Die Partie fand am 29. Juni statt, die Folgen zeigten sich sofort.
Nagelsmann tritt zurück
Am Freitag, dem 3. Juli, vier Tage nach der Niederlage, trat Julian Nagelsmann als Bundestrainer zurück. Der 38-Jährige stand nach dem frühen Ausscheiden unter Druck des DFB.
Die Entscheidung war alles andere als leicht für mich. Meine oberste Priorität war stets der Erfolg der Mannschaft. Nach einer so bitteren Enttäuschung verdient sie die Chance auf einen unbelasteten Neuanfang.
Der DFB hatte Nagelsmanns Vertrag zweimal verlängert, zuletzt bis zur EM 2028, doch das frühe WM-Aus machte den Abschied unvermeidlich.
Klopp bestätigt Gespräche
DFB-Verantwortliche signalisierten sofort, dass Jürgen Klopp der Wunschkandidat sei. In einer Erklärung teilte der Verband mit, man werde nun Gespräche mit Klopp führen, der bereits seine grundsätzliche Bereitschaft signalisiert habe. In seiner Rolle als MagentaTV-Experte in den USA bestätigte Klopp die Kontaktaufnahme.
Ich bin mehr als erholt – ich bin bereit.
Allerdings warnte er, dass eine Einigung „Zeit“ brauche. Zunächst müsse er vertragliche Angelegenheiten mit seinem derzeitigen Arbeitgeber Red Bull klären, wo er als Head of Global Soccer tätig ist. Klopp sagte, er habe bereits mit seinem Chef Oliver Mintzlaff gesprochen und wolle, dass beide Seiten als Gewinner hervorgehen. Er erwarte zudem intensive Verhandlungen mit dem DFB, da die zugrundeliegenden Probleme über die Identität des Trainers hinausgingen.
- Deutschland verliert im Achtelfinale der WM im Elfmeterschießen gegen Paraguay.
- Julian Nagelsmann tritt als Bundestrainer zurück.
- DFB kündigt Gespräche mit Jürgen Klopp an; Klopp bestätigt Kontakt und erklärt sich bereit.
Finanzielle Belastung
Laut Focus wird der Trainerwechsel teuer. Der DFB muss Nagelsmann eine Abfindung zahlen, nachdem der Vorstand einstimmig der sofortigen Vertragsauflösung zugestimmt hatte. Klopps Gehalt dürfte das höchste sein, das je ein deutscher Trainer erhalten hat, und ohne Ausstiegsklausel bei Red Bull könnte die Ablösesumme im niedrigen einstelligen Millionenbereich liegen. Zusätzliche Kosten entstehen durch die Neustrukturierung des Trainerstabs.
Lob und Reaktionen
Klopp lobte seinen potenziellen Vorgänger und nannte Nagelsmann „einen außergewöhnlichen Trainer“, der dies noch viele Male beweisen werde. Der deutsche Politiker Friedrich Merz dankte Nagelsmann für seine Arbeit, während der Weltmeister Thomas Müller den DFB aufforderte, sein Vorgehen zu überdenken. Internationale Medien griffen die Geschichte auf: Die Marca vermerkte, die WM habe ihr nächstes Opfer gefordert, und der Daily Mirror titelte „Jur the Man!“.


