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Mannschaftssport·vor 4 Tagen

Deutschland schlägt Großbritannien 6:3 bei der Eishockey-Weltmeisterschaft, doch die Viertelfinal-Hoffnungen ruhen auf Ungarns Überraschung gegen Lettland

Deutschland besiegte Großbritannien mit 6:3 im letzten WM-Gruppenspiel in Zürich, doch das Team wird mit ziemlicher Sicherheit nach Hause fahren, wenn Lettland am Dienstag nicht gegen Ungarn verliert.

Sieg mit bitterem Beigeschmack

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft beendete ihre Vorrunde bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz mit einem klaren 6:3-Sieg über Großbritannien. Das Ergebnis war ein Pflichtsieg gegen den bereits abgestiegenen Außenseiter, kam aber wohl zu spät. Deutschland beendete die Gruppenphase mit 10 Punkten und ist nun vollständig auf eine große Überraschung angewiesen: Lettland muss am Dienstag gegen Ungarn verlieren, damit die DEB-Auswahl weiterkommt.

Spielverlauf

Vor rund 4.000 Zuschauern in Zürich übernahm Deutschland früh die Kontrolle. Alexander Karachun eröffnete in der 14. Minute den Torreigen, gefolgt von Treffern durch Frederik Tiffels und Fabio Wagner innerhalb von 16 Sekunden in der 20. Minute. Andreas Eder legte in der 23. Minute das vierte Tor nach. Robert Dowd verkürzte in seinem letzten Länderspiel für die Briten, doch Deutschland ließ den Sieg nie aus der Hand. Joshua Samanski und Leon Gawanke erhöhten im Schlussdrittel, während Ollie Betteridge und Robert Lachowicz späte Ehrentreffer für den Absteiger erzielten.

Deutschland vs. Großbritannien – Schlüsselereignisse
  1. Alexander Karachun eröffnet den Torreigen für Deutschland (1:0).
  2. Frederik Tiffels und Fabio Wagner treffen innerhalb von 16 Sekunden (3:0).
  3. Andreas Eder erhöht die deutsche Führung (4:0).
  4. Robert Dowd erzielt in seinem letzten Länderspiel den Anschlusstreffer für Großbritannien (4:1).
  5. NHL-Stürmer Joshua Samanski erhöht auf 5:1 für Deutschland.
  6. Leon Gawanke erzielt das sechste deutsche Tor (6:1).
  7. Ollie Betteridge verkürzt für Großbritannien (6:2).
  8. Robert Lachowicz erzielt das letzte Tor für Großbritannien (6:3).

Geringe rechnerische Hoffnung

Deutschland hält nun 10 Punkte aus sieben Spielen. Das Schicksal entscheidet sich am Dienstag um 12:20 Uhr, wenn Lettland auf Ungarn trifft. Nur eine Niederlage Lettlands würde der deutschen Mannschaft die Busfahrt ins Viertelfinale nach Freiburg gegen Rekordweltmeister Kanada und Superstar Sidney Crosby ermöglichen. Ein deutlich realistischeres Szenario ist jedoch die direkte Abreise der Spieler aus Zürich – per Auto, Bahn oder Flugzeug.

Wir haben dieses Turnier früher verloren, wir haben dem Gegner viel zu viel auf dem Silbertablett präsentiert. Das rächt sich.

Teure Auftaktniederlagen

Die missliche Lage resultiert aus einem schleppenden Turnierstart. Eine 0:2-Niederlage gegen Lettland – ein Spiel, das Kapitän Moritz Seider als „absolutes Muss“ bezeichnete – und ein 3:4 nach Penaltyschießen gegen die USA, nach einer 3:2-Führung fünf Minuten vor Schluss, erwiesen sich als verheerend. Hohe Niederlagen gegen die Schweiz (1:6) und Finnland (1:3) sorgten dafür, dass Deutschland nur gegen die schwächeren Gruppengegner konkurrenzfähig war.

Jetzt steht man da und zittert. Das sollte nicht unser Anspruch sein.

Druck auf den Trainer

Bundestrainer Harold Kreis steht zunehmend in der Kritik. Bei der Vorstellung des Teams vor dem Spiel quittierten deutsche Fans seinen Namen mit Pfiffen. Nach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2025 in Dänemark und einer enttäuschenden Olympiavorstellung droht die dritte Turnierenttäuschung in Folge. Ob der 67-Jährige bei der Heim-WM im nächsten Jahr in Düsseldorf, Mannheim und auf Schalke noch an der Bande steht, ist höchst fraglich.

Zürich · Freiburg

6 Quellen

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